Ratschläge zum Umgang mit Menschen die (streng) religiös sind

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

  • Das klingt ja schon fundamentalistisch bis radikal. Solche Tendenzen sind gefährlich.
  • Als flüchtiger Bekannter würde ich schauen, dass Religion bei den Treffen außen vor bleibt -- weder würde ich ihn versuchen zu missionieren noch umgekehrt Missionierung tolerieren. Wenn das nicht klappt, würde ich den Kontakt beenden.
  • Die Freundin dagegen sollte sich dringend von ihm trennen. Zwang zum Religionswechsel ist doch dreist und inakzeptabel. Man kann ja ohnehin seinen inneren Glauben nicht einfach wechseln, sondern glaubt daran, woran man eben glaubt. Insofern wäre ein Konvertieren ja ohnehin heuchlerisch. Nein, man sollte sich definitiv niemals in eine andere Religion treiben lassen und der Mann darf das auch nicht erwarten.
  • Es ist abzusehen, dass die deutsche Freundin dann in Kürze auch am besten Kopftuch trägt, nackte Sauna-Besuche verboten bekommt oder dergleichen. Wahrscheinlich wird sie auf perfide Art schrittweise immer höriger und letztlich auch Gewalt seinerseits erfahren.
  • Mein Rat an sie wäre: DRINGENDE Trennung, bevor es zu spät ist. Die Frau versaut sich gerade ihr gesamtes Leben. Sie könnte sich glücklich schätzen, wenn ihr eine Trennung und kompletter Kontaktabbruch noch ohne Gewalt seinerseits gelänge. Es wird ernst und sie sollte schnell handeln!

Hallo liebe Diskussionsteilnehmer,

Ich spreche nun aus eigener Erfahrung. Ich habe mich gerade von meinem Freund unter sehr schmerzhaften Umständen getrennt. Auch nach 5 Wochen ist es sehr sehr schwer damit zurecht zukommen nicht zusammen zu sein und es ist schmerzhaft an die Trennung zu denken. Fast ein Jahr lang war alles nicht nur in Ordnung, sondern wie Magie. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut, und obwohl wir sehr beschäftigte Menschen sind (er 33 vertriebler+tennistrainer; ich 28 frischgebackene Uniabsolventin), bracuhten wir nicht viel oder lang um uns näher zu kommen. Wie gesagt alles perfekt. Doch nach und nach rückte er mit immer strengeren religiösen Ansichten raus, die mir erstmal kein Problem bereiteten als weltoffene, selbst interkulturelle Antropologin. Er entdeckte neben seinem Katholizismus den Islam vor 3 Jahren für sich. Dies nach einer schlechten Beziehung (mehr weiß ich nicht). Auf jeden Fall wurden die Kompromisse meinerseits doch so viel, dass ich ihm fragen stelle wie das weitergehen soll, wenn wir im Juni zusammenziehen und inwieweit er vielleicht auch auf mich eigehen möchte. Ich tat aus vollem Herzen alles, aber nach einem Jahr konnte ich wohl einen Kuss verlangen! Und die gemeinsamen Nächte (ohne Sex) hatten längst aufgehört gehabt, weil er nicht erregt sein wollte. Letzteres klappte eh nie. Ein sportlicher gutaussehender Mann und eine schlanke sportliche fröhliche halb-südamerikanerin entfachen füreinander zu viel sexuelle Anziehung, geschweigedenn unsere Liebe.

Plötzlich wurde aus den Tagen des Fragens und Nachdenkens für ihn eine unwiederrufliche Trennung. Die krasse Begründung ist: "Ich kann Dich doch nicht heiraten, weil Du nicht an Gott glaubst wo wie ich und meine Kinder sollen später das glauben, was ich glaube."

Ein Schlag ins Gesicht. Ich redete nochmal mit ihm, dann zum ersten mal mit anderen über ihn und uns. Einem Gläubigen noch in der Orietierungsphase zur Seite zu stehen verlangt völlige Ignorierung Deiner selbst. Es gehört IMMER gegenseitiger Respekt, Toleranz ABER VOR ALLEM VERSTÄNDNIS. Denn "nur" Liebe oder Freundschaft leiden als einzige im Kampf gegen Religion.

Viele vergessen, dass ihre Hoffnung auf einen Sinn des Lebens durch Religion (egal welche) Dir Scheuklappen aufsetzen kann und Du nicht nur andere verletzt, sondern DIESE PERSON ALS ERST auf der Strecke bleibt :-(

Es sind viele Fälle bekannt, wo die Frau aus Liebe zu ihrem Mann die Religion gewechselt hat. Dann erfolgte weiterer Druck hinsichtlich der Kleidung, Verschleierung, Ausgangssperre und Vereinsamung. Ich würde zur Lösung der Verbindung raten.

das ist schwer zu beantworten.

an sich hat man respekt vor der lebensart und religion des anderen, aber wenn dieser dann dann missbilligt, wie andere leben und verlangt, das sie ihren lebenstil ändern, sollte man klar sagen, das es reicht.

ich würde mal schauen, ob es vereine oder gruppen gibt, die beraten udn man informationen bekommt.

sobald man bei solchen leuten etwas falsches sagt, ist man unten durhc, bzw. wird gar nciht akzeptiert

Ganz ehrlich: Da geht nur eines: Sofortiger Kontaktabbruch! Kurz und bündig, freundlich aber bestimmt sagen, dass du keinen Kontakt zu fanatischen Gläubigen haben willst. Sage ihm, wenn er religiös sein will, so soll er dies tun, aber nicht versuchen anderen seinen Glauben aufzudrängen oder gar zu zwingen. Religion ist wenn überhaupt Privatsache. Wenn er nicht respektiert, dass du sein Freund sein willst um seiner selbst Willen und keinerlei Interesse an seiner religiösen Überzeung hast, dann ist er es nicht wert als Freund bezeichnet zu werden.

Leider kann man aber nur wenig gegen solche Fanatiker tun. Sie WOLLEN in ihrer Phantasiewelt leben. Selbst wenn man ihnen Beweise gegen seinen Gott auf die Stirntätowieren würde, so würde er sie nicht glauben. Also nicht diskutieren, einfach Abstand nehmen getreu dem Motto: Umgibt dich nicht mit Menschen die dir nicht förderlich sind und dich als Person respekteiren.

Warum ist er hierher gekommen. Was hatte er für Vorstellungen und Wünsche vom Westen.Warscheinlich erdrückt ihm die Freizügigkeit, des Westens !Er sucht bekannte Werte, Sonnst fühlt er sich verlohren. Es mus für ihn sehr schwer sein, sich hier zu intregieren.In seinem Land gab es nur die eine Richtung.Hier gibt es mehrere, Da ist es verständlich ,das er sich an das altbewährte klammert.

>dass sie konvertiert wenn er sie mal heirátet<

da hört die -freundschaft- auf, wer so was verlangt, der ist schon hörig, (das hat nichts mehr mit liebe was zu tun) und die frau wird unterdrückt, der glaube darf nicht für-gegen andere leute eingesetzt werden, um sein willen durch zu setzen, die arme freundin, wie du damit umgehst kannst du nur selbst entscheiden

Wenn Dein Bekannter sich jetzt an Prinzipien hält, ist das zunächst einmal nicht zu kritisieren. Er verlangt ja von seiner deutschen Freundin nicht allgemein, dass sie den Islam annimmt, sondern ausdrücklich nur für den Fall, dass es zur Heirat kommt.

Allerdings frage ich Dich, wieso Du einmal sagst, er sei kein schlechter Mensch, andererseits erklärst, die Freundschaft zu ihm werde immer schwieriger? Ist das vielleicht etwas, worüber es Dir zu sprechen schwer fällt?

Religion gehört in die eigenen vier Wände. Wenn er damit nach außen tritt und dein oder das Leben anderer belastet bzw. verändern will, würde ich den Kontakt abbrechen. Das wird nicht gut ausgehen.

kwon56 16.10.2012, 17:45

Religion gehört zum gesamten Leben.

0

sofortige Trennung von dem Typen. Auf so etwas will sich doch keine normale Frau einlassen

Ganz einfach einander gegenseitig respektieren, wenn eine Partei das nicht einhält, dann ist das ihr Defizit und muss dafür dann auch die Konsequenzen tragen!

Lies mal das Buch "Nehmt den Männern den Koran weg".

Was möchtest Du wissen?