Raw modus bei spiegelreflexkameras?

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4 Antworten

Wie schon gesagt, ist der RAW-Modus, das eigentliche Negativ des Digitalfotos. Die Bilder werden von der Kamera (egal, welche Einstellungen für Farbe, Kontrast, Weissabgleich, Sättigung etc. du gemacht hast) roh gespeichert. Auch werden die Bilder nicht schon komprimiert wie beim JPG, sondern haben die Grösse wie sie der Sensor vorgibt.

Ein ganz grosser Vorteil ist die ungleich feinere Farbabstufung. Lass mich das kurz erklären: ein JPG ist 8 bit gross. Das heisst jede Farbe rot, grün, blau hat 256 (2 hoch 8) Helligkeitsstufen. Auch bei den Graustufen sind es 256, von weiss bis schwarz. bei 3 Farben und jeder Farbe 256 Abstufungen, ergibt das die 2 hoch 8 hoch 3, also 2 hoch 24, also 24 bit, was rund 16.7 Mio Farben bedeutet. Nun, ein Bild im RAW-Format weist nicht 8 bit, sondern 16 bit auf. Das sind 2 hoch 16 für jede Farbe bedeutet 256 im Quadrat und somit 65'536 Farbabstufungen pro Farben, statt 256. Für die drei Farben R G B bedeutet das also 65'536 hoch 3, was rund 281.5 Billionen Farben pro Bild bedeutet. Also du siehst, ungleich mehr Farbverläufe.

Und was bringt dir das? Feinheiten wie Haare, Gräser und dergleichen, lassen sich viel besser im RAW darstellen als im JPG. Du hast vielmehr Möglichkeiten, zu korrigieren. Du kannst die Belichtung im Nachhinein noch viel besser korrigieren oder den Weissabgleich als beim JPG. Es braucht ein bisschen Umgewöhnung ein RAW zu bearbeiten, aber das Resultat ist weitaus besser als das JPG. Im Nachhinein, nach der Korrektur, wird das Bild dann in JPG umgerechnet (und natürlich auf 8 bit gestaucht). Das heisst aber nicht, dass es am Ende aufs selbe rauskommt, wie wenn man ein JPG korrigiert. Beim JPG hast du sehr enge Grenzen bei der Korrektur.

RAW-Converter gibt es einige günstige und sehr gute wie das im Photoshop oder Photoshop Elements, Aperture, Lightroom. Wenn deine Kamera RAW kann, kannst du vermutlich auch parallel RAW und JPGs aufnehmen. Mach mal ein paar Versuche damit und korrigier die einzelnen Formate. Du wirst dann schon sehen. Professionell wird nur im RAW gearbeitet.

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Die Speicherung der unkomprimierten Daten. Für rechtlich relevante Fotos ist es vergleichbar mit dem analogen Negativ. Es ist das unveränderbare Originalbild, da jede Änderung verzeichnet wird.

Im realen Gebrauch ist diese Format für den Hobbyfotografen eher aufwendig zu handhaben und es wird das JPEG-Format genutzt.

Im RAW-Format sind aber Bildinformationen gespeichert, die für einen geübten Anwender mit entsprechenden Progammen, ein Bild ``retten´´ können, was bei einer Aufnahme in einem JPEG-Format verloren wäre.

Das RAW-Format macht nur dann Sinn, wenn entsprechende Bearbeitungsprogramme zur Verfügung stehen und der Fotograf auch damit umgehen kann.

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RAW ist ein Rohdatenformat, d.h. das Bild wird unkomprimiert gespeichert, im Gegensatz zum komprimierten JPEG. Mit RAW kann man, wenn man´s kann, besser nacharbeiten, da eben keine Informationen durch´s Komprimieren verloren gegangen sind (Beim Komprimieren: Nachschärfen, Rauschen rausrechnen, usw.).

Gruß, Tobber.

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das bild wird unkomprimiert gespeichert

<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Raw_image_format" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Raw\\\\_image\\\\_format</a>
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