Rechnungswesen, Frage zu Rückstellungen

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4 Antworten

Stellt sich noch die Frage, wann die Bilanz erstellt wird. Bei Erstellung nach dem 24. April weiß man um die konkrete Höhe der Verbindlichkeit und bucht zum Bilanzstichtag: Rechtskosten an sonstige Verbindlichkeiten 10.000 €.

Bei Erstellung vor dem 24. April ist die Verbindlichkeit ihrer Höhe nach noch ungewiss, 12.000 € werden vermutet. Man bildet zum Bilanzstichtag eine Rückstellung und bucht: Rechtskosten an sonstige Rückstellungen. Bei Vorlage des Gebührenbescheides erfolgt dann die Auflösung der Rückstellung, da dann eine konkrete Verbindlichkeit besteht.

Entweder der BGH oder der BFH hat aber angefangen seine Rechtssprechung in die Richtung zu ändern. Bei der Bewertung von Wertpapieren hat er entschieden, dass der Kurswert zum Bilanzstichtag anzusetzen ist, auch wenn sich die Wertpapiere vor Bilanzstichtag wieder erholt haben. Wenn die Rechtssprechung fortgesetzt wird, dann wäre es wurst, ob die tatsächlichen Kosten vor Bilanzerstellung bekannt werden.

Aber bis es soweit ist, hast Du natürlich Recht.

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Das ist eine Frage der sog Rechnungsabgrenzungsposten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten, wenn Kosten erst im folgenden Geschäftsjahr bezahlt werden, wenn das also "periodenfremd" in andere Jahre hineinfällt

31.12. Rechtskosten an Rückstellungen 12000,00// Jahresanfang: EBK an Rückstellungen 12 000/// 24,04. Rückstellungen 12000 an Bank 10 000 und an Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

Buchungen dann wie folgt. Gerichtskosten an sonstige Verbindlichkeiten im alten Jahr

G&V Konto an Gerichtskosten sonst. Verbindlichkeiten an Schlußbilanz

Im neuen Jahr

sonst. Verbindlichkeiten an Bank

Ähnliches dann mit sog. "aktiver Rechnungsabgrenzung ARAP. Das ist dann der Fall, wenn Aufwendungen bereits verbucht werden oder im voraus bezahlt werden, dem neuen Jahr aber zuzurechnen sind

Das geht aus der Fragestellung aber nicht eindeutig hervor

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