Rechnung über Ärztliche Bescheinigung

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1 Antwort

Es ist doch eigentlich allgemein bekannt, dass Atteste und Bescheinigungen - außer der gelben AU-Bescheinigung - immer selbst bezahlt werden müssen. Ungewöhnlich ist zwar, dass nicht sofort kassiert wurde und der lange Zeitraum bis zur Rechnungsstellung, aber nach 19 Monaten ist eine Rechnung nach der aktuellen Rechtsauffassung noch nicht verwirkt.

Die Rechnung ist also gültig, und wegen lächerlicher 10€ würde ich an deiner Stelle keinen Streit anfangen, den du ggf. teuer verlieren könntest. Sieh es einfach so, dass dein Arzt dir über 19 Monate ein zinsloses Darlehen gewährt hat.

Das man für eine Leistung zahlen muss, kann ich verstehen...

Meine Frage:

Wenn jemand eine Leistung stellt, dann muss er mich doch davon in Kenntnis setzen, welchen Betrag ich zu zahlen habe oder?

Es ist ja nicht nur eine Rechnung.. Ich war in einer Prüfungsphase 3 mal Krank um die Zeit und ich habe jetzt 3 Rechnungen auf einmal bekommen. Ohne dass ich vorher was davon wusste..

Eine ist sogar noch vom 9.8.2010

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@ChrisOF

Wie gesagt, ungewöhnlich, aber trotzdem rechtes ist nur der lange Zeitabstand zwischen Leistung und Rechnungsstellung, wobei dir durch die Rechnungsstellung ja die Höhe der Forderung mitgeteilt wurde.

Ich verstehe jetzt nur nicht, ob sich die 10€ auf alle drei Atteste gemeinsam beziehen, oder ob jedes einzelne Attest 10€ kosten soll. Letzteres wäre für ein einfaches Attest (GOP 70) nämlich sehr hoch, und würde auch den genehmigungspflichtigen Hebesatz von 3,5 übersteigen. Welche Gebührenordnungspunkte (GOP) sind denn in den Rechnungen angegeben?

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@Djoser

für jedes einzelne wird 10€ verlangt.

da steht:

"Ärztliche Bescheinigung zur Vorlage beim Prüfungsamt

sehr geehrter Herr .....

für unsere ärztlichen Bemühungen erlauben wir uns, EUR 10,00.- in Rechnung zu stellen"

Faktor 1,0 l 10€

Bitte überweisen sie unter.......... "

also meiner Meinung nach keine GOP (Ob es eine GOP geben muss war zu Anfang ja sogar meine Frage :) )

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@ChrisOF

Naja, du hast geschreieben: "Auch ist in dem Schreiben ist kein Verweiß auf eine rechtliche Gültigkeit!". Darin einen Bezug zur Nennung eines GOP zu sehen, ist schon sehr weit hergeholt. Für mich war das nicht erkennbar. Aber wie dem auch sein ...

Ohne dass der zum Ansatz kommende GOP gemäß der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) mit einem Hebesatz genannt wird, ist eine ärztliche Rechnung nicht regelkonform. Der Arzt müsste sich in den Rechnungen also entweder auf den GOP 70 (Kurze Bescheinigung) oder den GOP 75 (Ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht ) beziehen. Das Honorar für den GOP 70 beträgt bei Faktor (Hebesatz) 1,0 2,33€, für den GOP 75 7,58€. Einen GOP, der bei Faktor 1 genau 10€ beträgt gibt es bei Attesten und Berichten nicht.

Die dir gestellten Rechnungen sind daher falsch gestellt worden. Zwar ist der Arzt berechtigt, die für seine Leistungen eine Rechnung zu stellen (auch nach längerer Zeit), die Rechnungen müssen jedoch den Regeln entsprechen, also GOP und Hebesatz enthalten.

Du musst dich also mit dem Arzt in Verbindung setzen und drei Rechnungen bzw. eine Sammelrechnung nach den Regeln der GOÄ verlangen. Keinesfalls darfst du die Rechnungen einfach ignorieren, da dies trotz allem ein Mahnverfahren nach sich ziehen könnte.

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