Rechenfehler im Mietvertrag - wer muss zahlen

7 Antworten

Der neue Verwalter hat mit dem Wechsel meines Mitbewohners in unsere beiden neuen Verträge eine Erhöhung der Kaltmiete um 50€ eingeführt,

Sind denn mit dem Wechsel des Mitbewohners die alten Mietverträge beendet worden oder war das ein gemeinsamer Mietvertrag, den ihr gemeinsam kündigen mußtet?

Falls ja, dann wäre es keine Mieterhöhung, da es sich um Neuverträge handeln würde und man könnte bei der "falsch angegebenen"Gesamtmiete durch die um 50€ höhere Kaltmiete auch von einem Schreib-/Rechenfehler sprechen.

In solchen Fällen ist der Vertrag dahingehend auszulegen, was die Parteien gewollt haben: Wenn Du Dich mit dem Verwalter/Vermieter auf die Zahlung der einzelnen Positionen in der aufgeführten Höhe geeinigt hast, stellt das falsche Gesamtergebnis nur eine unschädliche Falschbenennung dar und die geforderte Miete beläuft sich auf die Kaltmiete + 50,-€.

In der Regel sollten die Positionen einzeln gelten. Da der Rechenfehler offensichtlich war, kann man sich nichtauf Vertrauensschutz berufen, so daß der Verwalter den ausstehenden Betrag bezüglich der Kaltmiete wohl zurecht fordern würde.

Zum Jahreswechsel wechselte erneut die Hausverwaltung und heute bekam ich einen Bescheid, dass die 50 €, die der Heizkostenpauschale fehlen binnen einer Woche zu zahlen sei

Ist denn mietvertraglich tatsächlich eine Heizkostenpauschale vereinbart oder eine monatliche Heizkostenvorauszahlung?

Wird jährlich eine Nebenkostenabrechnung erstellt?

Hier schließe ich mich mit der Bitte um mehr Info @Gerhard an!

Ich vermute, daß hier die zweite Hausverwaltung "Äpfel mit Birnen" verwechselt und ihren Irrtum evtl. noch bemerken könnte. Tatsächlich müßte wohl der fehlende Betrag bezüglich der Kaltmiete gefordert werden. Forderungen ab Sept. 2014 würden erst zum 31.12.2017 verjähren.

Hallo,

auch hier füge ich den Kommentar an der von Ihnen genannten Antwort erneut an:

Hallo und vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

 Tatsächlich war ich in der Formulierung der Frage sehr schlampig, entschuldigung.

1. Es ist ein gemeinsamer Vertrag und dieser ersetzt den vorhergegangenen. Mir ist nun klar, dass damit die Erhöhung rechtens ist.

2. & 3. Es handelt sich tatsächlich um eine HK-Vorauszahlung, daher scheint (leider) auch dies seine Richtigkeit zu haben. Allein die 'argumentative' Verortung (also dass wir die HK-Vorauszahlung nicht komplett gezahlt hätten) im Anschreiben der Hausverwaltung an uns hat mich stutzig gemacht. Warum wirde nicht gleich von Ihrer Seite auf den Rechenfehler verwiesen, den die Buchhaltung ja sicherlich entdeckt haben muss).

Noch einmal vielen Dank für den unterstützenden Kommentar.

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Die Heizkostenpauschale muss in der Jahresabrechnung enthalten sein. Wenn keine erhöhten Kosten anfallen und du monatlich gezahlt hast, muss die HV die Gelder zurückzahlen. Als Heizkosten sind die 50 € keine Mieterhöhung, sondern ein Vorschuss auf die tatsächlich oder vermeintlich gestiegenen Heiz- bzw. Betriebskosten.

in unsere beiden neuen Verträge eine Erhöhung der Kaltmiete um 50€ eingeführt

Das alte Mietverhältnis wurde also beendet und zwei neue wurden abgeschlossen. Es handelt sich also nicht um eine Erhöhung der Kaltmiete, sondern um eine Miete laut neuen Verträgen.

Die HV geht nun davon aus, dass das, was ihr bisher bezahlt habt, immer die Kaltmiete ohne die vermutlich ebenfalls 50 € betragende Heizkostenpauschale ist und fordert deshalb die Heizkostenpauschale nach.

Der Rechenfehler tut nichts zur Sache, denn jeder verständige Leser des Mietvertrags sieht, dass es sich ganz offensichtlich um einen Fehler handelt. Zu zahlen sind die einzelnen Beträge.

Juristisch untragbar ist es jedenfalls, die einmal getroffene vertragliche Vereinbarung, die ganz offensichtlich von beiden Seiten so gewollt war, nämlich die 50 € höhere Kaltmiete jetzt aufgrund des Rechenfehlers und der "Verortung" des Fehlbetrags in der Heizkostenpauschale nicht zahlen zu wolle. Solche Spitzfindigkeiten haben normalerweise vor Gericht keinen Bestand und zu einem Gerichtsverfahren kommt es, wenn ihr nicht bezahlt, deswegen einen Mahnbescheid bekommt, dagegen Widerspruch einlegt und die Hausverwaltung Euch dann auf Zahlung verklagt.

Die finanziellen Nebengeräusche, die dabei dann auch noch anfallen würden, wollt ihr Euch nicht leisten, oder?

Vielen Herzlichen Dank für diese aussagekräftige Antwort.

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2 Monate Miete doppelt zahlen

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade etwas verzweifelt, aber denke, dass es für mein Problem keine wirkliche Lösung Seit einem Jahr wohne ich mit meinem Freund und einem Kumpel in einer WG (alle Studenten). Unser Mitbewohner musste jetzt ziemlich kurzfristig ausziehen, da er einen Praktikumsplatz zum 1.4. im Ausland bekommen hat. Wir haben also zum 30.3. die Wohnubg gekündigt mit einer normalen Kündigungsfrist von 3 Monaten. Dh wir könnten zum 1.7. raus (ich ziehe jetzt mit meinem Freund in eine eigene Wohnung). Wir konnten aber mit der Hausverwaltung aushandeln, dass wir früher raus können, wenn wir drei Nachmieter finden, von denen sie sich einen aussuchen können.

Sofort haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt (Immobilienscout, Ebay kleinanzeigen, Facebook, Flyer) um einen Nachmieter zu finden, damit unser Mitbewohner nicht doppelt Miete zahlen muss. Es haben sich sehr viele Leute gemeldet und wir sind aus den Besichtigungsterminen gar nicht mehr raus gekommen. Es haben sich bis heute 8 Leute (zumeist WGs, aber auch Familien) beworben. Da das alles so gut lief und die alle eine ähnliche Lebenssituation hatten wie wir (Studenten + Bafög + Minijob) oder sogar mit festem Einkommen (Familien) waren wir sehr zuversichtlich, dass das zügig was wird. Mitte März haben mein Freund und ich eine superschöne Wohnung gefunden, die zum 1.5. Vermietet werden soll. Da wir so zuversichtlich waren, haben wir den Mietvertrag unterschrieben.

Vor einer Woche haben wir dann mal bei der Hausverwaltung angerufen, wie es inzwischen aussieht und ob sie sich schon für jemanden entschieden haben. Sie haben gesagt sie haben bis jetzt alle abgelehnt. Die einen hatten zum Beispiel vergessen, die Hausnummer anzugeben, das war dann gleich ein Auschlussgrund. Die nächsten hatten ein Gehaltsnachweis nicht vollständig, aber statt nachzureichen wurde gleich abgelehnt. Da kam uns schon der Verdacht, dass sie das irgendwie aus Prinzip machen und uns einfach gar nicht früher raus lassen wollen. Bei unserem Einzug damals hatten sie sich nicht so kleinlich mit irgendwelchen unvollständigen Unterlagen.

Unter anderem hatte sich auch eine Familir beworben, die allerdings auch erst zum 1.7. aus ihrer Wohnung können, aber haben sich trotzdem beworben. Laut Hausverwaltung wollte die der Eigentümer nicht.

Heute bekam ich die Mail von besagter Familie, dass sie sich so sehr freuen die Wohnubg bekommen zu haben und dass es ihnen leid tut, dass wir nicht früher raus können.

Wir haben eigentlich nur der Hausverwaltung die Arbeit abgenommen, für den 1.7. jemanden zu finden. Trotz Nachfrage ob sie jemanden ausgesucht haben, haben sie uns dumm weiter suchen lassen. Wir haben zeit und Geld!! (50€ Immoscout, Flyer drucken) investiert und gewonnen hat NUR die Hausverwaltung. Natürlich war es gepokert, den Mietvertrag schon zu unterschreiben und deshalb sind wir auch rechtlich gesehen die Verlierer. Kann man irgendwas tun, was uns vor doppelt Miete bewahrt??

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Grade eben waren 2 leute und ein von century 21 da da der vermieter wechseln möchte die meinten ach wir müssen nich viel renovieren ist das normal?

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**Hiiilfe - Wie ist vorzugehen? - Neue Wohnung - Schimmel -> Ursache Vermieter - Bitte helft mir!**

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Bei meinem Ortstermin mit den Mietern wurde folgender Sachverhalt festgestellt. Die Wohnung ist ausreichend beheizt und gelüftet – die rel. Luftfeuchte war im Bereich von 63%, was noch einem angenehmen normalen Raumklima entspricht. Die Ursache für den Schimmelbefall ist in der Bausubstanz begründet, d. h., nach dem Einbau der absolut dichten Fenster schlägt sich Feuchtigkeit an den Wärmebrücken der Außenwand nieder und bildet hier ein Medium bei dem Schimmelpilzwachstum möglich ist. Die Taupunkttemperatur wird im Bereich der Decke und der Aussenecken unterschritten, d.h. dass sich hier geballt Feuchte niederschlägt.

Pilzwachstumssteigernd sind die nicht den einschlägigen Normen (DIN13300wm) entsprechenden vorhandenen Anstiche. Diese nehmen sehr viel Feuchte auf und bilden somit die Basis für das Pilzwachstum. Die Aufschichtungen der Anstriche sind zwischenzeitlich so hoch, dass eine Gitterschnittprobe nicht mehr möglich ist, d.h. die alten Anstriche sind zumindest in diesem Bereich komplett (unter Einhaltung der einschl. Vorschriften der Biostoffverordnung und Bau-BG)zu entfernen.

Die vorhandene Schrankwand verhindert die Luftzirkulation, was wiederum erhöhte Feuchte und Schimmelwachstum nach sich zieht. Hier ist zu überlegen ob es möglich wäre die Schrankwand auf der anderen Raumseiten aufzustellen und an dieser Wand das Bett zu platzieren.

Als Sofortmaßnahme empfehle ich, nachdem gestern bereits die befallenen Flächen soweit erreichbar mit Jati-Schimmelpilzentferner von mir behandelt wurden, in diesem Bereich einen Anstrich mit der hochalkalischen Farbe „Feuchtblocker“ auszuführen, nachdem die alten Aufschichtungen entfernt wurden. Ich gehe erfahrungsgemäß davon aus, dass hier auch „alter Schimmel“ einfach überstrichen wurde. Die Vorhangleiste ist abzunehmen und kann nach der Schimmelbehandlung wieder eingebaut werden.

Wichtig ist hier auch eine Feinreinigung mit Jati Oberflächenentkeimer der noch im Raum verbliebenen Möbel. Speziell der Schrank muss nach dem Abtöten des Schimmelbefalles komplett entkeimt werden.

Um hier auf Dauer Abhilfe zu schaffen, ist es sinnvoll und notwendig die Wärmebrücken durch Aufbringen einer Kalziumsilikatplatte in einer Dimension von 6cm (Berechnung kann auf Wunsch nachgereicht werden) im Bereich Ausseneck bis Fensterstock, bzw. 1,50m auf der linken Seite sowie einem Teilbereich der Decke zu montieren.

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