RBMK 100 Tschernobyl 7 Kernreaktor?

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3 Antworten

Beim Siedwasserreaktor wird das Wasser direkt im Reaktor erhitzt und verdampft. Der überhitzte Dampf wird dann durch die Turbine geleitet. Dabei gelangen allerdings radioaktive Teilchen evtl. bis in die Turbine. Der Vorteil sind die geringeren Baukosten sowie ein etwas höherer Wirkungsgrad.

Beim Druckwasserreaktor gibt es zwei Wasserkreisläufe. Im Primärkreislauf wird das Wasser stark erhitzt. Da es unter hohem Druck steht, verdampft es allerdings nicht. Dieses stark erhitze Wasser des Primärkreislaufes wird durch einen Wärmetauscher geleitet, wo es das Wasser des Sekundärkreislaufes erhitzt und verdampft. Dieser Dampf treibt dann die Turbine an. Der Vortei liget darin, dass man 2 Kreisläufe hat und das kontaminierte Wasser aus dem Reaktor nicht mit der Turbine in Berührung kommt, die dadurch sauber bleibt.

Ein RBMK ist vom Prinzip her auch ein Siedewasserreaktor

Die Drückröhren ersetzen quasi den großen Druckbehälter eines Siedewassereaktors. Der Druck ist im Gegensatz zu einem Druckwassereaktor jedoch nicht so hoch dass das Wasser im gesamten Primärkreis flüssig bleibt.

jaluin 08.01.2016, 12:41

Okay aber welchen Sinn hat der Druck jetzt, wenn das Wasser nicht flüssig bleiben soll? ? ? 

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franneck1989 08.01.2016, 13:07
@jaluin

Der Druck entsteht ja notwendigerweise beim Erhitzen des Wassers

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Franz1957 08.01.2016, 17:52
@jaluin

Der Druck sorgt dafür, daß man eine höhere Temperatur bekommt. So wie beim Dampfkochtopf. Je wärmer der Dampf, um so höher der Wirkungsgrad der Turbine. (Siehe: Carnot-Wirkungsgrad.)

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Der Druck entsteht durch den Wasserdampf. Beim erhitzen dehnt sich Wasser (und wasserdampf) aus.

Und da der kreislauf geschlossen sein muss, kann der Druck auch nicht weg.

Der Sinn ist also letztlich, dass die Umgebung nicht kontaminiert wird.

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