Rauchen und Trinken mit 14, Depressionen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo xluucaa,

auf keinen Fall solltest Du so weitermachen und warten, bis Deine Depressionen schlimmer werden! Depressionen sind eine Krankheit, für die sich niemand zu schämen braucht. Außerdem kann sie jeden treffen! Wie man bei jeder anderen Krankheit auch einen Arzt aufsucht, sollte man auch eine Depression nicht unbehandelt lassen. Vor allem schwere Depressionen können so sehr in den Alltag übergreifen, dass Hilfe von außen dringend erforderlich ist. Dein Arzt kann Dir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Dir helfen, Dir ein genaues Bild Deiner Krankheit zu machen.

Du kennst wahrscheinlich das Gefühl, tiefer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Du hast auch möglicherweise das Empfinden, dass der Schmerz nie aufhört und hast die Aussicht auf Besserung aufgegeben. Das kommt daher, dass man in eine Art Negativspirale geraten kann, die einen mehr und mehr nach unten ziehen kann. Vergiss jedoch eines bitte nicht, auch wenn es sich momentan anders anfühlt: Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Es gibt einen Weg aus der Depression!

Doch so wie Deine Depression nicht über Nacht entstanden ist, so wird sie auch nicht über Nacht wieder verschwinden. Doch sei guten Mutes! Viele andere vor Dir haben es geschafft, ihre Depressionen zu überwinden und führen heute wieder ein normales Leben. Ein wichtiger Schlüssel ist die Hoffnung - Hoffnung auf Besserung! Das solltest Du nie aus den Augen verlieren!

Neben der Hilfe durch Ärzte oder Therapeuten kannst Du auch selbst eine Menge gegen Deine Depression tun. Nachfolgend möchte ich Dir einige Strategien aufzeigen, die im Kampf gegen Depressionen nützlich sind.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Es geht also darum, falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonst wie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Da ist noch ein Aspekt, den Du nicht unbeachtet lassen solltest: Es gibt jemanden, dem Du nicht gleichgültig bist und der Dir auf eine Weise helfen kann, zu der kein menschlicher Ratgeber, Helfer oder Arzt in der Lage ist. Ja, ich spreche von Gott. Ich möchte Dir hier zwar keine Predigt halten, doch finden sich in der Bibel trostreiche Aussagen, die Dir vielleicht Mut machen . Sie zeigen, dass Gott ein unvergleichlicher Helfer und Tröster sein kann.

Hier ist ein Text aus der Bibel, der mir persönlich sehr gut gefällt. Er lautet: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Dieser Text macht eines deutlich: Gott liegen die Niedergedrückten sehr am Herzen und er ist bereit, denen zu helfen, die sich an ihn wenden. Wenn Gott auch unsere Krankheiten nicht durch ein Wunder heilt, kann er uns doch zum einen die Weisheit geben, die richtigen Schritte im Kampf dagegen zu unternehmen und zum anderen die Kraft geben, die schlimmen Gefühle zu ertragen und nicht unterzugehen. Das kann ich durch viele eigene Erfahrungen nur allzu gut bestätigen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich nach und nach aus der Umklammerung Deiner Depressionen befreien kannst! Und denke immer daran: Du stehst nicht völlig allein da! Es gibt Hilfe und Unterstützung, die Du auf jeden Fall in Anspruch nehmen solltest. Der Weg aus einer Depression ist zwar nicht nicht unbedingt ganz einfach, doch ist er - gerade auch mit professioneller Hilfe - zu schaffen! Alles Gute und viel Erfolg dabei!

LG Philipp

Vielen Dank für den Stern!

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Hallo erstmal.

Also ich bin ebenfalls 14 und verstehe dich. Nur möchte ich dir erst klar machen, dass du Depression nicht selbst diagnostizieren kannst, sondern dass dies eine professionelle Person machen muss.

Zum rauchen und trinken: Ich bin, wie gesagt, selber 14 und glaube mir, bei uns geht es schon ganz anders zu. Ich gehe in die 9. Klasse eines Gymnasiums und es gibt Fälle in denen Leute aus meiner Parallelklasse auf Drogen zur Schule kommen, während auch sehr viele während oder vor der Schule kiffen. Alkohol gibt es bei uns auch manchmal. Party raucher ist eh jeder, und "richtige" Raucher gibt es auch schon. Jeder Geburtstag endet bei uns mit 95% sturz betrunkenen und bekifften 14-15 Jährigen, wo auch welche sich übergeben. Zigaretten geraucht werden auf diesen Geburtstagen sowieso immer, Shisha und Joints ebenfalls. Und jetzt kommt es: Das ist jede Woche.

Was ich dir klar machen will ist, dass du noch lange nicht so schlimm bist wie andere in deinem alter. Das heisst nicht, dass das alles gut ist! Bist du einmal drin, kommst du nicht wieder raus. Versuche einfach, das alles so wenig wie möglich zu halten. Denn glaub' mir, wenn ein Wochenende für dich wie ein verlorenes wirkt, weil du nicht gefeiert hast, ist es echt blöd. Bitte versuche also noch so früh wie möglich aufzuhören. Es ist alles einfach echt nicht toll.

Hallo!

Was Alkohol und Nikotin in deinem Körper machen, merkst du noch nicht.

Das dauert meist Jahrzehnte, bis die Folgen sichtbar und nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Die Schleimhäute im oberen Verdauungstrakt sind extrem empfindlich und verändern sich, um sich zu schützen. Diese Veränderung führt so ca mit 60 Jahren zu Tumoren, die in den meisten Fällen nur palliativ zu behandeln sind. Es ist grausam, an solch einem Tumor zu krepieren.

Ich wünsche dir den Mut, mal jemanden, der zu den Anonymen Alkoholikern darauf anzusprechen. Diese Menschen kennen das viel zu frühe Alkohol trinken aus eigener Erfahrung und teilen ihr Wissen gern mit dir.

Auch zum Thema Depression und wie man zur Lebensfreude kommen kann, haben sie Erfahrung.

Du übertreibst. Ich hau mir auch jeden Samstag mindestens ein 6er Bier weg. Und sie meinte sie ist nicht betrunken und verträgt viel. Ich sehe die Mission als gelungen an

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