Rechnungswesen: Frage zu dem angehängten Kontenplan.

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2 Antworten

Bezieht deine Frage sich auf die Zuordnung der Konten? 

Bestandskonten sind diese welche in der Bilanz dargestellt werden. Anlagevermögen (wozu auch GWG's zählen) und Umlaufvermögen (wie Bank, Vorräte etc) - sind Aktivkonten und werden auch so gebucht. Die andere Seite (Passiva) umfasst Eigenkapital (wozu auch das Unterkonto Privat gehört) und das Fremdkapital (Verbindlichkeiten) - diese werden als Passivkonten gebucht. 

Erfolgskonten sind diese welche über die GuV abgeschlossen werden. Im Soll stehen die Aufwendungen (Gehälter, Grundstücksaufwendungen etc.) und im Haben die Erträge (Umsatzerlöse, Provisionserträge etc). Die GuV wird über das Eigenkapital abgeschlossen (Gewinn/Verlust je nachdem welche Seite überwiegt). 

Beantwortet das deine Frage? 

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Kommentar von emmerist
13.12.2015, 16:09

Ja das hilft mir weiter. Mir geht's hauptsächlich drum auf welcher Seite die jeweiligen Konten zunehmen bzw abnehmen. Vielen Dank :)

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Weder Aufwandskonten noch Ertragskonten werden wie Aktiv oder Passiv bebucht.

Aktive Bestandskonten mehren sich im Soll. Das sieht man auch bei der Eröffnung des Kontos. Der Anfangsbestand aus der Bilanz - Aktivseite links - wird im Soll vorgetragen. Soll-Seite ebenfalls links im T-Konto.

Passive Bestandskonten mehren sich im Haben. Der Anfangsbestand der Passivseite wird im Haben vorgetragen.

Die Aktivseite zeigt, wie Geld verwendet wurde. Beispiel: Ein Haus wurde gekauft.

Die Kostenkonten geben auch Auskunft über die Mittelverwendung und werden ebenfalls im Soll gebucht. Das führt aber nicht dazu, dass die den Charakter eines aktiven Bestandskontos bekommen.

Die Ertragskonten mehren sich im Haben. Kunde bezahlt seinen Wareneinkauf an der Kasse bar. Kasse an Erlöse und USt.

Wir haben in der Kasse jetzt ein höheren Bestand, die Aktivseite ist gestiegen. Warum? Weil wir einen Ertrag haben und eine Verbindlichkeit.

Bleiben wir bei dem letzten Geschäftsvorfall und behaupten es sei der einzige im Wirtschaftsjahr gewesen.

Schließen wir nun das Ertragskonto ab. Buchen also U'Erlöse an GuV.

Mit der Habenbuchung steht fest, dass unser GuV-Konto im Soll abgeschlossen werden muss.

Exkurs: Viele können sich anfangs nicht merken, wo der Gewinn oder Verlust steht im GuV-Konto. Das ist aber ganz einfach, das Wort Gewinn würde bei zentrierter Schreibweise über der Soll-Seite stehen. Verlust steht über der Haben-Seite. Damit ist klar - Schlussbestand im Soll - Gewinn.

GuV ist ein Unterkonto zum Eigenkapital. Soll der Gewinn nicht in der Bilanz stehen, dann wird dieses wie ein Privatkonto über Eigenkapital abgeschlossen. Aber damit hat das GuV-Konto keinen passiven Charakter. Sondern es sammelt Kosten und Erträge. Es gibt Auskunft über den Wirtschaftszeitraum, über den der Abschluss gemacht wurde.

Zur Auffrischung kann ich Dir mein Tutorial empfehlen. Da wird innerhalb von 100 Minuten erklärt, wie das mit Soll und Haben funktioniert. Der Link lautet:


Viel Erfolg.

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