Rechte der Mutter

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6 Antworten

Ich muss hier nicht groß rumdiskutieren, um zu wissen, dass sich dieser Vater auch seinem Kind ggb nicht einwandfrei verhält. Ich frage aber nach den Ursachen. Es scheint hier nicht darum zu gehen, solche Väter irgendwie mit in`s Boot zu nehmen, sondern sie an den Pranger zu stellen.

Wir reden hier nicht von Mord. Selbst da gilt in dubio pro reo, u.a. deshalb, weil es auch sowas wie Notwehr gibt.

Solange der Vater hier also nicht gehört wurde, gehe ich von dem Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" aus. Ich frage mich übrigens auch, wie eine Mutter dazu kommt, ein Kleikind von 20 Monaten schon in eine Kita stecken zu wollen. Aber das nur nebenbei. Sicher hat die Fragestellerin auch dafür eine Erklärung, die den moralisch unangreifbaren Status der Mutter wieder in`s rechte Licht rückt.

Obwohl ich meine Tochter seit 15 Jahren nie im Stich gelassen habe, hatte auch ich von ihrer Geburt an auch immer wieder Momente, in denen ich alles hinschmeißen wollte. Die Möglichkeit hätte ich jederzeit gehabt. Auswandern und ein neues Leben anfangen. Ich hätte das nicht getan, weil mich mein Kind überfordert, sondern weil mir im Namen des Kindes die Mutter die Hölle heiß gemacht hat, und das bis heute. Ich sollte bspw. damals schon Freitags anreisen, um das Kind zu hüten. Ich bestand auf Samstag vormittag, weil ich den Feierabend genießen wollte. Wie unmoralisch, egoistisch und inkonsequent !! Die Briefe habe ich heute noch.

Auch meine späteren Anträge auf Umgangsregelung wurden mir von der Mutter als Trotz und Egoismus ausgelegt, im Gegensatz zu Familienberater und Psychologen, Jugendamt und Gericht. Bis man sich endlich überwindet und als Vater in die Offensive geht, vergehen einige Jahre. Bis dahin ist man allein dem moralischen Urteil der Mutter unterworfen, und das, bevor das Kind sprechen kann oder sonst irgendwie seine eigenen Wünsche äußern kann. Die Forderungen der Mutter übertönen die gesunden Instinkte des Vaters. Ich bin damals nach Geburt meiner Tochter wieder mit der Mutter in`s Bett gegangen. einfach, um dadurch das Besuchsrecht auf mein Kind zu erlangen. Eine Art der Prostitution, die übrigens gar nicht so selten ist.

Die Mutter kann über das Machtmittel Kind alles mögiche fordern. Dabei geht die Mutter bis zur Schmerzgrenze - Ich hatte viele Jahre Angst, mein Kind zu verlieren, bis ich endlich zum Gericht gegangen bin, um endlich diese Gummiband - Beziehung hinter mich zu bringen und mich auf meine Tochter konzentieren zu können. Auch wenn immer wieder betont wird, "die Mutter will den Kontakt zwischen Vater und Kind" - es ist immer auch die Drohung impliziert, dass sie auch anders könnte, wenn sie wollte.

Mit diesem plötzlichen Ausgeliefertsein kommen wohl manche Männer nicht klar. Meine letzte Verteidigungslinie war der Freitagabend und die Momente ALLEIN MIT MEINEM KIND. Meine Leistung während der Woche war selbstverständlich, weder Unterhalt noch 300 km jedes WE wurden auch nur erwähnt. Im Vergleich zur Leistung der stillenden Mutter konnte ich nicht mal den Freitagabend ohne schlechtes Gewissen die Beine hochlegen. Mein Lebensgefühl damals war Neid auf die klar deffinierte Rolle der Mutter, die direkt auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert - Kind schreit, wird gestillt. Ich habe es damals genossen, am WE nachts mit dem schreienden Kind im Zimmer rumzulaufen und ihm die Flasche zu geben. Als kleine Wiedergutmachung.

Ich persönlich konnte mich in diesen Augenblicken allein mit meiner Tochter als Vater fühlen. Die Erfüllung der Forderungen und Bedürfnisse der Mutter waren nur ein notwendiges Übel, um zu meinem Kind zu dürfen. Wenn sich dieses labile Gleichgewicht verschiebt, haben wir ruckzuck einen Vater, der sich ganz zurückzieht. Immerhin meldet sich der Vater, um den es hier in der Frage geht, unregelmäßig. Das heißt für mich, dass er noch nicht ganz aufgegeben hat.

Ich nehme an, die beiden leben getrennt, sonst würde sich der Vater nicht so schäbig verhalten. Mein Vorschlag wäre, dass die Frau zum Jugendamt geht und ihr Anliegen schildert. Es ist ja sogar im Sinne von Vater und Amt, wenn die Frau eine gute Ausbildung macht und dann selber Geld verdient. Vielleicht gibt es eine andere Art Möglichkeit der Betreuung für das Kind. Einfach mal beim Jugendamt nachfragen.

Sie muß sich eine adäquate Betreuung suchen oder sich kündigen lassen. Sie selbst kann nicht gezwungen werden die Lehre zu kündigen.

Der Vater ist hier zu nichts verpflichtet.

sweatw76 29.08.2013, 09:01

Sie setzt sich jetzt mit dem JA in Verbindung zwecks Betreuung. Ihr ist schon mit Kündigung gedroht wurden.

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Lebt sie mit dem Kindsvater zusammen?

Wenn nicht, glaube ich nicht dass sie Anspruch darauf hat, dass der Vater das Kind jeden tag vor und nach der kita betreut. Sie soll sich entweder um eine Kita mit längeren Öfnnungszeiten umschauen oder ein au-pair, eine Tagesmutter oder sonst eine Betreuung nehmen, die mit den Zeiten flexibler ist... Vielleicht können ja auch Mitglieder der familie (Oma, Opa, sonstige verwandte oder freunde) helfen.

Ansonsten muss sie vielleicht wirklich eine andere Lehrstelle suchen oder mit der Ausbildung warten, bis sie eine adäquate Betreuung findet...

sweatw76 30.08.2013, 09:54

Der Kindsvater hat sich während eines KH-Aufenthaltes (OP bei dem Kleinen) verlassen. Wir würden ihr gern helfen,aber sie wohnt zu weit weg. Die Familie vom Kindsvater ist ebenfalls keine Hilfe. Leider.

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Hallo,

die Mutter kann den Kindsvater leider nicht zum Umgang oder zu irgendwelchen Wegediensten verpflichten, nur zu Unterhaltszahlungen. Ich rate ihr ihn ganz aussen vor zu lassen, denn er wird ihr nicht helfen. Es wäre zwar seine moralische Pflicht sich auch ums Kind zu kümmern, aber da ist Deutschland noch nicht reif genug für um ein Gesetz zu erlassen.

Kündigen kann ein Betrieb deswegen aber der Mutter nicht, sie muss sich anderweitig um Betreuung kümmern.

Was lernt sie denn? Warum lässt sich das nicht mit einem Kind zeitlich vereinbaren wenn es in die Kita geht?

sweatw76 30.08.2013, 09:53

Die Arbeitszeiten lassen sich nicht vereinbaren,weil sie in der Altenpflege lernt.

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Er meldet sich nur, um zu fragen, ob er ihn bekommt? Na also, er fühlt sich für sein Kind verantwortlich, nicht für die Karriere der Frau.

sweatw76 29.08.2013, 08:59

Wenn er sich verantwortlich fühlen würde,dann würde er Unterhalt bezahlen und sich regelmässig melden. Sie möchte ,dass ihr Sohn einen regelmässigen Kontakt zu seinem Vater hat. Was aber nicht möglich ist,weil er sich unregelmässig meldet.

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MeineNase 29.08.2013, 11:22
@sweatw76

Böser Vater! Tut mir leid, wenn ich es komplizierter sehe. Es ist vielleicht schlauer von einem Vater, sich so lange wie möglich den Unterhalt zu sparen und die Forderungen der Mutter nach Betreuung zu ignorierren. Jedenfalls stressfreier als jahrelang Anträge stellen zu müssen auf Umgangsregelung, gem. Sorgerecht, Anpassung Unterhaltstitel, und alles, was damit zusammenhängt.

Wenn sich der Vater mit der Mutter gemeinsam für ein Kind entschieden hat, wenn er ihr versprochen hat, für sie zu sorgen, wenn er die gleichen Rechte ggb dem Kind hat, wenn Möglichkeiten für Männer geschaffen werden, zu arbeiten und zu betreuen ohne sich unter den Selbstbehalt schummeln zu müssen, wenn in den Umgang nicht mehr mütterlicherseits hineinregiert wird, wenn also die väterliche Erziehungsleistung gesellschaftlich und de facto als "männlich" angesehen wird, dann werden auch die Mütter und vor allem die Kinder davon profitieren. Dann wird sich der Zahlvater zum wirklichen Vater weiterentwickeln.

Der Vater, den du hier beschreibst, ist nur ein Produkt dieser Konsumgesellschaft. Wir sollen zwar fleißig Konsumenten produzieren, werden aber durch Steuerklasse 1, Umgangskosten, Fahrtkosten und Unterhalt dermaßen zur Kasse gebeten, dass ein zufälliges Kind mittlerweile oft schon den Bankrott bedeutet.

Momentan ist es in Deutschland jedenfalls so, dass es eher für Frauen von Vorteil ist, überhaupt noch Kinder zu kriegen.

Wer`s nicht glaubt, der kann sich ja mal die Statistiken über alleinerziehende Mütter reinziehen und Bücher lesen wie "Der Streik der Männer". http://www.cuncti.net/streitbar/485-der-streik-der-maenner

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Fallschirm88 29.08.2013, 14:34
@MeineNase

wenn einer nicht vater werden will, dann soll er gefälligst verhüten oder sich sterilisieren lassen, wie das die Frauen auch machen... Aber nicht herumtun und sich dann beschweren, dass ein Kind gekommen ist...

Und nein, es ist nicht nötig, dass jeder Mann Vater werden will. Es gibt genügend davon, die man vielleicht lieber nicht reproduziert sehen möchte.

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sweatw76 30.08.2013, 09:51
@Fallschirm88

Sie hatten sich beide für das Kind entschieden. Er hat die 2 verlassen,während sie wegen einer OP bei dem Kleinen im KH waren.

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