Rechnung für Fragebogen von Finanzberatung?

Textinhalt im Vertrag - (Recht, Versicherung, Beratung)

6 Antworten

Hallo,

mit der Unterschrift hast dich mit Kosten für die Konzepterstellung oder Ausarbeitung einverstanden erklärt - nicht mit Kosten für einen Fragebogen.

Wie soll denn ein "angeblich" auf dich zugeschnittener Fragebogen aussehen. Das ist ganz sicher immer derselbe Fragebogen, denn diese Informationen wird sie von jedem brauchen.

Und selbst wenn dieser Fragebogen auf dich zugeschnitten wäre, dann hat sie dir damit noch lange kein Konzept erstellt und auch nichts ausgearbeitet.

Wahrscheinlich hat sie nur die ihr schon bekannten Daten eingetragen ;-)

Teile ihr das freundlich aber bestimmt mit und am besten auch gleich, dass sie durch ihre unseriöse Art einen Kunden erst gar nicht gewonnen hat. Mal sehen, wie sie reagiert.

Über eine Meldung dieser Geschäftspraktiken an die Gewerbeaufsicht bzw. an die entsprechende "Überwachungsbehörde" könnte man noch nachdenken.

Schon mal einen Blick in den § 652 HGB geworfen? Ich verstehe das so, dass du noch nichts bezahlen musst.

Denn mit Absatz 2 schließt sich der Kreis. Mann muss bezahlen, wenn vereinbart. Dann muss das Vereinbarte aber auch "geliefert" werden und das hat sie nicht.

https://dejure.org/gesetze/BGB/652.html

Das ist allerdings meine persönliche Meinung, mit der ich rechtlich auch falsch liegen kann.

Viele Grüße

Michael

@Apolon

Und damit willst du uns jetzt was sagen?

Dass grundsätzlich Geld genommen werden darf hat niemand bestritten und das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, dass die Geschäftspraktiken dieser Frau mindestens nicht "die feine englische Art" sind.

Gruß Michael

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@19Michael69

Wer lesen kann ist immer im Vorteil.

Meine Antwort findest du im angegebenen Link!

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@Apolon

Wer klar denken kann, ist noch klarer im Vorteil.

Wer denkt, dass sich andere per Suchspiel aus einem ellenlangen Text irgendwas zusammensuchen, der denkt nicht klar.

Bringe was Sinnvolles und das so, dass man auch was damit anfangen kann, oder lasse es ganz bleiben.

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Vielen Dank! Zudem hat sie das BGB mit dem Paragraphen des HGB verwechselt, ist das richtig? Wäre dann die Frage, ob der Vertrag nichtig ist. 

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@keinenamen2014

Ich muss zugeben, dass mir das gar nicht aufgefallen ist, dass ich dann im BGB gelandet bin ;-)

Beim § 652 HGB ging es um den Seehandel und es gibt diesen gar nicht mehr.

Ganz nichtig ist der Vertrag dadurch eher nicht, vielleicht aber die entsprechende Passage und du kannst dich wohl noch beruhigter zurücklehnen.

Gruß Michael

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@19Michael69

Die Passage wird doch nur bei gültiger Salvatorischer Klausel gestrichen. Ansonsten ist doch der ganze Vertrag nichtig.

Außerdem würde ich den Vertrag dann einfach eingehen, wenn er gültig sein sollte (was nicht der Fall ist), und dann die Versicherungsvertäge im Nachgang widerrufen. :P

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Hey, 

wenn ich die Klausel richtig lese dann ist die Zusendung von Fragebögen nicht Kosten auslösend. Erst die Konzepterstellung führt zu einer Abrechnung. Aber ich bin zu wenig Makler, um die Rechtsgültigkeit der Forderung genau zu beurteilen.

Allerdings kann ich dir eines sagen: Ein gebundener Vermittler, wie z.B. der für den ich arbeite, gibt dir diese Infos kostenlos! Egal ob du einen Vertrag machst oder nicht?

Wenn du mehr Infos brauchst kannst du mich gern kontaktieren! Kostenlos! ;-)

Hier handelt es sich nicht um eine Finanzberatung, sondern Versicherungsberatung und gemäß dem Wisch, fordert der Versicherungsmakler eine Bezahlung nach Honorar.

Wenn du dich also beraten lässt, musst du dies bezahlen. Auch dann wenn du bei ihm keinen Vertrag abschließt.

 sie hat mir am Telefon gesagt, das sie mir auf mich zugeschnittene Fragebögen per Mail zugesandt habe und mir trotzdem eine Rechnung fur diese stellt.

Diese Vorgehensweise wäre nur dann rechtens, wenn du zuvor auf eine Bezahlung per Honorar hingewiesen wurdest und auch zugestimmt hättest.

Denn normalerweise kann man davon ausgehen, dass ein Versicherungsmakler eine Provision für vermittelte Verträge erhält.

Alternativ, kannst du dich aber auch an jeden Versicherungsvertreter wenden, denn dieser berät dich kostenlos.

Der erste Beratungstermin war ja Kostenfrei. Es geht mir darum, ob sie für die Zusendung dieser Fragebögen bereits eine Rechnung stellen darf, denn es ist ja kein Konzept, so wie es in dem Schreiben steht, welches ich unterschrieben habe.

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@keinenamen2014

Zudem steht auf den Unterlagen, sie sei eine Finanzberaterin/ Finanzwirtin, ist aber als Versicherungsmaklerin im Register gemeldet. Ist sowas erlaubt, da das doch ein Unterschied ist?

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@keinenamen2014

Siehe meinen Link an anderer Stelle hier - ja Versicherungsmaklern dürfen nach Honorar abrechnen, aber nur dann wenn der Kunde damit einverstanden ist.

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