Recht bei fehlerhaften Produktbeschreibung?

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4 Antworten

ein händler haftet auch für fremdinhalte in seinen produktbeschreibungen, ob er oder ebay das erstellt hat, wäre rechtlich also egal.

laut google gibt es folgende möglichkeiten:

1. sachmängelgewährleistung: der käufer hat das recht, eine mangelfreie ware (wie beschrieben) zu bekommen. und zwar zu dem im kauifvertrag vereinbarten preis.
1.1 der verläufer liefert, die kosten der rücksendung der mangelhaften ware hat der verkäufer zu tragen. keine weiteren ansprüche.
1.2 verkäufer und käufer einigen sich auf nachlass, zugabe o.ä., kosten dafür trägt der verkäufer. keine weiteren ansprüche.
1.3 der verkäufer kann nicht liefern (preis nicht zumutbar für verkäufer, nicht beschaffbar ... unmöglichkeit nach § 275 bgb), dann kann der käufer vom vertrag zurücktreten, leistung zurückverlangen und schadensersatz verlangen (ersatzbeschaffung, differenzkosten, aufwand ...).
1.4 der verkäufer verweigert alles, folgen wie bei 1.3)

2. widerruf
käufer widerruft vertrag, sendet ware zurück (kostenübernahme abhängig vom warenwert), erhält sein geld zurück. keine weiteren ansprüche.

3. auflösung des vertrags
käufer und verkäufer heben den vertrag auf und vereinbaren in gegenseitigem einvernehmen die folgen.

alles natürlich nur, sofern es sich nicht um einen privatverkauf handelt.

mfg

Nein, es handelt sich um einen Onlinehandel der über E-Bay gewerblich Produkte verkauft.

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Welche Rechtliche Grundlage habe ich, den Artikel zu bekommen, welchen ich bestellt habe?

Keine. Aber der Reihe nach: Du verwechselst Sachmängel einer fehlerhaften Beschreibung, die Beschädigungen aufgrund einer fehlerhaften Bedienungsanleitung subsumiert, § 434 II 2 BGB mit dem Recht auf Nacherfüllung eines Artikels, dem die zugesicherten Eigenschaften fehlen, § 434 I 1 BGB.

Der Hdl. hat schlicht nicht geliefert, was bestellt und zugesichert war. Das berechtigt dich zwar n. § 437 BGB, "Lieferung einer mangelfreien Sache" zu beanspruchen, § 439 I BGB.

Allerdings: "Der Verkäufer kann die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung (...) verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist", § 439 III BGB. Nehmen wir an, der Hdl. hätte 5 Kameras Typ I in jeweils fehlerhafter Verpackungen für Typ 4 bei seinem Lieferanten für 299 EUR eingekauft, muss er dir eben keine Kamera Typ 4 für 899 EUR einkaufen und einen erheblichen Verlust tragen, sondern darf auf Rückabwicklung (Kauf- und Versandkostenerstattung bei kostenfreier Retoure der Fehllieferung) zurückgreifen.

Denn hierbei ist "die Frage zu berücksichtigen, ob auf die andere Art der Nacherfüllung ohne erhebliche Nachteile für den Käufer zurückgegriffen werden könnte."

Im Ergebnis: Du musst dich nicht schlechter stellen lassen, darfst dich aber wg. einer fehlerhaften Beschreibung auch nicht besser gestellt verlangen.

G imager761

Wenn nicht das geliefert wurde, was bestellt wurde, ist das doch kein Sachmangel. Wenn ich dir eine E-Klasse beschreibe und eine C-Klasse liefere, ist das auch keine fehlerhafte Beschreibung sondern eine Falschlieferung.

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@AalFred2

Natürlich ist eine fehlende zugesicherte Eigenschaft ein Sachmangel, § 434 I BGB.

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@imager761

Blöderweise ist aber es aber keine fehlende zugesicherte Eigenschaft, sondern eine Falschlieferung. Nach deiner Logik kann ich dir einen Porsche verkaufen und dir einen Dacia liefern, und das ist nur ein Sachmangel, weil die Eigenschaft Porsche fehlt. 

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@AalFred2

OMG. Deine Beratungsresistenz ist ennavierend. Der Hdl. hat der Fallschilderung nach offenbar gutgläubig eine Kamera Typ 1 als Typ 4 zugesichert und verkauft, wie es so auf der offenbar falschen Verpackung stand.

Nach deiner beschränkte Auffassungsgabe einen Mercedes mit Daciamotor angeboten, weil er nicht die Haube aufmachte oder sich nicht auskannte.

Das ist ein Sachmangel n. § 434 BGB, der den K insofern zu Ersatzlieferung berechtigt, wie der Hdl. dieses sachmangelhafte Produkt seinerseits vom Lieferanten umgetauscht bekäme.

Oder eben Wandlung, also Kaufpreiserstattung einschl. Hin- und Rückversandkosten zu akzeptieren hätte, wenn nicht.

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@imager761

OMG. Ich habe dir doch schon mal erläutert, dass es enervierend heisst. So viel zum Thema Lernresistenz.

Du erläuterst aber schon nochmal, wie denn so einfach ohne Wissen des Händlers die falsche Kamera in die Verpackung kam und warum er dies nicht bei seinem Lieferanten reklamiert und so die ja nach deiner Interpretation von ihm georderter korrekte Kamera bekommt und sie dann austauscht?

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Die rechtliche Grundlage ist eben dieser Kaufvertrag (433 Abs. 1 BGB). Der Verkäufer ist aus diesem Vertrag verpflichtet dir Eigentum an der im Kaufvertrag benannten Sache zu verschaffen und an keiner anderen.

Schick sie zurück und lass dir das Geld zurücküberweisen. Die passenden Zeilen kannst in der Bewertung schreiben. Oder erwartest Du Schmerzensgeld? Er kann einfach nicht liefern wenn Du vermutest, dass das immer seine Masche ist, geh zur Polizei und zeig ihn an.

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