RECHT - Gibt es in Deutschland ein Gesetz (BGB, SGB, etc. o.ä.), dass festlegt, dass jeder Mensch sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit zu kümmern hat?

8 Antworten

Nein, das gibt es nicht. Jeder darf sich maximal möglich zu Grunde richten und wenn nötig, bekommt dieser Jemand auch mehrfach jährlich im Krankenhaus eine Entzugstherapie. Auch wenn die Haltbarkeit gegen Wochen tendiert.

Weiterhin ist die Persönlichkeit so stark geschützt, daß auch eine Zwangsbehandlung, oder Zwangseinweisung nur sehr schwer möglich ist.

Gegen unterlassene Hilfeleistung zu klagen ist daher nur unter ganz bestimmten Umständen möglich.

Worum geht es dir denn genau? Kannst du bitte mal etwas detaillierter erläutern, was du im Kopf hast?


Ein Mensch ist in Deutschland nicht dazu verpflichtet sich um seine Gesundheit kümmern muss. Ein Arbeitnehmer muss sich zwar um seine schnellstmögliche Genesung kümmern, wenn er krank geschrieben ist, aber einen allgemeine Verpflichtung zu einer gesunden Lebensweise gibt es nicht.

Es ist auch in Deutschland (fast) niemand dazu verpflichtet, sich ärztlich helfen zu lassen, auch wenn er ohne ärztliche Behandlung sterben kann. Mit fast niemanden mein ich alle, die zum Zeitpunkt voll zurechnungsfähig sind, was z.B. auf geistig Behinderte, Kinder, Besoffene meist nicht zutrifft.

Was meinst du mit auf unterlassene Hilfeleistung verklagen? Was kannst du dafür, wenn jemand einen Herzinfarkt bekommt, weil er sich nur von Fast-Food ernährt, Alkoholiker ist und jeden Tag eine Packung Zigaretten raucht?

Wenn dieser jemand jedoch den Herzinfarkt mitten in der Fußgängerzone bekommt und du direkt daneben bist, musst du trotzdem nach deinem besten Wissen und Gewissen dem Betroffenen helfen. Auch wenn er wegen seiner Lebensweise selber dafür verantwortlich ist.
Das gleiche gilt für den Heroin-Junkie, der mit ner Überdosis im Türstock liegt oder den Besoffenen, der im Bach liegt. Die 112 anrufen kann jeder.

Ja. Es nennt sich Grundgesetz und ist im Artikel 2  GG festgelegt:

"Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit"

Wenn ich mich nicht um meine eigene Gesundheit kümmern will, ist das meine Ausprägung der freien Entfaltung. Gäbe es eine Verpflichtung zur persönlichen Gesundheitsfürsorge, so widerspräche sie dem GG bzw. wäre nur unter dem Aspekt des Art. 2 Abs. 1, 2. Halbsatz GG zulässig. 

Suizidankündigung? Rechtliche Lage?

Hallo!

Wenn jemand Suzid ankündigt, ist man dann per Gesetz verpflichtet die Polizei anzurufen? Und, wenn man es nicht tut, ist das dann Unterlassene Hilfeleistung?

Dankeschön!

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§ 323 Unterlassene Hilfeleistung - Andere Länder

Hallo,

in Deutschland gibt es eine sog. Hilfeleistungspflicht. Unterlässt man dies, ist es nach Paragraph 323 Unterlassene Hilfeleistung.

Ich gucke gerade Gallileo. In der Sendung geht es um südafrikanische Abschleppdienste. Dort wurde gesagt, dass dort keine Erste Hilfe Leistung geleistet werden darf. Das verstößt gegen das Gesetz.

Warum?

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Notfallmedizin - Ethische Frage bezüglich eines Tattoos - gleich Patientenverfügung? (ethik)

Guten Abend,

Guten Abend,

ein 75 Jähriger Mann ohne Puls und es sind auch keine Atemgeräusche hörbar. Der Notarzt wird alarmiert und trifft ein, dieser möchte reanimieren, doch auf dem Bauch steht ein Tattoo "no resuscitation". Das Tattoo ist groß genug um es zu sehen und extra fett u. schwarz geschrieben. Es heißt doch, es geht um den letzten Willen des Patienten und letzendlich auch um dessen Autonomie und Selbstbestimmung (Tattoo). Möchte man nicht dessen Würde vor einen qualvollen Krankenhaustod bewahren, denn das vorhandene Equipment sollte ja nicht zum Selbstzweck werden, nur weil es sie gibt. Laut dem Deutschen Gesetz, gegen die Autonomie des Patienten und den ethischen Prinzipien, darf niemand behandelt werden - gilt ebenso für die NOtfallsituation und präfinal Patienten. Jedoch riskiert der NA eine Anzeige wegen "unterlassene Hilfeleistung"... Aber denkt man wieder an die Phrase "Salus aegroti suprema lex" , müsste man doch, egal ob Tattoo oder nicht Tattoo unverzüglich mit der CPR starten, aber bezieht man sich wieder auf den Eid: Ich werde meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.

Denn eines schrieb Hippokrates von Kos: > "Der rechte Augenblick ist flüchtig, der Versuch ist trügerisch, die Entscheidung ist schwierig."

So' - reanimation o. lieber den Wunsch des Patienten respektieren?

Mit freundlichen Grüßen,

rechtswissen

Mit freundlichen Grüßen,

rechtswissen

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Ist das auch unterlassene Hilfeleistung?

An einem verschneiten Tag fährt das rote Auto ohne Schneeketten einen Berg hinauf. Aufgrund geringen Grips rutscht das Auto den Berg wieder hinab. Die blauen Autos, die allesamt Schneeketten haben, weichen dem roten Fahrzeug aus, damit dieser nicht ihr Fahrzeug beschädigt. Nun kommt es unten zu einem heftigen Unfall. Kann man hier von unterlassener Hilfeleistung sprechen der blauen Fahrzeuge?

Wie würdet ihr diesen Fall bewerten? Und vor allem, was sagt das Gesetz?

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Schlaganfall,- erkennt ein Patient seine Defizite nach einem Schlaganfall, oder glaubt er für immer , das er alles noch kann?

Ein Freund von mir hatte Anfang Januar einen Schlaganfall, - er kann ganz schlecht sehen,- er kann nicht alleine laufen ,er kann sich an die letzten 20 Jahre nicht erinnern,

er kann sehr gut sprechen und reden, er kann sich an die Zeit vor der Wende sehr gut erinnern, er kann sehr gute Unterhaltungen führen, er ist nicht inkontinent und muß trotzdem ein machen, weil er den Drücker nicht findet,

er glaubt, er müßte nur aufstehehen und laufen,er glaubt er könnte sehen ,aber nur Umrisse er glaubt, er wäre überall, wo er sein möchte

Was soll ich da machen, ich möchte ihm ja helfen, er ist nicht mal gelähmt, wird aber nicht therapiert, wenn er doch nur zur Toilette alleine könnte.

Er ist im Altenheim untergebracht, als austherapiert mit schnell forschreitendder Demenz. Aus Personalmangel kann man sich nicht extra mit ihm beschäftigen, er fühlt sich unterfordert. Die anderen Betreuten können sich nicht mehr unterhalten und er möchte doch so gerne mit anderen Menschen reden, er muß sich doch eine neue Jetzt-Zeit aufbauen. Ich bin aus der alten Zeit und er erkennt mich schon an der Stimme und ich soll ihn da raus holen, er hat erkannt, alleine schafft er das nicht. Er hat eine Berufsbetreuerin, die verwaltet nur seine Finanzen, die Gesundheit kümmert diese Frau nicht, er ist austherapiert. Er hat noch alle Zähne und er kommt nicht einmal zum Zahnarzt, oder bekommt irgendwelche Therapien, einfach nichts, darf denn ein Mensch einfach so abgeschrieben werden, ohne alles versucht zu haben? Es gibt ein 2. Gutachten von einem Physiater, darin steht, das er voll therapiebar wäre, wird nicht akzeptiert. Wenn ich jetzt aufgebe, dann sehe ich das als unterlassene Hilfeleistung, ich kann nicht einfach weg schauen.

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Zeugen Jehovas ( Ablehnen von Blutttransfusion )

Da wir hier vorhin eine Frage um die Zeugen Jehovas hatten macht mich eine Sache sehr nachdenklich. Diese Menschen lehnen ja jede Art von Bluttransfusion ab. Kann man auch bei Wikipedia nachlesen. Aber wie verhält sich das ganze im absoluten Notfall zwischen Leben und Tod im Krankenhaus? Der Arzt hat ja seinen Eid darauf abgelegt alles menschenwürdige zu unternehmen um das Leben eines Menschen zu retten. Tut er das nicht ist das unterlassene Hilfeleistung. Aber wie muss er sich verhalten, wenn ein Mensch, der den Glauben von Zeuge Jehovas angehört in Bezug auf eine Bluttransfusion, wenn nur durch diese das Leben erhalten werden kann? Muss der Arzt nach dem Glauben handeln oder nach seinem Eid menschenleben zu retten?

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