Rechnungsbetrag61,00EUR wie Hoch dürfen vorgerichtliche Mahnkosten sein

2 Antworten

Das war nun schon mehrfach vor dem BGH. Im von hauseltr verlinkten Beitrag wird leider auch einiger Unfug verbreitet.

Grundsätzlich dürfen bei Mahnungen ausschließlich die direkt entstandenen kosten gefordert werden (Briefporto, Briefpapier...). Es darf keine Strafgebühren geben, es dürfen keine Personalkosten hinzugerechnet werden. Eine klare Zahl gibt es nicht, jedoch streichen Gerichte das auf 1,50€ bis allerhöchstens 2,50€ zusammen und das ist schon großzügig. Wahnwitzige 15€ Mahnkosten je Brief sind absurd.

Die Zinsen sind ebenfalls zu hoch. Sie dürften bestenfalls ab Verzug, also ab Mahnung vom 19.2.2014 berechnet werden. Dann 5% über Basiszins. Das kannst beispielsweise unter www.basiszins.de/zinsrechner nachrechnen.

So die Hauptforderung berechtigt ist würde ich aufgerundet etwa 68€ an den Gläubiger überweisen. Zweckgebunden "Hauptforderung + %5 über Basiszins + Briefporto".

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