Reaktionsgleichung, Schwefeloxide

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Die Oktettregel ist generell nur für die Hauptgruppenelemente bis zur 2. Periode einfach anwendbar/zutreffend; ab der 3. Periode wird es etwas komplexer.

Das Erklärungsmodell bei SO2: Für O gilt meist die Oktettregel, für S nicht unbedingt - bei SO2 kann man aber sogenannte mesomere Grenzstrukturen postulieren. Dabei ist jeweils eine der S=O Doppelbindungen zum O aufgeklappt (O hat 3 freie Elektronenpaare und eine Einfachbindung zum S) dadurch hat das O eine negative und das S eine positive Teilladung (nach Außen keine Ladung).

Schau mal hier: http://www.chemieunterricht.de/dc2/schwefel/s-so2-mol.htm

Formal gilt bei jeder Grenzstruktur die Oktettregel und Messungen zeigen, dass die Bindungslänge tatsächlich zwischen der einer Doppel- und der einer Einfachbindung liegt.

Deine Antwort und dein Link verdeutlichen noch mal das, was ich als "Eineinhalbfachbindung" bezeichnet habe.

MIt Bildern ist es dann vielleicht nicht mehr ganz so kompliziert.

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Dass Elemente rechts im PSE nur durch Aufnahme von Elektronen die Edelgasschale erreichen (können), ist Anfängerwissen.

Schwefel kann nicht nur 2 Elektronen aufnehmen, sondern auch 6 Elektronen "abgeben", oder sie sich teilen, in Elektronenpaarbindungen aka Atombindungen.

Im SO₂ ist der Schwefwel vierwertig, hat also 4 Elektronen an Sauerstoff abgegeben, rechnerisch, in Wahrheit teilen sich S und O die Elektronen. Der Schwefel hat also noch ein (freies) Paar für sich allein, eines teilt es sich mit dem einen O, zwei mit dem anderen O. Oder es hat je eine "Eineinhalbfachbindung" zu jedem O.

Das ist heftig kompiziertes Zeugs.

Also ist nur das erreichen der Oktettregel nur für Sauerstoff wichtig und der Schwefel dient als Verbindung, die selber nicht die Regel erfüllen muss?!?

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@Benisderboss

Der Schwefel hat auch sein Oktett, nur hat er die E-Paare nicht für sich alleine. Der Sauerstoff übrigens auch nicht.

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