Rat geben - Falsch?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Totaler Quatsch! 50%
Zum Teil richtig aber... 35%
Richtig so! 14%

19 Antworten

Beim Rat geben kommt es sehr darauf an, ob man in dem Bereich, in dem ein Rat erteilt werden soll, auch über eine ausreichende Kompetenz verfügt. So kann man mit 14 natürlich schon lange Jahre intensiv Theater spielen und dann viele Tipps und Hinweise geben. Bei Fragen im zwischenmenschlichen Bereich, die im Grunde erst zugänglich werden, wenn man selbst vergleichbare Situationen erlebt hat, wenn man Möglichkeiten des Scheiterns durchgemacht und sich mit variablen Strategien dann vielleicht doch durch Probleme gekämpft hat, hätte ich Bedenken von einem Mädchen mit 14 Lebensjahren Orientierungshilfen anzunehmen. Natürlich gibt es frühreife Persönlichkeiten in beiden Geschlechtern, die über erstaunliche Sensibilität verfügen und mit ihren Ideen deutlich älteren Personen Verhaltensalternativen vorstellen, die unsinnige Stereotype oder unbrauchbare Klischees hervorragend ersetzen können. - Dennoch muss man bedenken, dass Menschen nur dann einen Rat annehmen können, wenn sie die ratgebende Person für kompetent halten. Ein Gegenbeispiel ist die tausendfältig gemachte Erfahrung, dass Väter von ihren heranwachsenden Kindern - selbst wenn diese völlig berechtigte und sorgfältig begründete, gute Verhaltensalternativen zum vom Vater geforderten Betragen anbieten, diese nicht akzeptieren können, weil die Kinder in ihrem Erleben die Rangniederen sind. Und von einem Rangniederen kann man praktisch keinen Korrektur der eigenen Werthaltungen annehmen. Das ist ein ganz archaisches - mehr oder weniger angeborenes -Verhalten. Bilanz: Es wird also für ein Mädchen vom 14 Jahren immer deutlich schwieriger sein, mit einem Ratschlag für den zwischenmenschlichen Bereich auf offene Ohren zu treffen, weil ihr in der Regel nicht die ausreichende Kompetnz zugetraut wird.

Jeder Mensch in jedem Alter hat doch ganz spezifische Erfahrungen, Ansichten, Gefühle und Erkenntnisse, die es weiterzugeben lohnt oder auch nicht. Was der Ratsuchende davon annimmt bleibt ihm dann selber überlassen. Unangemessen ist es nur, wenn man andere missionieren will und überzeugt ist, dass die eigene Meinung die einzig wahre ist.

Oft sind es leider gerade die Psychologen, die meinen, die Weisheit gepachtet zu haben. Gerade deshalb würde ich deren Meinung nicht immer allzu ernst nehmen sondern z.B. deine Ansichten genauso wichtig nehmen, denn mit dem Alter hat das überhaupt nichts zu tun ob man sich in andere Menschen einfühlen und Situationen realistisch abwägen kann.

Empathie und soziale Kompetenz lassen sich nicht anstudieren, deshalb ist dein Rat nicht mehr oder weniger wichtig als der eines neunmalklugen Seelenklempners !

Zum Teil richtig aber...

ich habe das auch mal von jemanden mit einer entsprechenden ausbildung gehört. der satz war "ratschläge sind auch schläge". allerdings suchen hier auf der plattform nur sehr wenige leute wirklich hilfe. oftmals suchen sie eher noch eine bestätigung für etwas das sie sowieso schon dachten. aber naja, er hat bestimmt auch ein bisschen recht damit, ist hald einfach was anderes ob in einem persönlichen gespräch oder im internet. hier bekommst du auch pro thema 5-10 verschiedene antworten und kannst dir deine eigene meinung bilden, beim psychologen "musst" du auf seine meinung vertrauen..

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