Recht auf lesen des Arztberichtes?

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12 Antworten

Am besten fragst du deinen behandelnden Arzt nach dem Bericht.

Es gibt bestimmte Arztberichte, die dem Patienten nicht ausgehändigt werden sollten oder bei denen der behandelnde Arzt entscheiden muss oder kann, ob und wieviel er von diesem Bericht weitergibt.

Ich habe ja gefragt, aber die Antwort (siehe oben) war ziemlich eindeutig.

LG pacole1

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@pacole1

Es kommt auch darauf an, wegen welcher Erkrankung du behandelt wurdest.

Wie gesagt, frag besser deinen behandelnden Arzt, wenn der bericht bei ihm angekommen ist.

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@pacole1

Falls es sich um eine psychische Erkrankung handelt, lies mal das hier: http://www.schweigepflicht-online.de/Frame_Akteneinsicht.htm

Das Auskunftsrecht leitet sich aus dem informationellen Selbstbestimmungsrecht (Grundgesetz), dem Einsichtsrecht aus dem allg. Arztrecht und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ab. Es bezieht sich auf 'objektive' Aufzeichnungen (naturwissenschaftlich konkretisierbare Befunde über Behandlungsmaßnahmen, Medikation, Operationsberichte, EKG, EEG, Röntgenaufnahmen, Laborergebnisse) nicht jedoch persönliche Eindrücke, fremdanamnestische Daten oder Verdachtsdiagnosen. Einschränkungen für das Auskunfts- bzw. Einsichtsrecht können sich insbesondere aus der Tatsache des Vorliegens einer psychisch-psychiatrischen Erkrankung und der sich aus der Einsichtnahme ergebenden gesundheitlichen Gefahren ergeben.

Ein Einsichtsrecht besteht hier nur insoweit, als weder schützenswerte Interessen der PatientInnen, der TherapeutInnen oder Dritter entgegenstehen. Dabei bleibt es letztlich der Behandlerin (hier: Arzt) überlassen, therapeutische Bedenken geltend zumachen, die auch gegenüber dem Gericht nicht im Einzelnen zu begründen sind – ein pauschaler Hinweis auf therapeutische Bedenken reicht umgekehrt jedoch ebenfalls nicht aus.

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@Lissa

Es geht bei mir nicht um einen psychiatrischen Fall und somit müßte doch eigentlich Einsicht gewährt werden.

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Und hier ein paar Links zum Thema: http://www.medinfo.de/index-r-1113-thema-Einsichtsrecht.htm

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@Lissa

Danke, der Link hat mir sehr geholfen.

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Hi wenn Du willst kannst Du Dir Deine Krankenakte fein säuberlich nachgeschrieben vorlegen lassen. Natürlich darfst Du das ganze Zeug lesen. Gabs ne Verhandlung weil ein Patient nicht lesen konnte was sein Arzt geschrieben hat und der musste ddann vom Gericht aus alles nachschreiben.

Das ist juristisch und medizinisch ein "ganz heißes Eisen". In der Vergangenheit gab es die Unterscheidung zwischen objektiven und subjektiven Aufzeichnungen in der Patientenakte und in Arztbriefen. Dem Patienten mussten nur die objektiven Aufzeichnungen überlassen oder eröffnet werden. Seit kurzem haben die Gerichte schon mehrfach geurteilt, dass auch subjektive Aufzeichnugen an Patienten ausgehändigt werden müssen. Meines Wissens gibt es diesbezüglich aber noch kein Grundsatzurteil.

Es liegt aber gerade bei psychiatrischen Erkrankungen oft im Interesse des Patienten, wenn er bestimmte Befunde nicht erfährt.

''Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen grundsätzlich in die sie betreffenden Krankenunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen der Ärztin oder des Arztes enthalten. Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.''

Auszug aus der [Muster-]Berufsordnung für Ärzte, die zwar in den einzelnen Bundesländern jeweils nochmal einzeln gibt, aber dei weichen nicht groß von der Muster-Berufsordnung ab.

http://kuerzer.de/5ztnjvn9Q

Du hast jederzeit das Recht deinen eigenen Arztbericht einzusehen,sollte eine Info von Arzt zu Arzt stattfinden,wird dies anders geregelt,ohne dein Wissen!

Ich werde immer gefragt, an wen Arztberichte gehen sollen. Ich lass das einmal an den Arzt schicken, von dem ich glaube, dass er das in seinen Unterlagen über mich braucht und einmal direkt an mich

Auskennen nicht, aber ich würde sagen das es dein Recht ist. Es geht doch um dich und nicht um eine andere Person. Dann käme hier die ärztliche Schweigepflicht ins Spiel..

$203 StGB

Nur mit Einverständnis beider Briefpartner darf der Patient diesen Brief lesen. Der Patient hingegen hat ein Recht zur Einsichtnahme (bzw. ...

http://www.juraforum.de/forum/archive/t-196768/$203-stgb

Ein Arztbericht ist eine vertrauliche Information über einen Patienten. Diese ist weder Eigentum des Patienten, noch hat er ein Anrecht auf Einsichtnahme. Diese Vertraulichkeit garantiert dem Arzt die Möglichkeit einer schriftlichen Kommunikation mit einem Kollegen über einen Patienten.

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@hapebue

Bedeutet das dann tatsächlich, das ich nur das zu hören bekomme, was der Arzt für richtig hält???Das fände ich ungeheuerlich!!!

LG pacole1

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@hapebue

''Ein Arztbericht ist eine vertrauliche Information über einen Patienten.''

Der Abschlussbericht eines Krankenhauses ist in der Regel keine vertrauliche, sondern eine rein fachlich medizinische Information an den Hausarzt.

Der muss nämlich wissen, was bei der OP (oder aus welchem Grund auch immer er seinen Patienten ins KH eingewiesen hat) rausgekommen ist und wie er ihn gegebenenfalls weiterbehandeln sollte. Da stehen die - meist für den Patienten unverständlichen - med. Fachausdrücke drin und z.B. die Krankenhausmedikamentierung. Einen Zusammenhang zu § 203 StGB seh ich in dem Fall auch als ziemlich weit hergeholt an. Siehe auch Antwort von bitmap am 16. Oktober 2008 01:57.

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Aber Dein Link gefällt mir.

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@Nachtflug

Den Link finde ich auch gut, aber auch da gibt es wohl unterschiedliche Meinungen.

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Der Link ist eine Forumsdiskusion und beinhaltet die Meinungen der Forenmitglieder.

Der § 203 befasst sich mit der Verletzung von Privatgeheimnissen m. e. ist dies hier nicht gegeben.

siehe: http://dejure.org/gesetze/StGB/203.html

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Du hast ein Recht darauf! Und den Abschlußbericht darfst Du natürlich lesen und Du darfst auch eine Kopie für Deine Unterlagen verlangen.

Bist Du Dir sicher? Wenn ja, gehe ich gleich Morgen noch mal hin und verlange Einsicht.

LG pacole1

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@pacole1

Ja, mach das unbedingt. Und wenn Dir das verweigert wird, bestehe darauf. Das Arztgeheimnis gilt nicht für Dich als Betroffene.

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Soweit ich weiß kannst du darauf bestehen. Es geht ja schließlich um dich.

Menschlich verständlich, juristisch aber falsch.

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Steht Dir nicht zu. Ist nur eine Info von Arzt zu Arzt.

vertraust du diesem Arzt?

das ist wohl die Kernfrage

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