Rechte und Pflichten des Berufsbetreuers im Todesfall?

4 Antworten

Hallo Susette, die Betreuung endet mit dem Tode. das heißt, Betreuer haben noch die Betreuungsakte zu schließen und dem Amtsgericht gegenüber "abzurechnen".  

Natürlich ist es auch möglich, daß ein Betreuer für seinen Betreuten einen Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter abgeschlossen hat. Der kann damit selbsttätig (sollten Angehörige da sein, natürlich in Abstimmung mit diesen, was Termine etc. angeht) die Bestattung organisieren.

Sind bestattungspflichtige Angehörige vorhanden, müssen sie sich um die Bestattung kümmern. 

Im Ausnahmefall (wenn ein Betreuter keine Verwandten hat und auch keine Bestattungsregelung - Vorsorgevertrag mit einem Bestatter - vorliegt) und wenn das Amtsgericht zustimmt, dürfen "zwingend notwendige Regelungen" - also die Beauftragung der Bestattung - durch den Betreuer getroffen werden. 

Betreuer haben nichts mit den Erbschaftsangelegenheiten zu tun und werden auch nicht über Testament o.ä. informiert. 

Alle diesbezüglichen Informationen erhalten die Hinterbliebenen vom Wohnsitzamtsgericht des Verstorbenen.

Die Betreuung endet mit den Tod des Betreuten. Die weitere Geschäftsführung ist dann grundsätzlich Sache der Erben.

Was regelt er.


Geschäfte, die nicht ohne Gefahr aufgeschoben werden können, bis der Erbe anderweit Fürsorge treffen kann. (§1698b BGB).

Außerdem kann der Betreuer, falls es nötig ist, als Nachlasspfleger berufen werden. Auch steht es den Erben frei, den Betreuer zu beauftragen und ihm eine Vollmacht zu erteilen.


Haben die Erben Anspruch auf Auskunft?

Ja.


Muss der Betreuer über das Testament in Kenntnis gesetzt werden?

In der Regel wird der Betreuer ein berechtigtes Interesse geltend machen können und in das Testament Einblick nehmen können. Denn zum einen ist er Nachlassgläubiger, zum Anderen ist er oft auch Erbschaftsbesizter.



Welche Community hat dies hier als "Expertenantwort" qualifiziert?

Die Antwort auf die zuletzt zitierte Frage entbehrt jeglicher rechtlichen und tatsächlichen Grundlage.

Kein Betreuer - ich arbeite seit 20 Jahren eng mit Betreuern zusammen - hat "berechtigtes Interesse" am Inhalt eines Testaments außer, er ist auch Familienangehöriger.

Sollte er noch Forderungen gegen den Nachlaß haben, muß er diese bei der Vormundschaftsstelle des Amtsgerichts geltend machen.

Wenn er - als Berufsbetreuer - Erbe wäre, ginge es in den Bereich "Interessenskonflikt und Unseriosität".

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Der Betreuer muss natürlich die Angelegenheiten des Betreuten noch abschließen.

Wenn er nicht schon beim Verfassen des Testaments mit einbezogen war, wird er auch prüfen, wie und wann dieses Testament verfasst wurde.

Betreuter verschenkt sein ganzes Erbe - rechtmäßig?

In meinen Bekanntenkreis gab es einen Todesfall und der Sohn hat alles geerbt. Er hat vom Gericht einen Betreuer gestellt bekommen, da er allein nicht mit der Situation fertig wird.

Das geerbte Haus soll verkauft werden. Nun ist es so, dass in dem Haus massenweise wertvolle Gegenstände sind, die man noch zu Geld machen kann z.B. neuwertige Elektrogeräte. Ihm ist egal, was mit den Sachen passiert und so meinte er zu Bekannten, sie können alles holen (keine Verwandtschaft, falls das eine Rolle spielt). Auf meinen Hinweis, dass es ja alles noch Wert hat meinte er nur, er braucht es ja nicht.

Ist das so rechtmäßig, dass Sie das ganze Haus ausräumen? Der Betreuer scheint sich nicht wirklich darum zu kümmern oder weiß wohl auch gar nicht, was tatsächlich noch in dem Haus war.

Was kann ich tuen um zu helfen? Von irgendwas muss der Betreute ja auch weiter leben.

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Eltern geschieden...was ist mit meinem späteren Erbe von meinem Vater?

Hallo... es geht um folgendes...

Meine Eltern sind geschieden... ich bin 25 Jahre alt...und bin der einzige Abkömmling... Ich habe keinen Kontakt zu meinem Vater.

Wenn mein Vater später einmal verstirbt bekomme ich ja nach Gesetzlicher Erbfolge seinen Nachlass, bzw. meinen Pflichteil...... soweit klar ;)

Jetzt zur Frage:

Er hat ein Haus... dieses wird er denk ich mal, jemand anderes vererben oder noch zu Lebzeiten verschenken...wenn die Schenkung mindestens Zehn Jahre her ist dann geh ich leer aus!?

Richtig???

Oder gibt es dort irgendwelche Gesetzlichen regelungen das ich doch etwas bekomme bzw... was könnt ihr mir Raten? Denn ich möcht ja schon ein bisl Money weil hab noch nie etwas von ihm bekommen.

Und...

müsste ich dann später auch die Kosten für Bestattung usw. tragen?

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Betreuer Willkür

Befinde mich schon seit Jahren unter gesetzlicher Betreuung und diese Frau macht mir das Leben zur Hölle. Das schlimmste ist ,das ich mich nicht an das Amtsgericht wenden kann,weil sie mit den Richter befreundet ist. Andere Betreute haben das gleiche Problem mit ihr. Wenn sie sich wehren wollen ,wird nicht geholfen und es werden immer mehr Tabletten verschrieben. Die Frau wird immer reicher und die Betreuten immer ärmer. Ihr eigener Sohn ist ein stadtbekannter Drogendealer aber das wird auch nicht verfolgt. Selber bin ich soweit,das ich schon Suizidgedanken habe. Die Frau tut alles um den Menschen die ihr anvertraut sind zu schädigen. Ist nichts mehr zu holen kommt man ins Heim.Es hört sich vielleicht übertrieben an ,aber entspricht wirklich der Wahrheit. Hier in unserer Kleinstadt herrscht eine regelrechte Betreuungsmafia gegen die man nicht ankommt. An wenn kann man sich vertrauensvoll wenden? Die guten Betreuer und der Leiter vom Gesundheitsamt haben gekündigt weil sich es nicht länger ertragen konnten. Auch ein Psychologie der mir einiges über die kriminellen Machenschaften berichten konnte. Was soll ich nur machen.

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Darf ein gerichtlicher Beschluss vor Rechtskraft bekanntgegeben werden?

Hintergrung der Frage ist ein Betreuungsverfahren, das eine Verwandte von mir betrifft. Der Richter hatte die Dreistigkeit, die sofortige Wirksamkeit des Betreungsbeschlusses anzuordnen und bezog sich zur Begründung ganz pauschal auf § 287 FamFG.

Auf eine Begründung, warum die Voraussetzungen des Absatz (2) dieses Paragraphen erfüllt sind, hat er geflissentlich verzichtet. Nur nach § 287 FamFG (2) wäre dies aber ausnahmsweise erlaubt, wenn entweder Gefahr im Verzuge wäre - was meiner Meinung nach nicht der Fall ist - oder der Betreuer nicht zu erreichen - was auch nicht der Fall ist, denn es handelt sich um einen Berufsbetreuer.

Aber nach Absatz (1) von § 287 FamFG wird der Beschluss mit der Bekanntgabe an den Betreuer wirksam. Das ist erfolgt. Der widerruft jetzt mir gegenüber eine Generalvollmacht, die eigentlich dazu hätte führen müssen, dass es diesen Beschluss in der Form gar nicht gegeben hätte, denn § 1896 (2) BGB sagt eindeutig:

"Ein Betreuer darf nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist. Die Betreuung ist nicht erforderlich, soweit die Angelegenheiten des Volljährigen durch einen Bevollmächtigten, der nicht zu den in § 1897 Abs. 3 bezeichneten Personen gehört, oder durch andere Hilfen, bei denen kein gesetzlicher Vertreter bestellt wird, ebenso gut wie durch einen Betreuer besorgt werden können."

Jetzt meine Frage:

Darf ein Beschluss, der noch gar nicht rechtskräftig ist, überhaupt bekanntgegeben werden?

Sonst würde der Normalfall nämlich auch bedeuten, das der Beschluss erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist wirksam werden kann.

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Gesetzlicher Betreuer handelt nicht im Wohl seines Betreuten! Was darf er und was nicht?

Hallo :)

Mein Freund hat einen gesetzlichen Betreuer mit Einwilligungsvorbehalt. Wir haben da schon oft drüber gesprochen und sind beide der Meinung, dass es so nicht weiterlaufen kann, ich werde ihn dabei unterstützen. Ganz klar, umsonst hat keiner einen gesetzlichen Betreuer ;)

Der Betreuer ist mittlerweile 70 Jahre alt und könnte schon längst in Rente gehen, seine permanente Unfreundlichkeit bestätigt es noch mehr, dass er nicht mehr ganz fähig ist , diesen Job kompetent auszuführen. Er schafft es ja noch nicht mal einen Dauerauftrag einzurichten. Es gab auch die Situation, als sein kleines Haustier sehr krank wurde und er zum Tierarzt musste, bei den Tierärzten bei uns, ist keine Zahlung auf Rechnung möglich, der Betrag muss sofort bar beglichen werden. Das hat sein Betreuer natürlich abgelehnt, das wären 20 Euro gewesen. Ende vom Lied war, dass ich die Kosten übernommen habe.

Mein Freund, 23, eigene Wohnung, seit einem Monat bezieht er ALG I, da seine befristete Arbeitsstelle geendet hat. Laut seiner Aussage, müsste er einen vierstelligen Betrag auf seinem Konto haben. Aber er hat keine Ahnung wieviel genau, und da gehen die Probleme schon los.

Erste Frage: Hat er das Recht auf Transparenz von seinem Hauptkonto? Darf er die Kontoauszüge sehen? Darf er wissen, wieviel sein Kontostand beträgt und was der Betreuer an monatlichen Kosten davon überweist?

Zweite Frage: Mein Lebensgefährte bekommt 60 Euro in der Woche, das sind hochgerechnet 240 Euro / Monat. Das liegt unter dem Existenzminimum, sogar Hartz IV Empfänger bekommen mehr Geld... Geld für Freizeit oder Kleidung bleibt da nicht übrig... Kann man beantragen, dass er mehr Geld überwiesen bekommt? Ist ja schließlich sein eigenes Geld.

Ich hab schon im Internet nachgeforscht über Rechte und Pflichten eines Betreuers, dort steht unter Anderem: "Die Pflichten eines rechtlichen Betreuers sind es, als gesetzlichem Vertreter die Interessen der jeweiligen Betreuten wahrzunehmen und sie im Rahmen ihrer Aufgabenkreise zu vertreten. Hierbei haben die Betreuer das Wohl, aber auch die subjektiven Wünsche der Betreuten zu berücksichtigen. Auch gegenüber dem Vormundschaftsgericht (abb 1.9.2009 Betreuungsgericht) bestehen Pflichten des Betreuers."

Jetzt mal Klartext geredet, das Problem is einfach, dass er uralte Kleidung trägt, mit Löcher, verwaschen, seine Schuhe sind fast durchgelatscht, und von dem Geld, dass er in der Woche bekommt, kann er sich nichts zu anziehen kaufen...

Frage 3: Hat er keinen Anspruch auf Bekleidungsgeld?

Frage 4: Darf ich dabei sein, wenn er einen Termin mit seinem gesetzlichen Betreuer hat? Er hat einfach das Problem, dass er sich oft nicht traut tacheles zu reden.

Frage 5: Beschwerde einreichen: Wenn es sich lohnt eine Beschwerde einzureichen, sollen wir direkt eine Instanz höher gehen (ans Gericht) oder erstmal eine Beschwerde an den Betreuer schreiben?

Ich bedanke mich schon mal herzlich für eure Hilfe :)

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