Rechnung rückwirkend obwohl Gewerbe neu?

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3 Antworten

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Zwei Sachen musst Du unterscheiden.

1. Der Gewerbebeginn, für den sich das Ordnungsamt interessiert.

2. Die tatsächlichen Verhältnisse, für die sich das Finanzamt interessiert.

Wenn Du Deine Arbeiten ordnungsgemäß abrechnest und die Einnahmen in der Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung erfasst, ist es dem Finanzamt egal.

Aufpassen musst Du wegen des Beginns nur wegen Deines "Kleingewerbes" was es nciht gibt. Ich nehme an, dass Du "Kleinunternehmen" gem. § 19 UStG meinst, wo Umsatzsteuer nicht erhoben wird.

Da ist die Grenze von 17.500,- pro Jahr wichtig. Im Startjahr wird gezwölftelt. Wenn Du also im September begonnen hast dürftest Du für den Kleinunternehmerstatus 17.500,-/12*4 = 5.833,33 Euro Umsatz erwarten um Kleinunternehmer zu sein. BeisTart im August 17.500,-/12*5= 7.291,67 Euro.

Für die Einstufung in 2017 gilt dann der effektive Umsatz 2016. also bei Start im August würdest Du Kleinunternehmer bleiben, wenn DEine Einnahmen aus dem Betrieb 7.291,67 nicht überschritten haben.

Es bleibt dann trotzdem die Frage, ob Kleinunternehmer für Dich richtig und optimal ist, denn wenn Du ausschließlich, oder weit überwiegend für Unternehmer arbeitst, ist natürlich Regelbesteuerung besser.

du datierst die Rechnung ja nach dem 18.9. und der Rechnungstext interessiert ja nicht,  bzw. erst bei einer eventuellen Steuerprüfung, von der man bei Kleingewerbe nicht ausgehen kann

Du darfst in der Steuererklärung auch Ausgaben absetzen, die du im Vorfeld hattest. Wieso sollte für Einnahmen etwas anderes gelten?

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