Rat zur Hilfe bei Traumabewältigung

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3 Antworten

Du kannst es ihr nur anbieten, musst ihr aber letztlich die Entscheidung selbst überlassen. Du kannst ja sagen, dass du siehst, wie schlecht es ihr oft geht und dass du dir Sorgen machst. Außerdem kannst du ihr sagen, dass du im Internet von vielen Leuten gelesen hast, denen eine Therapie dabei geholfen hat. Sag ihr ruhig direkt, dass du sie nicht bedrängen willst und dass es ihre Entscheidung ist, aber dass du ihr den Vorschlag machen möchtest, zu einem Therapeuten zu gehen, weil dann die Chance bestünde, dass sie glücklicher wird und weniger Alpträume hat. Du solltest ihr auch versichern, dass ihr, egal wie sie sich entscheidet, Freundinnen bleibt und du immer hinter ihr stehst und dass sie sich das alles ja erstmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen kann. Wenn du die Befürchtung hast, dass sie sich gleich verschließen könnte, dann kannst du ihr einen Brief schreiben, aber ich weiß aus der Erfahrung mit meiner besten Freundin, die früher magersüchtig war, dass die offene Kommunikation für uns beide sehr befreiend war und viel hilfreicher für sie und für unsere Freundschaft als alle indirekten Andeutungen und zögerlichen Versuche vorher.

Versuche, sie davon zu überzeugen, dass diese Albträume und diese "Flashbacks" ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen. Sie könnte viel entspannter leben und besser schlafen, wenn sie sich professionelle Hilfe sucht.

Wenn sie es schafft, den Hausarzt aufzusuchen, und ihre Beschwerden zu schildern, wird er sie an einen Psychiater überweisen.

Es gibt auch Medikamente, die explizit für Trauma-belastete Patienten verschrieben werden. Das wäre schon einmal eine echte Erleichterung für sie.

Beim ärztlichen Gespräch muss sie nichts erzählen, was sie nicht will. Es reicht vorerst, nur die Schlaf-und anderen Befindlichkeitsstörungen zu benennen. Wenn gefragt wird, woher das kommen könnte, wird respektiert, wenn sie darüber nicht reden will

Nachtflug 22.01.2013, 21:30

Warum sie gelernt hat, sich von sich selbst zu distanzieren, um einer unangenehmen Situation zu entfliehen, weiß nur sie selbst. Aber auch da gibt es Medikamente, die helfen, dass sie "bei sich" bleibt.

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das wird sie nur in einer therapie wirklich wirkungsvoll lernen. ich selbst habe das gleiche problem und bin schon sehr weit gekommen, aber es klappt auch bei mir nicht immer.

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