rechnungen wie aufbewahren selbstsändigkeit?

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7 Antworten

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber du solltest dir wirklich professionelle Hilfe von einem Steuerberater holen. Der kostet zwar Geld, aber es kostet viel mehr Geld, wenn man wirklich keinen Plan von betriebswirtschaftlichen/ steuerrechtlichen Dingen hat und somit z.B. wichtige Abgabetermine verpasst. Gerade in der Gründungsphase ist der Mehrwert eines Steuerberaters enorm.

Kurzum noch ein paar kleine Anmerkungen zu deinen Fragen:

- Die 17.500 beziehen sich auf den Umsatz (= alles was du von deinen Kunden an Geld einnimmst). Wenn diese Grenze nicht überschritten wird (bei Geschäftsaufnahme während des Jahres zeitanteilige Kürzung) kann die Kleinunternehmerregelung angewandt werden. Diese besagt, dass man bis zu einem Umsatz von 17.500 im  Kalenderjahr in seinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und abführen muss. Davon völlig unabhängig ist die ertragsteuerrechtliche Seite.
Hierbei muss seinen Gewinn ermitteln (vereinfacht Einnahmen - Ausgaben) und eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dazu kommt bei einem Gewinn über 24.500 die Gewerbesteuer.

- Rechnungen und alle sonstigen Belege musst du als Unternehmer 10 Jahre lang aufbewahren.

An das Finanzamt zahlst du
- jährlich: Einkommensteuer (basierend auf dem Gewinn aus gewerblicher Tätigkeit)
            Gewerbesteuer (wenn Gewerbeertrag > 24.500 als Einzelunternehmer)
- ggf. vierteljährlich: Einkommensteuer-Vorauszahlungen
- Umsatzsteuer bei Nichtanwenden der Kleinunternehmerregelung :
Vorauszahlungen monatlich oder Vierteljahr + Jahreserklärung
- wenn du Mitarbeiter einstellst: Lohnsteuer

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Du solltest ganz dringend einen Existenzgründer-Kurs (und am Besten auch einen Deutschkurs) besuchen, sonst gehst Du ganz schnell baden. Das sind Basics, die man wissen muss.

was heißt umsatz?

Umsatz bedeutet Einnahmen, ohne Abzug der Ausgaben

was passoiert dann damit?

Du bewahrst sie auf für den Fall einer Steuerprüfung. Nach Abblauf der Frist kannst Du die Unterlagen vernichten (das solltest Du über ein zertifiziertes Aktenvernichtungsunternehmen tun)

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Medinmeti 16.11.2016, 09:55

was sind einnahmen was ist abzug? ich bin deutscher:)

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stefan1531 16.11.2016, 10:18
@Medinmeti

dann solltest Du ja wissen, was die Worte "Einnahmen" und "Ausgaben" bedeuten.

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Ohne dich jetzt persönlich treffen zu wollen, das was du schriebst bedeutet schon deine Pleite und schreit zum Himmel.

Du brauchst dringend professionelle Hilfe von einem Steuerberater und du solltest schleunigst einen Kurs für Existenzgründer besuchen. Alles andere bedeutet deine Pleite.

Denn dort im Existenzgründerkurs erfährst du die grundlegenden Begriffe wie BWL, Buchführung, Steuerwesen, Abgabenreglungen, Gesetze, Auflagen, Bwetriebsform und Marketing und so weiter.

Das sind Dinge die ein selbstständiger wissen sollte. Zumindest im Ansatz.

Ich habe erst gar nicht weiter gelesen, da die Antworten die du bräuchtest den Rahmen von GF absolut sprengen würde.

Und wieso darfst du 17.500€ Umsatz im Jahr nicht überschreiten?

Die Reglung nach § 19 UstG besagt nur, dass du bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€ von der MwST befreit bist. Alle anderen Steuerarten  und Abgaben bleiben davon unberührt.

Und du darfst auch mehr Umsatz als 17.500€ im Jahr machen. Dann bist du im folgejahr Regelbesteuert und die Reglung n. § 19 UstG gilt nicht mehr.

Umsatz = das was du einnimmst.( Umsetzt)

Gewinn = Umsatz minus Betriebsausgaben

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MickyFinn 16.11.2016, 11:20

,,dass du bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€ von der MwST befreit bist."

  • Man ist nicht befreit, sie wird nur nicht erhoben.. feiner Unterschied ;)

,,Gewinn = Umsatz minus Betriebsausgaben"

  • Ist nicht die Regel... sind die Betriebsausgaben höher, liegt ein Verlust vor ... ;)
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Griesuh 16.11.2016, 12:19
@MickyFinn

Oh großer Guru, danke für den Rat.

Erkläre das mal dem Fragesteller. Da das bei ihm unmöglich ist habe ich es ganz einfach ausgedrückt.

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Griesuh 16.11.2016, 12:31
@MickyFinn

MyckiFinn:
Ist nicht die Regel... sind die Betriebsausgaben höher, liegt ein Verlust vor ... ;)

Das ergibt sich von selbst aus der Sache heraus und bedarf doch wohl keiner gesonderten Erklärung. Oder doch?

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MickyFinn 16.11.2016, 13:30
@Griesuh

,,Ist nicht die Regel... sind die Betriebsausgaben höher, liegt ein Verlust vor ... ;)

Das ergibt sich von selbst aus der Sache heraus und bedarf doch wohl keiner gesonderten Erklärung. Oder doch?"

Naja.. war nicht sicher wie gut du dich in dieser Materie auskennst xD

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Griesuh 17.11.2016, 08:11
@MickyFinn

Den Fragesteller wollte und will ich nicht noch mehr von der Rolle bringen, da ihm ja schon sämtliche Grundkenntnisse fehlen.

Wie willst du so jemanden die Feinheiten erklären?

Grüße von einem Krankenpfleger und PDL mit eigenem ambul. Pflegedienst, seit über 15 jahren selbstständig.

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MickyFinn 18.11.2016, 13:26
@Griesuh

Sorry... ich bin ein wenig provokant, aber dahinter verbirgt sich mein seltsamer Humor ;)

Im Grunde hast du natürlich recht und wollte deine Intelligenz nicht beleidigen.. falls es so rübergekommen sein sollte, entschuldige ich mich.

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Hallo.

ich darf nicht über 17500€ umsatz im jahr überschreiten was heißt das

  • Das bedeutet, das du vermutlich vorhast von der Kleinunternehmer-Regelung gebrauch zu machen (§ 19 Abs. 1 UStG). Du darfst keine Umsatzsteuer ausweisen und auch keine Vorsteuer geltend machen. Überschreiten darfst du, aber dann musst du deine Umsätze der Umsatzsteuer unterwerfen.

was heißt Umsatz?

  • Das sind die Einnahmen. Stellst du 100 € in Rechnung und erhältst dieses Geld, hast du 100 € Umsatz.

und auch die ersatzteile die ich kaufe muss ich auch aufbewahren also 2 ordner

  • Sicher. Es sei denn du möchtest keine Ausgaben geltend machen bzw. sind nicht nachzuvollziehen wenn das Finanzamt mal nachhorcht bzw. bei dir prüfen kommt ;)

was genau zahlt mann monatl ans finanzamz und was jährlich?

  • Monatlich: Bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung nicht. Wenn du deine Umsätze der Umsatzsteuer unterwirfst, dann musst du monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung erstellen und zahlen.
  • Jährlich: Die Einkommensteuer, (ggf.) Umsatzsteuer, (ggf. Gewerbesteuer)

Das Steuerrecht ist sehr umfangreich... ein Crashkurs über GF wird nichts bringen. Ein Besuch beim Steuerberater würde ich dir ebenfalls nahelegen.

 

 

 

 


 

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Medinmeti 16.11.2016, 10:01

danke erstmal für die antwort also nochmal zum umsatz ich erstelle eine rechung für die arbeit 100€ mit oder ohne steuern? wenn ja wieviel? und nehme die auch ein also habe ich einen umsatz von 100€ an arbeit! was ist mit dem ersatzteil? der kostet 100€ inkl steuern hab ich dann 200€ umsatz? was muss ich davon am ende des jahres abgeben? falls ich was abgeben muss muss ich ja jeden monatl was für das finanzamt zurücklegen richtig? wieviel und was bekomme ich zurück?

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stefan1531 16.11.2016, 10:19
@Medinmeti

so viele Fragen! Du musst unbedingt einen Existenzgründerkurs besuchen, Du hast ja offensichtlich gar keine Ahnung! Das geht sonst schief!

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MickyFinn 16.11.2016, 11:11
@Medinmeti

Gut... machen wir es so. Ich bringe dir die Umsatzsteuer was nah.

Annahme: Du bist Kleinunternehmer.

Du kaufst eine Lampe bei OBI für 100 € und zahlst mit einem 100 €-Schein. In der Lampe sind 19 % Umsatzsteuer enthalten (Netto: 84,03 € und Steuer von 15,97 € = 100,00 € Brutto).

Du gehst zu Kunde A und baust diese Lampe in sein Wohnzimmer und möchtest 200 €. Für die Lampe 150 € und Arbeitslohn 50 €. Diese listet die in deiner Rechnung auf und gibst den Hinweis, das du von der Kleinunternehmer-Regelung gebrauch machst und daher keine Umsatzsteuer enthalten ist.

(Mehr Einnahmen und Ausgaben hast du im Monat November nicht gehabt.)

Es ist keine Umsatzsteuer beim Finanzamt zu leisten, da diese durch die Regelung nicht erhoben wurde.... also 0,00 €.

Annahme: Du bist kein Kleinunternehmer:

Du kaufst eine Lampe bei OBI für 100 € und zahlst mit einem 100 €-Schein. In der Lampe sind 19 % Umsatzsteuer enthalten (Netto: 84,03 € und Steuer von 15,97 € = 100,00 € Brutto).

Du gehst zu Kunde A und baust diese Lampe in sein Wohnzimmer und möchtest 238 €. Für die Lampe 150 € und Arbeitslohn 50 €. Diese listet die in deiner Rechnung auf:

Lampe:     150,00 €

Lohn:          50,00 €

19 % USt:   38,00 €

= Summe:  238,00 €

(Mehr Einnahmen und Ausgaben hast du im Monat November nicht gehabt.)

Für den Monat November ist eine Umsatzsteuer-Voranmeldung zu erstellen und die Zahllast zu leisten.

38,00 € Umsatzsteuer - 15,97 € Vorsteuer = 22,03 € sind an das Finanzamt zu zahlen.

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Wie viel und ob du was zurücklegen möchtest / solltest, hängt davon ab, wie hoch dein Gewinn wohl sein wird, unter Berücksichtigung deiner ggf. anderen Einkünfte und Vorauszahlungen.

Wie gesagt... ein Steuerberater würde sich lohnen.. die kennen so manche Kniffe und können dich intensiv in deinem Berufsfeld beraten.

 

 

 

 

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Griesuh 16.11.2016, 10:33

Es sind auch mtl. Einkommesnsteuervorauszahlungen möglich.

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Du solltest erst mal einen Existenzgründungskurs bei deiner zuständigen IHK (Industrie- und Handelskammer) machen bevor du irgend etwas anfängst.

"was heißt das was heißt umsatz" - Das gibt mir schon sehr zu denken für einen Selbstständigen..

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Wie kannst du dich mit sowenig Ahnung selbständig machen? Gib alles einen Steuerberater, da kommst du nicht Drumherum

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ich darf nicht über 17500€ umsatz im jahr überschreiten

Doch, natürlich darfst du das, dann entfällt lediglich die Kleinunternehmerregelung.

was heißt das was heißt umsatz?

§ 1 Umsatzsteuergesetz.

http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__1.html

Mein Rat: Such dir einen Steuerberater.

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Medinmeti 16.11.2016, 09:42

hmm mit der seite komm ich nicht wirklich weiter.. mir wurde es so erklärt das alles was ich einkaufe ich am ende des jahren wieder bekomme.. ja aber wieviel

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stefan1531 16.11.2016, 09:50
@Medinmeti

das alles was ich einkaufe ich am ende des jahren wieder bekomme.

gar nix bekommst Du wieder. Deine Ausgaben sind Deine Ausgaben. Sofern Du von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machst, bekommst Du auch die Vorsteuer nicht zurück. Dafür führst Du ja auch keine Umsatzsteuer ab.

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Griesuh 16.11.2016, 10:30
@stefan1531

Wer hat dir denn so was erklärt, dass du vom FA deine Einkäufe oder sonst was zurückerstattet bekommst.?

Deine Einkäufe sind Betriebsausgaben und die vermindern deinen Gewinn, sprich dein Einkommen wenn du Einzelunternhemr bist.

Dadurch zahlst du am Ende weniger EkST., Und die Umsatzsteuer bekommst du auch nicht zurück, denn du hast ja keine bezahlt.

Herzlich willkommen in der Pleite.

Kinners, Kinners. Soviel unwissen auf einem Haufen habe ich bisher zur Selbstständigkeit noch nicht gehört und gelesen.

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PatrickLassan 16.11.2016, 10:32
@Griesuh

Und die Umsatzsteuer bekommst du auch nicht zurück, denn du hast ja keine bezahlt.

Doch, hat er, allerdings kann er sie nicht als Vorsteuer abziehen, wenn er die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt.

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Griesuh 16.11.2016, 12:26
@PatrickLassan

Er bekommt keine Umsatzsteuer (MwST) zurück. Wie kommst du auf diese Idee?

Un dselbst wenn er sie bezahlt hat, was bei seinen wareneinkäufen obligatorisch ist, kann er diese nicht geltend machen, da er § 19 UstG nutzt.

Umsatzsteuer (MWST ist für einen Selbstständigen sofern abzugsberechtigt,  ein durchgangsposten. Er erhält mit seinen Rechnungen Mehrwertsteuer. Diese MwST schuldet er dem FA.

Er bezahlt bei seinen Waren und Betriebsmitteleinkäufen MwST. Diese gezahlte MwST kann er gegen seine MwSt Steuerschuld gegenrechnen und zahlt so mit nicht die volle MwST schuld.

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PatrickLassan 16.11.2016, 12:57
@Griesuh

Er bekommt keine Umsatzsteuer (MwST) zurück. Wie kommst du auf diese Idee?

Du hast geschrieben, er würde keine zahlen, und darauf bezog sich auch mein Kommentar.

Dass er sie zurück bekommt, ist tatsächlich falsch ausgedrückt. Wenn er auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichtet oder wenn der Umsatz die in § 19 UStG genannte Grenze übersteigt, kann er gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer von seiner Umsatzsteuerschuld abziehen.

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