Ratte beisst

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4 Antworten

bingobongobrot hat die wichtigsten Dinge schon geschrieben. Du brauchst erstmal viel, viel Geduld. Nichts überstürzen. Das wird schon! Wie lange hast du die Kleine denn schon? Ist sie gesund und gegen Parasiten behandelt? Um die Einzelhaltung zu vermeiden (übergangsweise während der Integration, aber auch falls sie sich später nicht mit den anderen Ratten versteht) ist es generell besser, nicht nur einen Neuzugang aufzunehmen, sondern mehrere Ratten aus dem gleichen Rudel. Das ist natürlich auch nicht immer möglich. Aber ich würde evtl. nochmal beim Tierheim anfragen, ob noch andere aus ihrem Tierheim-Rudel da sind. Falls du sie schon mehr als einige Tage hast, ist das aber keine gute Idee, weil du dann auch wieder eine richtige Integration machen musst. An Auslauf wird die Kleine jetzt sowieso erstmal nicht denken, weil alles viel zu neu und potenziell gefährlich ist. Ich würde es ganz langsam angehen, abends mit Leckerchen vor den Käfig setzen und auf die Hand locken. Wenn sie so weit ist, bekommt sie ihren "Auslauf" erstmal nur auf dir. Dann fängst du langsam an, sie an kurze Berührungen mit der Hand zu gewöhnen usw. Ich denke, mit dem Auslauf kannst du anfangen, sobald die Kleine gerne auf deine Hand geht und keine große Angst mehr vor dir hat. Dann am besten vor dem Füttern rauslassen und mit Futter wieder in deinen Pulli oder in den Käfig locken. Das kann dann sicher auch mal länger dauern, aber du verängstigst sie dann nicht durch "Einfangaktionen", und die meisten Ratten gehen ja gerne in ihren vertrauten Käfig zurück. Man kann den Zugang bei ängstlichen Ratten auch durch Röhren oder Stoffzelte erleichtern (dann können sie "unbemerkt" und sicher zurück in den Käfig flitzen). Einfangen geht notfalls auch gut mit Kartons, in die du Leckerchen auslegst. LG und Kopf hoch :-)

shiverich 05.07.2011, 02:32

Oh, ich seh jetzt grad erst, dass in der Überschrift steht, dass die Ratte beißt! Tut sie das nur, wenn du sie anfasst, oder auch wenn du in den Käfig fasst?

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Prismamond 05.07.2011, 13:44
@shiverich

Sobald meine Hand in Beissweite ist. In den Käfig greife ich eher weniger aber da ists auch schon vorgekommen. Ich konnte sie bis jetzt mit drei pullies über den armen auf einen arm locken, doch auf den körper traut sie sich nicht und sobald ich sie vorsichtig stütze, beisst sie sofort. hab auch schon einen finger rausgeholt und damit über die seite gestrichen. Das macht ihr aber zu viel angst und sie rennt sofort wieder in den käfig (den arm entlang). Ich habe sie seit samstag. was glaubst du, wie lange darf das so noch gehen? ich habe angst dass ich das arme tier dadurch noch aggressiver mache je länger es sich so unwohl fühlt. Ich werde die pulliemethode jedesmal machen wenn sie aufgeregt im käfig rumrennt, danach ist sie meistens wieder stiller....besser wäre es, sie im entspannten zustand auf den arm zu nehmen. das kann ich aber vergessen. Hoffe auf eine weitere Antwort von dir!

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shiverich 05.07.2011, 19:25
@Prismamond

Pullis oder auch dickere Handschuhe (durch die sie dich aber riechen kann) sind eine gute Idee. Du solltest nicht auf das Beißen reagieren (sie zwar nicht bedrängen, aber auch keine Angst zeigen, nicht schimpfen, nicht die Hand wegziehen o.ä.) Mach kleine Schritte. Je mehr Geduld du hast, desto schneller wird sie Vertrauen fassen. Fass sie erstmal nicht an, bis sie gerne in deinen Pulli oder auf deine Schulter klettert. Du hast sie erst seit wenigen Tagen, und du hast doch schon einiges erreicht, sie ist auf deinen Arm geklettert! Das ist ein gutes Zeichen. Wer weiß, was die Leute vorher mit ihr angestellt haben... Immerhin scheint sie ziemlich neugierig zu sein, und das kannst du nutzen. Sie wird wahrscheinlich jeden Tag ein bisschen weiter gehen, wenn sie merkt, dass ihr nichts passiert oder sie sogar belohnt wird. Bzgl. Beißen solltest du erstmal abklären, woran das liegen könnte. Hat sie evtl. Schmerzen? Oder wird sie immer aggressiver, je näher du an "ihren Bereich" (Häuschen, Käfiginneres) kommst? Der 2. Fall wäre das "territoriale Beißen". Sie ist ängstlich, hat vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht, und versucht, ihr Revier gegen den Eindringling (deine Hand) zu verteidigen. Normalerweise beißen solche Ratten ausschließlich wenn sie im Käfig sind. Ich hatte auch schon bissige Neuzugänge und hab dazu hier ausführlich geschrieben: http://www.gutefrage.net/frage/rattenproblem-eine-beisst-ploetzlich#answer15025049

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Prismamond 05.07.2011, 20:50
@shiverich

Ja da muss ich mich mal zusammen reissen. Trotz guten Schutzes bin ich doch sehr ängstlich wenn sie nach mir schnappt.Ich tippe auf das Territorialverhalten. Ich beobachte sie ständig und kann mir nicht vorstellen dass sie Schmerzen hat. Sie ist ständig in Bewegung und legt sich auch mal hin und schläft sofort ein. Ein krankes Tier verhält sich meiner kleinen Erfahrung nach ganz anders. Das wäre die sechste Ratte, die ich in meinen 4 Wänden begrüße. Bisher hatte ichs einfacher da ich die kleinen immer sehr jung oder im Zweierpack bekam. Danke für den Link. Ich werds mir durchlesen

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shiverich 10.08.2011, 11:17
@Prismamond

Hey Prismamond, wie läufts denn mit deiner Ratte inzwischen? LG

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@ bingo Von mir auch!

@ Prisma

Ich habe meine Neuzugänge auch immer erstmal einen Tag in Ruhe gelassen und außer Futter und Wasser nichts am/ im Gehege gemacht. Nach dem ersten Tag hab ich das meist jüngere neue Mitglied der Familie dann zu den anderen integriert (alles Böcke und sehr freundliche dazu - 2 weitere Böcke konnte ich gar nicht integrieren, weil sie die anderen wirklich nur blutig bissen). Sind die neuen Ratten noch Jungtiere (max. 10 Wochen), ist es fast problemlos sie zu integrieren. Aber für mich gilt immer: Erst soll der/ die neue in die Gruppe um nicht allein zu sein. Erst danach fange ich an, ihm zu zeigen, dass ich nicht schlimm bin. Der neue lernt dies auch von den anderen im Rudel, die eine feste Bindung zu mir haben.

2 sehr ängstliche Böcke hatte ich letztes Jahr bekommen, die zu bereits 3 vorhandenen Böcken sollten. Sie ließen sich kaum anfassen und waren echt sehr scheu. Erst nach etwa einem halben Jahr haben sie sich dank der Gruppe an mich gewöhnt. Sie mögen das Anfassen bis heute nicht, aber sie haben auch keine Angst mehr vor mir. Wenn ich sie die ganze Zeit einzeln gehalten hätte, wäre ich nicht mehr froh geworden und die Ratten erst recht nicht. Also bitte so schnell wie möglich integrieren, wenn die neue Ratz gesund ist, danach kann man dann mithilfe der älteren Rudelmitglieder beginnen sie / ihn zu zähmen. Wünsche viel Spaß und Erfolg mit der neuen Nase!

shiverich 05.07.2011, 02:43

Wie machst du das mit der Integration, wenn du die Neuzugänge nicht anfassen kannst???

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imago 06.07.2011, 16:58
@shiverich

Ich hab nicht gesagt, dass die scheuen gebissen haben. Die waren alle von Anfang an sehr lieb, nur eben scheu. Sie schreien, wenn man sie hochhebt, aber mehr auch nicht. Klar ist das unangenehmfür die Ratten, aber wenn sie dafür ein Rudel bekommen, ist das noch das geringere Übel.

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shiverich 06.07.2011, 17:15
@imago

Also, ich hab wie du die Erfahrung gemacht, dass sich scheuere Ratten was von den mutigen/zahmen abschauen und leichter zahm werden. Aber andererseits hab ich auch gemerkt, dass grade in Stresssituationen wie bei einer Integration die Ratten viel ruhiger sind, wenn sie schon an mich gewöhnt sind. V.a. (dem Menschen gegenüber) ängstliche Ratten werden viel schneller aggressiv bei der Integration, und es kommt häufiger zu echten Kämpfen mit Blutvergießen (insbesondere Böcke-Integrationen). Sie sind ja nicht nur durch die fremden Ratten bedroht, sondern auch durch dich. Die Zeit, die man durch die Zähmung "verliert", holt man dann bei der einfacheren Integration wieder rein. Daher lasse ich neuen Ratten immer erst 1-3 Wochen Zeit, sich an mich zu gewöhnen. Es hängt natürlich auch vom Wesen ab. Sobald sie gerne auf meine Hand gehen und sich ohne Probleme hochheben lassen, fange ich mit der Integration an. Davon abgesehen find ich es sowieso bei Neuzugängen sinnvoll, eine Quarantänezeit einzuhalten wg. Einschleppung von Krankheiten und Parasiten.

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Prismamond 05.07.2011, 13:48

ich kann nihct anfangen zu integrieren wenn das Tier selbst vor mir Angst hat. Um es nochmal zu betonen: Da von meinem Rudel nur noch eine übrig ist, sitzt sie alleine und jetzt habe ich noch eine gleich alte (2,5 Jahre)Ratte geholt (ja, einzeln weil ich nach den beiden keine weiteren mehr halten möchte). Beide sitzen alleine und die neue lässt sich nicht berühren.

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Hmm...Vielleicht in einem etwas größeren aber abgesperrten Bereich frei rumlaufen lassen.Wird sie sich wohl besser fühlen als im Käfig.

Prismamond 04.07.2011, 18:58

Platzmangel =(

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Wie lange hast du die Ratte denn schon? Ich würde ihr erst mal völige Ruhe gönnen, damit sie sich erst mal mit ihrem neuen zuhause anfreunden kann und sich der Stress langsam legt. Wer weiß, was die Arme schon so erlebt hat, da kann man nicht erwarten dass sie sich von heute auf morgen eingewöhnt und zahm ist. Versuche, sie ein paar Tage ganz in Ruhe zu lassen. Dann fange langsam an, ihr ihr Futter nur noch mit der Hand zu geben, dass sie merkt, dass von dir keine Gefahr ausgeht und dich immer mit etwas positivem in Verbindung bringt. Ich glaube nicht, dass sie so schnell anfangen wird, unter der "Isolation" zu leiden. Auch wenn Ratten gerne Gesellschaft haben, kann es sein, dass sie sich mit deiner (ich nehme an eine feste Gruppe?) restlichen "Rattenfamilie" erst anfreunden muss oder sich gar nicht versteht, erst recht, wenn sie als Einzeltier in eine feste Gruppe kommt. Auch der fehlende Auslauf ist meines erachtens erst mal nicht soo schlimm, solange der Käfig groß genug ist. Immerhin ist sowieso alles neu für sie, das ist fürs erste schon mal Abenteuer genug ;) Gib ihr viel Zeit und Ruhe, dann wird das schon! Sind ja schließlich clevere Tierchen ;) Viel Glück mit deinem Neuzugang!

Prismamond 05.07.2011, 13:52

Der Käfig ist 80x45x100. Meines Erachtens vie zu klein aber einen gröeren habe ich einfach nicht. Auch sie sucht stäändig nach einem offenen Türchen. Ruhe und Zeit...wie viel? Galubt ihr, sie würde sich mit der Situation "abfinden" und sich anfangen zu entspannen? Es sollt ewirklich nur ein Übergangskäfig sein. Und meine Rattenfamilie besteht aus einer Verbliebenen, weshab ich es aus so eilig habe.

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notextor0101 05.07.2011, 18:53
@Prismamond

Hm, Eile und ein kleiner Käfig sind natürlich nicht die besten Voraussetzungen...aber anders geht es leider nicht, Vertrauen kann man nicht erzwingen. Wobei ich die Größe des Käfigs noch annehmbar finde, zwar nicht für immer aber zum Eingewöhnen könnte es reichen. Wie lange hast du sie denn schon? Hatte deine "Verbliebene" denn schon mal Kontakt zu deinem Neuzugang? Also durchs Käfiggitter hindurch oder ähnliches? Vielleicht kannst du sie miteinander vergesellschaften, ohne dass deine "neue" schon ganz zutraulich ist, dann kann es auch sein dass sie von deiner "alten" Ratte lernt, dass du wirklich nicht gefährlich bist. Daber müsstest du natürlich entsprechen vorsichtig sein, also erst mal mit Gitter dazwischen etc.

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Prismamond 05.07.2011, 20:45
@notextor0101

Hab die kleine schon seit 8 Tagen. Die beiden habe ich schon 3 mal durchs Gitter einander "riechen" lassen. Die Reaktionen waren beiderseits aggressiv. Das werde ich aber so fotführen. Da die neue nicht aus dem Käfig zu holen ist, müsste ich ja meine Verbliebene rein lassen. Das finde ich etwas gefährlich.

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notextor0101 06.07.2011, 19:55
@Prismamond

Also das würde ich auch keinesfalls machen, das wäre für beide gefährlich. Vielleicht gewöhnen sie sich langsam aneinander, wenn sie sich immer wieder schnuppern können, du könntest Tücher in beide Käfige legen und immer wieder untereinander austauschen, dann gewöhnen sie sich an den fremden Geruch im Käfig. Wenn sie allerdings Angst bekommen, sofort wieder raus damit. 8 Tage sind allerdings noch keine lange Zeit, das kann mehrere Wochen dauern, bis sie ruhiger wird. Versuche, es so gelassen wie möglich anzugehen.

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notextor0101 06.07.2011, 20:01
@notextor0101

Oh, und noch was was bei mir mit meinem Hamster (ja, eigentlich ist es nichtzu vergleichen, aber vielleicht funktioniert es trotzdem ;) ) wirklich geholfen hat. Ich habe ein altes T-Shirt ein paar Nächte lang getragen (Nachts, weil ich da kein Parfum oder so drauf hatte) und ihm dann in den Käfig gelegt. Er hat es sofort benutzt, um sein Nest auszupolstern und kurz darauf hatte er kaum mehr Angst vor meiner Hand, kam ohne Leckerlein auf die Hand getapst

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Prismamond 06.07.2011, 20:46
@notextor0101

Jaaaaaa die Ideen mit Tücher und T-Shirt finde ich clever. Das werde ich probieren =) die Kleine ist inzwischen soweit dass sie auf meinen Armen herumrennt. Da ich aber noch selbst Angst habe die Finger unverkleidet zu lassen, lasse ich das noch nicht richtig zu. Ich denke, sie würde mir schon auch auf die Schulter springen. Aber solange ich sie nicht mit bloßer Hand wieder ind en Käfig tun kann, dauerts noch etwas. Also ich würde schon sagen dass sie sehr extrovertiert, neugierig aber leider auch noch zuuu biestig ist <3

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notextor0101 08.07.2011, 19:23
@Prismamond

Ich finde, ihr macht ganz gewaltig Fortschritte! Und es ist gut, dass du sie nicht wieder ins Tierheim gegeben hast, vielleicht braucht auch ein kleines Tierchen wei eine Ratte jemanden, der an es glaubt ;) Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Eingewöhnen und hoffe, deine beiden Mädels kommen irgendwann gut miteinander klar!

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