Rechte und Pflichten bei Erweiterung des Strom-Netzanschlusses im Keller (Sondereigentum) eines Mehrfamilienhauses bei Aufstockung des Gebäudes?

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1 Antwort

Da kann aber etwas nicht stimmen, ein Mehrfamilienhaus kann keine Eigentumswohnungen haben. Es wird eine WEG sein, fürchte ich.

Zudem müssen dieser Maßnahme ja alle Eigentümer zustimmen, so lese ich die Spielregeln. Schaue also vorsorglich in den Beschluß.

Baesko 06.05.2016, 07:06

Danke für die Antwort.

Aber ich verstehe nicht, warum ein Mehrfamilienhaus keine Eigentumswohnungen haben kann?

Ja, wir sind eine WEG, aber die Wohnung ist mein Eigentum und die fünf anderen Wohnungen haben jeweils einen anderen Eigentümer.

Nutze ich hier falsche Begriffe? Dann bitte ich gerne um Aufklärung ;)

Der Maßnahme haben alle Eigentümer zugestimmt, ich musste mit dem Kaufvertrag vor etlichen Jahren bereits unterschreiben, dass ich mit der Aufstockung einverstanden bin.

Die Aufstockung an sich ist rechtlich nicht zu beanstanden, die eigentliche Frage ist halt, ob diese Installation der Unterverteilung direkt in meinem Keller eine hierfür zwingend notwendige Maßnahme ist (die ich dann zu dulden hätte) oder ob es lediglich die kostengünstigere Variante ist und der Bauunternehmer diesen Kasten auch überall anders hinhängen könnte und bloss Geld sparen möchte (wodurch ich es dann nicht mehr dulden müsste)...

Grüße


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schleudermaxe 06.05.2016, 11:18
@Baesko

Eine Mehrfamilienhaus hat nur ein Grundbuch, kennt keine Abgeschlossenheitserklärung, keine Teilungserklärung, kein Sonder- bzw. Gemeinschaftseigentum.

Die WEG hat mit einem Kaufvertrag nichts am Hut und somit kann dort auch keine Baumaßnahme zwischen dem Käufer und der WEG geordnet werden.

Die Baumaßnahme sollte zum Anlaß genommen werden, die gesamte elektrische Verteilung aus dem Sondereigentum in das gemeinschaftliche Eigentum zu verlegen.

Die Kosten und Lasten sind vergleichsweise gering, die ständigen Störungen zwecks Ablesungen etc. fallen auch weg und etwas mehr Platz gibt es auch.

Viel Glück und setze den Verwalter ggf. unter Druck.

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Baesko 06.05.2016, 15:59
@schleudermaxe

Vielen Dank, der Unterschied Mehrfamilienhaus - ETW war mir nicht bekannt.

Die Aufbaumaßnahme wurde bereits vor meinem Kauf von der WEG per Versammlungsbeschluss genehmigt.

Mit dem Kaufvertrag musste ich seinerzeit eine Erklärung unterschreiben, dass ich sämtliche im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme zwingend notwendigen Maßnahmen zu tolerieren habe.

Ich sehe es im Prinzip auch so, dass er den Anschluss ja gerne komplett verlegen kann, war nur unsicher ob es hier irgendwelche Baurechtlichen Bestimmungen gibt, die eine Verlegung des Netzzugangs verhindern könnten...

Ich habe heute Nachmittag aber auch endlich die Netzgesellschaft erreicht, die mir mitteilte dass eine solche Bestimmung nicht existiert.

Der Bauunternehmer kann sich also mal fein was anderes ausdenken...

Herzlichen Dank für die Antwort!

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