Recht auf Leben und auf den Tod?

3 Antworten

Wieso ist es verboten in Deutschland sich das Leben zu nehmen?

Ist es nicht. Du selbst darfst das jederzeit tun. Dir darf nur niemand dabei helfen. Und falls du überlebst, musst du - zu deinem und zum Schutz von Anderen - mit einer Zwangseinweisung rechnen.

Wenn zb. einer durch ein Unfall so schwer verletzt wird, dass er nach einer Not OP komplett gelähmt ist, Schmerzen ertragen muss und durch Maschinen im Krankenhaus am Leben gehalten wird.

Dass man nur von Maschinen an Leben gehalten wird, passiert nur bei Komapatienten. Inwieweit die irgendwas mitkriegen oder gar Schmerzen spüren, ist fraglich und zudem von der Art des Komas abhängig.

Wieso wäre es den Bekannten nicht erlaubt, darüber zu urteilen, ob er weiterhin am Leben gehalten wird oder nicht?

Würdest du wollen, dass jemand, den du nur flüchtig kennst, über dein Leben entscheidet? Wenn es nach einer gewissen Zeit immer noch keine Anzeichen gibt, dass der Patient wieder aufwacht, werden aber, soweit ich weiß, die Angehörigen gefragt, ob die Maschinen abgeschaltet werden sollen. Erst der Ehepartner oder - falls sie volljährig sind - die Kinder, und falls die beiden nicht existieren bzw. nicht mehr leben, dann die Eltern oder Geschwister.

Damit würde sich ja eigentlich Deutschland mit strafbar machen, weil es quälen von Menschen ist bis sie dann irgendwann an ihren Verletzungen sterben.

Aus einem ähnlichen Grund wird bereits seit Jahren über aktive Sterbehilfe diskutiert. Allerdings würde selbst die in deinem Beispiel nicht greifen, weil der Patient sein Einverständnis nicht mehr geben könnte.

Und das sogar über den Tod hinaus, durch Wiederbelebungen des Menschens

Ein Toter kann nicht wiederbelebt werden.

Alleine mit nen Defibrillator greift man mit den menschlichen Körper an

Das Ding ist mittlerweile aber „intelligent“ genug, um selbst zu „entscheiden“, ob ein Impuls sinnvoll ist. Außerdem macht das auch nur Sinn, wenn er innerhalb von maximal ein paar Minuten eingesetzt wird.

Wobei da noch Medikamentenverabreichung gegen des Willen des Menschens dazu kommt

Worauf beziehst du dich jetzt? Beim Defibrillieren werden keine Medikamente gegeben.

Fazit: Du vermischst hier sehr viele Szenarien.

Wieso wäre es den Bekannten nicht erlaubt, darüber zu urteilen…

Weil es nicht sein kann das jemand über das Leben oder den Tod von anderen Personen entscheiden kann.

Damit würde sich ja eigentlich Deutschland mit strafbar machen, weil es quälen von Menschen ist bis sie dann irgendwann an ihren Verletzungen sterben.

Falsch, es wären Qualen wenn man eine verletzte Person einfach so liegen lassen würde bis sie sterben. Es ist nicht Ziel des Rettungswesen Personen leiden zu lassen, sonder es ist das Ziel Personen zu helfen und denen ggf das Leben zu retten.

Und das sogar über den Tod hinaus, durch Wiederbelebungen des Menschens

Das ist ebenfalls Mist was du schreibst. So etwas gibt es vielleicht in einigen Sciencefictionfilmen wo Tote zum Leben erweckt werden können.

Wenn jemand Tod ist, ist er tot! Dann werden keine Wiederbelebungsversuche unternommen.

Wobei da noch Medikamentenverabreichung gegen des Willen des Menschens dazu kommt

Aus das ist wieder absolut falsch! Jeder Mensch kann ich Deutschland bestimmte Behandlungen von vornherein ausschließen. Dazu muss er das nur den behandelnden Ärzten sagen, oder eben vorher eine Patientenverfügung aufsetzen.

Deinem Schreiben nach dürfte ja niemand eine hilflosen Person helfen weil die Person das nicht aktiv erlauben kann.

Also was die Medikamente da angeht: "Hab in meiner Umgebung gehört, in einem psychiatrischen Klinikum, werden Leute, die verweigern Medikamente zu nehmen, "fixiert" also bzw. "angekettet" und die Medikamente werden gegen ihren Willen verabreicht"

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@MissyCooper

Wie gesagt, wenn eine entsprechende und gültige Patientenverfügung vorliegt dürfte das nicht sein.

Es sei denn es besteht eine Gefahr für Dritte.

Das sind aber sehr spezielle Fälle. Das ist keinesfalls die Regel.

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@JollySwgm

Und was wäre, wenn dass Leben der Person von diesen einem "bestimmten" Medikament von ihn abhängt? Also wenn ers nicht mehr nehmen würde, würde er sterben. Hätte er trotzdem noch das Recht dazu, es zu verweigern?

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@MissyCooper

Ja!

Jede Person kann jede Behandlung ablehnen. Wichtig ist nur dass die Person geistig in der Lage ist die Situation korrekt einzuschätzen.

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@JollySwgm

Wenn sie es geistig nicht könnten? Laut GSB zählt alleine der Stich der Spritze als Körperverletzung bevor das ganze ausläuft aufs Medikament selbst das verabreicht wird

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@MissyCooper

Wenn jemand geistig nicht in der Lage ist die Situation zu verstehen muss eben jemand benannt werden der die Entscheidung trifft. Das sind aber Ausnahmesituationen!

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@JollySwgm

Betrifft das nur geistige Krankheiten? Oder fällt das auch bei Schizophrenie, Borderline oder ähnliches vor?

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@MissyCooper

Das sind auch geistige Krankheiten.

Das dürfte aber für alle Krankheiten zutreffen aufgrund deren mal nicht mehr geistig in der Lage ist die Situation voll zu verstehen.

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@MissyCooper

Und schon wieder ein neues Szenario. Das Leben eines Menschen hängt nicht von einem Psychopharmakon ab. Kann es gar nicht, weil ein Psychopharmakon nicht über das Gehirn hinaus wirkt.

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Immer wieder diese Zitat-Junkies.

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Es ist nicht verboten, sich das Leben zu nehmen. Zu Behandlungen, die man ablehnt, kann man vorher eine Patientenverfügung aufsetzen.

Durch Gerichtsbeschluss kann man partiell einen Vormund bestellen, der bestimmte Angelegenheiten regelt, wenn die betreffende Person es nicht kann. So können z. B. Angehörige ermächtigt werden, finanzielle Angelegenheiten zu regeln, wenn ein Patient schwer dement ist.

Einfach irgendwelchen Bekannten eine Entscheidung über Leben und Tod zuzugestehen ist zu Recht nicht gewollt.

Aber es ist nicht möglich durch nen Gerichtsbeschluss oder ähnliches, egal ob die Person geistig krank ist oder nicht, zu zwingen Medikamente zu nehmen oder gar zu verabreichen, oder?

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@MissyCooper

Kommt auf die Verfassung des Betreffenden an und ob er in der Lage ist, solche Entscheidungen selbst zu treffen. Das sind immer Einzelfälle, die man individuell betrachten muss.

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