Recht - Werkstatt-Abzocke?

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12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Man kann über ALLES reden ------> echt über alles.. der Ton macht die Musik!

189 Euro für Pollenfilter & vier Zündkerzen sind bei einem halbwegs modernen Auto übrigens normal.. mein Onkel zahlte das bei seinem 2007er Ford-Mondeo vor einiger Zeit auch. Ist ärgerlich, aber leider "Standart".

Sofern ihr diese Aufgaben allerdings nicht in Auftrag gegeben habt, müsst ihr sie nicht zahlen. 

Es sei denn dass lediglich der Check kostenlos war, aber ggf. extern benötigte Materialien extra in Rechnung gestellt werden. Evtl. waren Zündkerzen & Pollenfilter ja fällig. Steht im Serviceheft -------> schaut mal nach, wenn ihr das Heft habt! 

Wenn das so wäre - was ich fast vermute, da ein Check/eine Inspektion bei VW in der Regel weitaus mehr als 189 Euronen kostet - dann müsst ihr die Rechnung bezahlen! Ggf. könnt ihr ja mit dem Autohaus einen Vergleich erzielen, dass es auf Kulanzbasis geregelt wird. Schaut mal, was diesbezüglich machbar ist :)

Und bleibt freundlich.. auf dem netten, ehrlichen und freudnlichen Wege kann man immer viel mehr erreichen als wenn einem gleich die Hutschnur reißt. Nur ein Tipp so am Rande :)

Ich stimme dir im allgemeinen zu.

Was jedoch bisher keiner beachtet hat bei seiner Antwort (zumindest soweit ich gesehen habe) ist, dass die Werkstatt diesen Check als Entschädigung angeboten hat für einen Fehler den das angeschlossene Autohaus vorher gemacht hat.

Es ist also von uns kein Check im üblichen Sinne in Auftrag gegeben worden, sondern wir haben das Auto zu einem kostenlosen (da Entschädigung) Check in die Werkstatt gegeben.

Davon das Kosten anfallen war vorher keine Rede, auch da neben diesem Check die Entschädigung auch noch andere Reparaturen im Umfang von über 800€ erhielt.

Wären wir davon ausgegangen dass Kosten entstehen bei diesem kostenlosen Check hätten wir es vorher geklärt, da die finanzielle Lage es aktuell bei uns nicht zulässt.

Und bei diesem kostenlosen Check als Entschädigung kann man auch davon ausgehen dass erstmal keine Kosten entstehen, und falls doch, diese vorher mit dem Auftraggeber (bzw. der Person die damit entschädigt wird) abklärt.

Auch wenn etwas am Auto hätte gemacht werden müssen, hätten wir dies sicherlich nicht in dieser Werkstatt machen lassen, da wir dort schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wir wären sobald es die finanzielle Lage zugelassen hätte zu einer  freien Werkstatt gefahren und hätten die notwendigen Reparaturen machen lassen.

Probleme zusammen gefasst:

Kostenloser Check als Entschädigung->Es sind Kosten entstanden ohne vorherige Absprache

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Zur Sache mit dem Unfallschaden: Hier steht offensichtlich Aussage gegen Aussage. Die eine Werkstatt sagt, das Auto habe einen Unfall gehabt, dein Händler sagt, er hatte keinen. Ich würde also noch eine andere Stelle, am besten eine unabhängige Organisation wie TÜV oder DEKRA, prüfen lassen. Es ist nämlich leider nicht selten, dass Werkstätten und Händler sich gegenseitig schlecht reden. Da wird dann schnell mal aus einem ausgebesserten Lackschaden ein verschwiegener Unfallschaden. Nach dieser dritten Einschätzung würde ich erst über das weitere Vorgehen nachdenken.

Zur Sache mit dem kostenlosen Check: Ich halte das für ein Missverständnis. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Werkstätten als Entschädigung für unzufriedene Kunden eine kostenlose Inspektion anbieten. Damit ist dann aber auch nur die reine Durchsicht gemeint, nicht jedoch die verwendeten Teile. Hier kommt es also darauf an, was in Auftrag gegeben wurde (der eine nennt die Inspektion Service, der andere Check, wieder andere Durchsicht). Klarheit kann hier ein evtl. vorhandener schriftlicher Auftrag geben.

189 Euro halte ich für neue Zündkerzen und Pollenfilter zwar auch nicht für günstig, aber auch nicht für überteuert. Denn auch wenn der "Check" an sich kostenlos war, auch der Wechsel der Teile kostet Zeit und somit Geld. Original Zündkerzen von VW (oder auch gleichwertige von Bosch etc.) kosten ganz schnell mal 80 Euro oder mehr, ein Pollenfilter um die 20 Euro.

Ich würde jetzt das Gespräch mit der Werkstatt suchen und zwar mit dem, der den kostenlosen Check versprochen hat. Klärt mit ihm sachlich, dass ihr es so verstanden habt, dass das Auto nur durchgesehen wird und auch bei nötigen Zusatzarbeiten nichts gemacht wird und keinerlei Kosten auf euch zukommen. Denn auch dabei könnte es sich um ein Missverständnis handeln und diese Information nicht bei der Person angekommen ist, die die Rechnung geschrieben hat und es versehentlich berechnet wurde.

Und ein kleiner Zusatzhinweis: Mit Anschuldigungen durch Worte wie "Abzocke" wäre ich immer sehr vorsichtig. Du bist zwar zu Recht enttäuscht von der Werkstatt und deren Leistung, aber jeder macht mal Fehler und es wurde bestimmt nicht absichtlich ein kostenloser Check versprochen, um euch dann etwas einbauen und berechnen zu können.

Ich stimme dir im allgemeinen zu. Wir bleiben auch alle sachlich.

Wir haben inzwischen einen Anwalt zur zur Seite genommen, der alles schriftliche nochmal durchgeht. Danke schonmal.

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Ich würde Folgendes vorschlagen:

In jedem Fall haben Sie zunächst das Recht von der Werkstatt zu
verlangen, dass diese das Fahrzeug wieder in den Original-Zustand vor
der Reparatur versetzen.

Wenn dies allerdings technisch nicht möglich sein sollte (zum
Beispiel Altteile sind nicht mehr vorhanden ), haben Sie nur die Reparaturen zu erstatten, die Sie sonst auch auf jeden Fall durchgeführt hätten, allerdings nur zum tatsächlichen Bereicherungswert, also den reinen Materialkosten.

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