reales und nominales BIP

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2 Antworten

Das BIP hat unabhängig von nominal oder real ein paar Nachteile, da 'Verteilung, Hausfrauenarbeit, Erziehungsarbeit, Schwarzarbeit, BIP-Steigerung aufgrund von "nicht gewollten" Ereignissen (Japan hat durch Fukushima neben dem Ausfall einiger Teile der Produktion auch eine BIP_Erhöhung durch die Wiederaufbauarbeiten erfahren). Das ist halt so, es gibt aber bislang keinen ähnlich eindeutig zu ermittelnden Wert, der die Wohlfahrt eines Landes wiedergibt. Also kurz gesagt: BIP ist ein schlechter Maßstab, aber der beste, den wir haben. In Deiner Klausur solltest Du das im Bewusstsein der Kritik akzeptieren, danach kannst Du Bücher mit einem besseren Maßstab haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/BIP#Kritikpunkte

Zurück zu Deiner Ausgangsfrage:

Du schreibst es im Grunde selbst. Ich nehme jetzt ein ganz vereinfachtes Beispiel: 100 Einwohner, 1 Produkt, das 100mal produziert wird, dieses kostet vorher 1,00 € pro Stück, nachher 1,50 €. Produktion und Einwohnerzahl ändern sich nicht.

nominales BIP vorher: 100 €; BIP pro Ew.: 1,00 €

reales BIP vorher: 100 €, BIP pro Ew. 1,00 €

nominales BIP hinterher: 150 €, BIP pro Ew. 1,50 €

reales BIP hinterher: 100 €, BIP pro Ew.: 1,00 €

'Welche Zahlen geben den Wohlstand des Volkes am besten wieder? Sind die Leute reicher geworden ohne Produktivitätszuwachs?

Das reale BIP ist sowieso nicht richtig berechnet. Alle "unbezahlte" Arbeit wird überhaupt nicht gerechnet.

StayTuned22 06.07.2011, 19:13

Warum gilt das dann trotzdem als Maßstab?

Diese frage wird zu 99% so morgen in meinem Examen auftauchen und selbst im VWL Buch von Mankwin/Taylor steht auch nichts besonders kluges drüber

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