Recht bei einer Strafanzeige

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6 Antworten

Ich habe damit nicht viel Erfahrung, aber es kommt mir ungewöhnlich vor, dass ein solche Möglichkeit direkt mit der Information über die Eröffnung des Ermittlungsverfahrens mitgeschickt wird.

Normalerweise wirst du erst informiert, dass ein Ermittlungverfahren gegen dich eingeleitet wurde, und du wirst als Beschuldigter auch dazu angehört. Erst wenn die Staatsanwaltschaft dann nach Würdigung aller vorliegenden Informationen zu dem Ergebnis kommt, dass die Beschuldigung wahrscheinlich gerechtfertigt ist, eröffnet sie vor Erhebung einer Anklage die Möglichkeit, das Verfahren gegen Auflagen nach § 153a StPO einzustellen.

Bist du wirklich zuvor nicht über das Verfahren informiert worde und wurdest du dazu nicht angehört?

dann wird die Anzeige fallen gelassen,ansonsten wir gegen mich ermittelt.

Eine Anzeige kann man nicht "fallen lassen". Das Opfer kann einen Strafantrag zurückziehen, die Staatsanwaltschaft kann das Verfahren einstellen. Was genau steht dort?

Wenn du dir wirklich sicher bist, dass die Vorwürfe nicht zutreffen, würde ich darauf nicht eingehen. Allerdings gibt es dann immer noch das Risiko, dass die Dame Zeugen gefunden hat, die falsch ausgesagt haben. Hier kann es sinnvoll sein, einen Anwalt hinzuzuziehen, der herausfinden kann, auf welcher Grundlage die Staatsanwaltschaft gehandelt hat, und ob es solche Zeugenaussagen gibt.

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Das ist wahrscheinlich das Angebot einer Einstellung nach 153 a StPO. Das lehnst du ab, indem du die Auflage einfach nicht erfüllst.

Was die weitere Vorgehensweise angeht, solltest du aber einen Anwalt nehmen. Auch von einer selbstgefertigten Stellungnahme ist dringendst abzuraten. Laien schaffen es mit traumwandlerischer Sicherheit, auch einfache Fälle zu vermurksen. Das ist nicht abwertend gemeint, aber eine Strafverteidigung sollte man auf keinen Fall selber machen.

Der Anwalt wird zunächst Akteneinsicht nehmen. Als Privatperson kann man das nicht. Dann erst weiß man, welcher konkrete Sachverhalt zum Vorwurf gemacht wird.

Gruß

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Ich bezweifle, dass die Anzeige vom Staatsanwalt kam... eher von einem normalen Anwalt oder? Deine Anzeige ist ja Aktenkundig gemacht worden. Somit hast du die schon mal in der Hand. Gab es Zeugen des Vorfalls? Ich würde es da sie schon einschlägig vorbestraft ist und sie dich mit einem Gefährlichen Werkzeug (die Scherbe) angegriffen hat, das hoffentlich ebenfalls aktenkundig gemacht und vom Arzt untersucht wurde, es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen. Wie sieht es da mit deiner Versicherung aus?

Was sie macht ist recht einfach, sie merkt schei*e der hat mich angezeigt, ich zeig den auch an! Was ist bei dir denn raus gekommen? Läuft die Anzeige noch? warst vor Gericht?

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Kommentar von muellermadl
30.06.2013, 15:21

Nein das Schreiben kam von der Staatsanwaltschaft.Ja meine Anzeige wurde Aktenkundig gemacht.Es gab zwei Zeugen bei dem Vorfall,meine Schwester und meinen Schwager die dann auch rauskamen.Es waren mehre Sankas da,meine Wunden wurden von denen gleich ambulant versorgt,meinem Schwager hat der Freund der Dame noch eine Flasche aufn Kopf gehauen,er musste im Krankenhaus genäht werden,ich hab die Anzeige hauptsächlich wegen meinem Schwager gemacht,weil der Selbstständig ist und alle Arztkosten selbst tragen muss.Meine Verletzungen waren nicht sehr schwer und will mit der Justiz normal nix zu tun haben.Ich denke schon das die Leute viel aufm Kerbholz haben,aber versteh nicht warum ich jetzt zahlen soll.Glaub es wird noch eine Gerichtsverhandlung kommen.Ja,denk die hat einfach gegen alle Gegenanzeige gemacht und irgendwas vorgelogen weil sie bestimmt denkt sie fährt da besser.Eine Frau wo die ziemlich schwer verletzt haben hat auch Anzeige gegen die Leute gemacht,die wurde schon fallen gelassen.Versteh sowas net,die machen so einen Unfug und werden noch in Schutz genommen.Was soll ich jetzt tun.

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Es gibt drei Möglichkeiten:

1.) Fristgerecht bezahlen

2.) Einspruch einlegen und davon ausgehen, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt

3.) Einen Rechtsanwalt aufsuchen und diesen mit der Wahrnehmung deiner Interessen beauftragen. Der Rechtsanwalt wird zunächst Einspruch einlegen und Akteneinsicht beantragen. Nach der Akteneinsicht kann man sich gemeinsam eine Strategie überlegen (So würde ich das machen).

PS:

hab die Anzeige hauptsächlich wegen meinem Schwager gemacht,weil der Selbstständig ist und alle Arztkosten selbst tragen muss.

Dein Schwager kann die Arztkosten, welcher er selber zahlen musste, zivilrechtlich beim Verursacher einklagen. Den Rest holt sich die Versicherung in der Regel auch beim Verursacher.

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Kommentar von jurafragen
30.06.2013, 15:52

Einspruch einlegen und davon ausgehen, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt

Wogegen denn bitte? Gegen das Angebot der Staatsanwaltschaft gibt es kein Rechtsmittel.

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Liegt eine Strafanzeige gegen dich vor wirst du von der Örtlichen Polizeidienststelle angerufen oder angeschrieben,damit du dich zu diesem Fall äußern kannst.Es wird dann ein Termin gemacht wo du dich bei der Polizeidienststelle einfinden mußt.Der Polizeibeamte fragt dich nach den Sachverhalten.Das wird dann protokolliert und zur Staatsanwaltschaft geschickt.Ohne vorherige Abklärung von Umständen und Sachverhalten bekommst du keine Aufforderung zur Zahlung.Geh mit dem Schreiben zum Anwalt.Besser ist das. Lg

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Kommentar von muellermadl
30.06.2013, 15:23

Ja,das habe ich ja alles gemacht,aber die glauben wohl dann ihr mehr wie mir,oder wie.Glaub sollte zum Anwalt gehen,ja.

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Kommentar von jurafragen
30.06.2013, 15:53

Es wird dann ein Termin gemacht wo du dich bei der Polizeidienststelle einfinden mußt

Wohl kaum. Ein Beschuldigter muss nicht bei der Polizei erscheinen und aussagen, ein Zeuge auch nicht.

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Wenn es wirklich so war, dann schreib das so an die Staatsanwaltschaft.

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