Ratschläge zur Beibehaltung bzw Erhaltung des subjektiven Glaubens in ständiger Bestrebenheit der Festsetzung?

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7 Antworten

Hallo Philosophin,

— Was tue ich, um meinen Glauben am Leben zu halten?

Ich beginne jeden Tag mit einem Bibeltext und einem Gebet. Den Tag über bete ich öfter — auch gemeinsam mit meiner Frau.

Wir lesen beide täglich in der Bibel und tauschen uns gern darüber aus. Einen Tag in der Woche haben wir für das Bibelstudium reserviert.

Wir besuchen zweimal pro Woche unsere Zusammenkünfte im Königreichssaal der Zeugen Jehovas.

Wir sind mehrmals die Woche gemeinsam (auch mit anderen Glaubensbrüdern) unterwegs, um mit anderen Menschen über unsere schöne bbl. Zukunftshoffnung zu sprechen.

Wir sind in unserer Freizeit auch gern mit Gleichgesinnten zusammen. Wenn wir in der Natur sind, freuen wir uns über die schöne Schöpfung unseres Gottes Jehova. Das gibt uns viel Kraft. Wir stellen uns vor, wie schön es im verheissenen Paradies auf Erden sein wird.

— Wie gehe ich mit Zweifeln um?

Als junger Bursche hatte ich Zweifel. Dann habe ich gebetet und in der Bibel geforscht. Dann habe ich zufriedenstellende Antworten aus dem Wort Gottes gefunden. Ich habe mich auch mit anderen ausgetauscht.

Das würde ich auch heute so machen. Glücklicherweise sind mir keine Zweifel mehr gekommen. Mir geht es ähnlich, wie den Jüngern Jesu. Zwar haben ihn einige verlassen, als er von ihnen scheinbar unverständliche Dinge verlangte, aber andere vertrauten ihm völlig:

"Sịmon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist." (Joh. 6:68, 69)

— Beschäftige ich mich auch mit kritischen Fragen und suche eine Antwort darauf?

Ja — das mache ich hier auf GF fast täglich. 

Vorbild sind mir die Beröer, die "das Wort mit der größten Bereitwilligkeit aufnahmen, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten" (Apg. 17:11).

Allerdings beantworte ich nicht jede kritische Frage, wenn ich annehme, dass sie aus einem niederen Beweggrund gestellt wurde.

— Was tue ich, wenn ich merke, dass keine Verbindung mehr zu Gott besteht und ich vom Weg der Wahrheit abgekommen bin?

Für mich eine theoretische Frage, denn Du meinst hier nicht unsere Sündhaftigkeit an sich, für die wir täglich um Vergebung bitten. Was würde ich also hoffen, zu tun?

Ich würde mit aller Kraft versuchen, meine Fehler wieder gut zu machen (sofern möglich); mich bei Gott entschuldigen und Hilfe suchen bei erfahrenen Mitgläubigen. Sie würden mit mir beten und mich "mit Öl einreiben" aus dem Wort Gottes (Jak. 5:14).

Ich bin mir dessen bewusst, dass Gott ALLE Sünden vergibt, egal, wie schwer sie sind. Voraussetzung ist von Herzen kommende Reue (siehe David und Bathseba oder König Manasse).

Liebe Grüße Dir ...

xxPHILOSOPHINxx 10.08.2017, 14:52

Guten Tag OhNobody, danke für hilfreiche Antwort und + Freundschaftsbonus. :') Ich habe deine Nachricht übrigens bekommen. Da ich ständig per APP online bin, mein Datenvolumen aufgebraucht ist und ich für die Ladezeit bis zu 10 Minuten beanspruchen muss, kann ich dir erstmal nicht antworten. :) Ich wollte dir aber dennoch mitteilen, dass ich ein Bibelstudium beantragt habe. Ich werde dir aber noch eine Nachricht zukommen lassen, da ich eine Frage diesbezüglich habe. Sofern mein Datenvolumen wieder mitspielt. Bis dann und liebe Grüße :)

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OhNobody 10.08.2017, 14:59
@xxPHILOSOPHINxx

Vielen Dank für das Sternchen, Philosophin.

Freut mich, dass Du Dich zu dem Bibelstudium entschlossen hast. 

Es scheint eine alte Weisheit zu sein, dass Widerstand (wie hier auf GF) oft genau das Gegenteil bewirkt.

Nach der Verfolgung in der Sowjetunion oder im Hitlerdeutschland oder in Ruanda war das Ergebnis immer dasselbe: am Ende gab es mehr Zeugen Jehovas, als zuvor — zum Erschrecken der Gegner.

Ein Beweis dafür, dass Christus sein Versprechen aus Mat. 28:19-21 einhält. Er überwacht im Auftrag seines himmlischen Vaters Jehova das weltweite Predigtwerk.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Jehovas Segen.

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Ein Glaube ist ja nur dann von Wert, wenn dahinter eine Realität steht. Viele werden in eine Glaubenswelt hineingeboren und nehmen das Gegebene einfach an. Da wird der Glaube nicht hinterfragt, sondern im Falle des Zweifels sagt sich derjenige: "Es steht geschrieben." - Viele andere schließen sich aus ihnen undurchschaubaren Gründen einem bestimmten Glauben an. Allen diesen Menschen ist gemein, dass sie zwar eine Art Ahnung davon haben, dass es mehr gibt als das Materielle, aber die WAHRHEIT wollen sie nicht erkennen. Ein solches Bedürfnis haben sie nicht. Sie wollen nur Regeln, sie wollen, dass Gott ihnen bei der Verwirklichung ihrer Wünsche hilft und vor allem, dass sie nicht in die Hölle kommen. Ein solcher Glaube beruhigt zwar, aber er schützt nicht vor herben Enttäuschungen, wenn die eigenen Vorstellungen mit der Realität in Konflikt geraten.

Ich persönlich suchte nach WAHRHEIT und habe mich mit den verschiedensten christlichen Glaubensrichtungen, dem Hinduismus und Buddhismus, der Anthroposophie und esoterischen Lehren, verschiedenen Philosophen, ja und auch mit dem Islam auseinandergesetzt. Dabei fiel gemeinsames auf, und trennendes. Das Gemeinsame schien auf eine Wahrheit hinzuweisen, die auf unterschiedlichem Wege erkannt werden konnte. Das Fazit meines noch immer anhaltenden Forschens und Erkennens ist: Es gibt Wahrheit und der Mensch, der Wahrheit liebt, ist in der Lage Wahrheiten zu erkennen (Jo 8,32). So brauche ich mich in meinem christlichen Glauben nicht zu irgendetwas zwingen oder ermahnen, sondern die Erkenntnis der Wahrheit führt mich immer tiefer in die übersinnliche Realität. Ich habe also keine Mühe auf meinem Weg zu bleiben, sondern sehe mich auf meinem Weg durch diesen Umstand ständig gefördert. Meine Verbindung zu Gott kann nicht abreißen, da Gott, das Ewige meine eigene Natur ist (1. Jo 5,4)

Also nochmals, die Wahrheit hält jeder Kritik stand. Deshalb Zweifel nicht unterdrücken, sondern vertrauen, dass die Zweifel ausgeräumt werden (nicht sofort, aber auf alle Fälle) wenn die Religion wahr ist. Das ist im Christentum auf alle Fälle so. 

Es spielt keine Rolle welcher Religion man angehört, solange man sich Gottes Existenz bewusst wird, ist Gott in jedem von uns !

Die monotheistischen Religionen ( Islam Christentum Judentum etc ) basieren auf historische Ereignisse in Form von Allegorien & Mythen, andere wiederum behaupten das Wort Gottes zu enthalten das vom "Himmel" herabgesandt wurde.

Für mich sind es nur Schranken die keine wirkliche Vorgabe haben sondern nur eine Lebenseinstellung beinhalten, man sollte immer alles kritisch hinterfragen, nur dann können wir uns frei entfalten!

Mfg Ibrahim

xxPHILOSOPHINxx 10.08.2017, 14:55

Danke Ibrahim und liebe Grüße.

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Guten Tag zurück,

Ich bin Muslim. Um unseren (ich spreche für uns Muslime) Glauben zu bewahren und zu stärken und auf dem rechten Weg zu bleiben, beten wir 5 mal am Tag zu jeder Tageszeit. So gedenken wir zu jeder Tageszeit (Morgens, Mittags, Nachmittags, Abends und Nachts) Allahs. Das stärkt auch unsere Liebe zu Allah und den Gesandten Muhammad sas, für den wir in unseren Gebeten auch beten.

Auch in freien Gebeten, in denen man frei zu Allah sprechen kann, bitten wir um Rechtleitung, Bewahrung und Stärkung des Glaubens.

Außerdem ist es unsere Pflicht, nach Wissen zu streben. Wissen über den Islam. Das sich Beschäftigen mit dem Glauben, stärkt auch den Glauben.

So halten wir uns auch automatisch von schlechten Dingen fern, wie Glücksspiel, feiern gehen mit Alkohol etc. Das sind Dinge, die uns schaden. Und Dinge, die uns schaden, schwächen uns im Glauben und bringen uns zB dazu, unsere Gebete zu vernachlässigen und somit die Nähe zu Allah zu verlieren. Gute Taten reinigen das Herz und Schlechte beflecken das Herz bis es irgendwann ganz schwarz ist (sinnbildlich), je mehr Schlechtes man tut.

Wenn wir vom Weg abkommen, was wir tun? Die Gebete, die uns die Nähe zu Gott verschaffen, leiten uns wieder recht. Das Vertrauen zu Allah, die Ergebenheit, dass nur er allein uns helfen kann und niemand anders, das bringt uns wieder in die Spur.

Wir sind aber auch eine Gemeinschaft. Wir helfen uns gegenseitig und ermahnen diejenigen, die etwas Falsches tun. Die Gemeinschaft stärkt uns im Glauben ebenfalls.

Natürlich beschäftigen wir uns auch mit kritischen Fragen, da wir ja stets nach Wissen streben. Wenn wir aber anfangen, zB die Existenz Allahs zu hinterfragen, sind wir schon sehr weit vom Glauben abgefallen.

Ich fasse zusammen:

Beten / Streben nach Wissen / Gutes tun und sich vom Schlechten fernhalten / einzig und allein auf Allah vertrauen / den Bezug zur Gemeinschaft halten

Diese Dinge bewahren und stärken unseren Glauben, leiten uns recht, beseitigen jegliche Zweifel und verschaffen uns die Nähe zu Allah.

LG Jumik85

Was tut ihr, um euren Glauben am Leben zu erhalten?

Es gibt einen sehr schönen Vers ,  mit Gott fang an mit Gott  hör auf, das ist der schönste Lebenslauf.  Wenn man den Tag  beginnt  mit Gott , ist man schön gestützt, wenn man sich dann die Nachrichten anschaut, was so alles in der Welt  passiert, oder eigne Aufgaben die man zu bewältigen hat .  
Und wenn Du den Tag  mit Gott lebst , dann schlaf auch mit ihm ein .  

Wie geht ihr mit Zweifeln um (die früher oder später nun mal auftreten)?

Welche zum Beispiel?

Was tut ihr, um auf euren Weg zu bleiben?

ich vertrau Gott , dass er mich richtig führt, ich bleibe im Gebet .

Beschäftigt ihr euch auch ganz gezielt mit kritischen Fragen um dadurch euren Glauben zu bestärken, in dem ihr eine Antwort darauf sucht?

Ja, ich sicher ,  denn was ich Glaube  möchte ich vermitteln und dann  brauche ich vorher Sicherheit , das ist ok , und das nicht . :-)

Was tut ihr, wenn euch bewusst wird, dass gegenwärtig keine Verbindung zu Gott vorhanden ist und ihr vom Weg abgekommen seid?

Ich glaube dass Gott immer mit mir ist ,  ich habe den Glauben , also das Vertrauen .  Ich weiß , wenn ich mal denke ich bin allein , bin ich es nicht  wirklich ,Gott kriegt es mit . :-)

lieben Gruß 

Ich bin Christ. Man kann zum Beispiel beten. Auch kann man sich damit beschäftigen, warum andere Menschen an Gott glauben. Man kann auf Fragen, die man hat, Antworten suchen. Dies geht zum Beispiel im Internet.

Ich weiß jetzt nicht, welche Religion Du hast. Ich glaube an Gott, ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich vom Christentum überzeugt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

xxPHILOSOPHINxx 10.08.2017, 14:58

Hallo comhb3mpqy: ich war bereits des Öfteren auf deinem Profil. Danke und ich gehöre dem Christentum an.

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Beten, die Messe besuchen, Austausch, Bibel und andere erbauliche Literatur lesen, gute Taten vollbringen, Zeugnis ablegen, Gespräche führen, Fragen auf GF beantworten, Beichten, die Schöpfung betrachten 

LG 

Thus 

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