Rassimus was genau?

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14 Antworten

Vieles, was heutzutage als rassistisch bezeichnet wird, ist meist einfach ausländerfeindlich, aber nicht rassistisch.

Rassismus ist durch die aktuellen Vorkommnisse mittlerweile zu einem Schlagwort verkommen und trifft in den meisten Fällen gar nicht den Kern.

Wirklicher Rassismus bezieht sich auf meist konstruierte anthropologische Unterschiede. Menschen werden dann aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe mit bestimmten Vorurteilen belegt, zB "Alle Menschen aus dem Land X sind minderwertig im Vergleich zu uns".

Biologisch existiert allerdings nur eine Rasse weltweit, nämlich der homo sapiens. Es gibt keine Unterteilung in Unterarten. Die bisherigen Unterscheidungen waren willkürlich und von Menschen festgelegt.

was könnte denn rassistischer sein als das Vorurteil, dass eine bestimmte Nation, Ethnie oder Religion krimineller wäre als eine andere?

Das ist exakt das was Rassismus ist.

Viel mehr an Rassismus gibt es nicht. Im grunde gar keinen anderen.

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@Augsburgblick

In der heutigen Wortbedeutung ist "Rassismus" m.E. nicht (mehr) fest mit dem Wort "Rasse" verknüpft. Er wird weiter gefasst, daher finde ich diese künstliche Einschränkung nicht sinnvoll. Der Begriff wäre dadurch nämlich eine leere Worthülse.

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@Augsburgblick

@n Augsburgblick

Das was du beschreibst ist kein exaktes Beispiel für Rassismus. Rassismus behauptet, dass die Menschheit in unterschiedliche Rassen aufgeteilt ist und davon ausgehend schreibt man ihnen bestimmte Fähigkeiten (nicht) zu und stuft sie als unterschiedlich lebenswürdig ein. Das ganze richtet sich eher auf das Erbgut ab.

Nation XY krimmineller als Nation 12 zu bezeichnen kann zwar natürlich von einem Rassisten ausgehen, muss aber nicht zwangsläufig vom Rassismus ausgehen. Chauvinismus und Fremdenfeindlichkeit kann auch der Grund sein.




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nichts anderes habe ich gesagt.

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Wenn dir jemand sagt, der Satz "Die Deutschen sind total freundlich!" sei rassistisch, dann ist er ein Idiot, egal was er damit bezwecken will.

Lass dich von etwas gesundem Menschenverstand leiten. Rassismus fängt erst dort an, wo eine Menschengruppe als weniger wert oder als übler dargestellt wird, als andere Gruppen.

Nach meinem Empfinden ist für Rassismus noch nötig, dass diese Beurteilung auf Vorurteilen beruht, es also keine hinreichenden Beweise dafür gibt. Die Pauschalisierung von Eigenschaften in Bezug auf eine Gruppe allein ist noch kein hinreichendes Kriterium für Rassismus.

Natürlich gibt es eine berechtigte Pauschalisierung von Eigenschaften, und sie geschieht auf der Basis von Urteilen. Denk mal nur an den Unterschied zwischen Obst und Gemüse.

Alle Vorurteile können durch Erfahrungen und "hinreichende Beweise" zu Urteilen werden.

Rassismus kann es eigentlich gar nicht geben, weil die Wissenschaft recht hat, und, wie hier bereits gesagt wurde, es keine biologischen Rassenunterschiede gibt. Alle aktuell lebenden Menschen gehören der Rasse homo sapiens an.

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@Nunuhueper

Ich habe nicht geschrieben, dass es diese Pauschalisierung nicht gäbe oder sie nicht sinnvoll sei. Sie allein ist aber nicht schon ausreichend für Rassismus (meine Worte: "kein hinreichendes Kriterium für Rassismus"). Das Beispiel dafür hast du selbst aufgeführt. Wenn ich die Eigenschafen von Birnen denen von Äpfel gegenüberhalte, dann würde wohl niemandem in den Sinn kommen, dass hier rassistisch argumentiert wird.

Alle Vorurteile können durch Erfahrungen und "hinreichende Beweise" zu Urteilen werden.

Dann sind es aber keine Vorurteile mehr, und wie ich auch bereits geschrieben habe, handelt es sich um Rassismus, solange es sich nur um Vorurteile handelt. Wenn man schlecht über einen verurteilten Mörder schwarzer Hautfarbe spricht, dann muss es sich dabei nicht um Rassismus handeln. Wenn man schlecht über jemanden spricht, den man nicht kennt und sein Urteil nur aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer anderen Gruppe fällt, dann würde ich Rassismus annehmen.

Rassismus kann es eigentlich gar nicht geben, weil die Wissenschaft recht hat, und, wie hier bereits gesagt wurde, es keine biologischen Rassenunterschiede gibt.

In der heutigen Wortbedeutung ist "Rassismus" m.E. nicht (mehr) fest mit dem Wort "Rasse" verknüpft. Er wird weiter gefasst, daher finde ich diese künstliche Einschränkung nicht sinnvoll (auch wenn sie der ursprünglichen Wortbedeutung entstammt). Der Begriff wäre dadurch nämlich eine leere Worthülse. Da es in der biologischen Nomenklatur nur eine "Rasse Mensch" gibt, wäre ein Begriff, der die Abgrenzung zwischen Rassen voraussetzt, sinnlos, oder sogar irreführend.

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Nein, Rassismus ist negativ.

Rassismus ist die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

Rassismus geht davon aus, es gäbe verschiedene Menschenrassen, denen bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen unveränderlich angeboren wären. Obwohl unbeweisbar und inzwischen auch widerlegt, gehen Rassisten also von einer angeborenen Ungleichheit verschiedener Menschenrassen aus, die sich in dem unveränderbaren Verhalten ihrer Angehörigen zeige und auch äußerlich nachweisbar sei.
Dann ziehen sie den Schluss, die verschiedenen Menschenrassen seien nicht nur ungleich, sondern auch nicht gleichwertig, sowohl als Gruppe, als auch als Individuum. Nicht gleichwertige Menschen besitzen aber in dieser Argumentation auf keinen Fall gleiche Rechte, schlimmstenfalls besitzen minderwertige Menschen kein Lebensrecht.

Rassismus bildet die Grundlage einer scheinwissenschaftlichen Argumentation, die zur künstlichen Bildung von Gruppen dient.
In einem zweiten Schritt wird die abgegrenzte Gruppe herabgesetzt, benachteiligt und ausgegrenzt.
Zur Verfolgung ist es von dort aus nicht mehr weit.

Da Rassismus fast immer der Rechtfertigung eigener Handlungsweisen dient, wird er von Gruppen eingesetzt, die entweder ihre Macht auf andere soziale Gruppen ausdehnen und sie unterdrücken wollen, oder von Gruppen, die ihre Privilegien gefährdet sehen, also eine bestehende soziale Ungleichheit erhalten wollen, aus der sie selbst Vorteile ziehen.

Rassismus ist also eines der Mittel, um soziale Ungleichheit zu erreichen oder zu erhalten. Deswegen besitzt er immer zwei Seiten, die negativ und die positiv besetzte. Negativ besetzt sind immer "die", also die Angehörigen der herabgewürdigten Gruppe. Positiv besetzt sind immer "wir", also die Angehörigen der aktiven Gruppe. Diese aktive "Wir-Gruppe" besitzt aufgrund ihrer angeborenen und unveränderlichen Höherwertigkeit das naturgegebene Recht, die Rechte der negativ besetzten "Die-Gruppe" einzuschränken und diese Ungleichheit notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen.

Da rassistische Aussagen für sich alleine kaum haltbar sind und keiner Überprüfung standhalten, werden sie fast immer mit anderen weltanschaulichen Aussagen vermischt.
Ein Beispiel für Rassismus in Reinkultur ist die Sklaverei in den USA, die u.a. mit christlicher Sch(w)einargumentation bemäntelt wurde.
Im 19. Jahrhundert versuchten "Wissenschaftler", Charaktereigenschaften durch Vermessungen körperlicher Eigenschaften zu belegen. Dieser verhängnisvolle Ansatz mündete letztendlich im Rassewahn des NS-Regimes.

Dein Beispiel des Spaniers kann ich also nicht beurteilen:
Erst im folgenden Gespräch kann sich herausstellen, wie der Mann darauf kommt. Denn zunächst einmal hat er ja nur seine eigenen durchweg positiven Erfahrungen verallgemeinert, er hat sich also ein Vorurteil gebildet. Vorurteile (negative wie positive) aber sind recht schnell korrigierbar. Spannend wird es also erst, wenn der Spanier aus deinem Beispiel nach seiner Begründung gefragt wird.

Zur Verfolgung:

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Persecution_of_Muslims

Massenmorde, Folter, Verbrennungen, Aushungern von 9 Völkern und kaum jemanden juckt es. 

Nett illustriert von fishfries auf Insagramm. Wer es aushält.

Vorweg: Ich weiß auch andere Glaubensgemeinschaften werden unterdrückt. Auch das ist natürlich falsch!

Let's live in peace, not only rest in peace! ✌

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@Schatzsucher

Kurz quergelesen, war mir zu lang...

Ich meine, die Grenzen zwischen religiösem Übereifer, Fanatismus und religiös motiviertem Rassismus sind fließend.
Und wie so oft spielen negative Vorurteile, der Unwille, sie zu hinterfragen und zu ändern, und die Bereitschaft, sie zur eigenen Handlungsmaxime zu erheben, eine tragende Rolle.

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Schau mal bei Wiki, da wird dieser Begriff Rassismus erklärt. 

Rassismen verschiedener Art gibt es, und es wird neben dem ursprünglich biologischen auch zwischen dem religiösen, den sozialen und kulturellen Rassismus unterschieden.

Die Herabsetzung ganzer Gruppen sollte eigentlich unter den Begriff Diskriminierung fallen. Stattdessen wird Rassismus inflationär gebraucht, ohne zu differenzieren..

Diskriminierung ganzer Gruppen und Bevölkerungsanteile ist auch ohne rassistischen Hintergrund möglich, aber rassistische Gedanken enden nahezu zwangsläufig in Diskriminierung.

Wobei ich finde, dass du grundsätzlich recht hast: Rassismus wird infltionär und als Totschlagsargument benutzt. Paradoxerweise fällt es dadurch echten Rassisten leichter, ihre krausen Gedanken zu verbreiten.
Aber das führt zu einer anderen Diskussion...

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Per Definition wäre das wahrscheinlich schon Rassismus aber wenn du aus Spanien kommst und deiner Familie erzählst wie freundlich alle Spanier sind wird dir das wohl kaum jemand übel nehmen.

Für mich ist Rassismus etwas negatives, wenn also jemand ständig in den Urlaub fährt und alle Leute super findet aus den Orten wo er war würde ich ihn wohl kaum einen Rassisten nennen.

Der Begriff Rassismus ist ein Begriff der negativ geprägt ist.

Mit dem Begriff will man abschrecken, und die Ansichten des Äußernden als falsch darstellen.

Leider hat man in der letzten Zeit Begriffe wie Nazis, Rechtsradikale oder Rassisten derartig abgenutzt, das sie an der Schwere ihrer Bedeutung verloren haben. 

Heute wird man ja schon verunglimpft, nur wenn man Kritik äußert, oder seine eigene Meinung vertritt, die von Befürwortern einer Sache als schädlich und schlecht wegdiskutierbar angesehen werden. 

Das was du beschrieben hast ist ein Vorurteil. Genau wie bei mir ich komme aus Russland und viele meine Freunde sagen wenn wir feiern sind soll ich Ich viel trinken weil ich aus Russland komme total schwachsinnig. Wenn du jemanden wegen seiner Herkunft Hautfarbe etc. Beleidigst ist es rassistisch. Alles andere sind meist Vorurteile. Ich sage zu Freunden auch oft am Weihnachten gibt es nur Kartoffelsalat mit Würstchen wenn einer sagt ich soll trinken weil ich Russe bin.

Zunächst, es ist normal vor unbekanntem Angst zu haben und es skeptisch zu betrachten. Ebenso gewisse Schubladen dafür esinzurichten. Das ist menschlich.

Rassismus fängt dort an wo man Erlebnisse oder Nachrichten von einzelnen Personen auf eine Gruppe überträgt und anfängt zu verallgemeinern.

Die Spanier, die Deutschen, die Ausländer, die Flüchtlinge,die Buddhisten usw. sind so und so.

Die Spanier sind faul. die Deutschen saufen, die Ausländer stehlen, die Flüchtlinge sind kriminell, die Buddhisten wollen andere umbringen, .......

Das ist Rassismus im Kern.

Also immer wenn von Einzelnen auf eine Gruppe geschlossen wird, egal um was es sich dabei handelt, das müssen nicht Ethnien. Nationen oder Religionen sein.

Das was du da beschreibst, sind Vorurteile, aber kein Rassismus. Denn weder die Deutschen, noch die Spanier noch sonst irgendwer sind eine eigene Rasse. Rassen sind von Menschen geschaffene, willkürliche Unterscheidungen bestimmter Ethnien. Biologisch gibt es jedoch keinerlei Rassenunterschiede, denn alle aktuell lebenden Menschen gehören der Rasse homo sapiens an. Insofern ist Rassismus mittlerweile einen Kunstbegriff, der sich aufgrund seiner fehlerhaften Herkunft selbst überlebt hat.

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@GoodFella2306

,Rassismus hat wenig bis gar nichts mit dem Rassebegriff zu tun. Dass es nur eine Menschenrasse gibt sollte ohnehin Konsens sein.

Nein, was ich beschrieben habe sind keine Vorurteile sondern das was Rassismus im kern ausmacht: das schliessen von einzelnen auf eine Gruppe. Um was für eine Gruppe es sich dabei handelt ist unwichtig. Die Pauschalisierung macht den Kernbestand des Rassismus aus.

Meist geht es eben um Ethnien oder Religionen. Aber entscheidend ist das nicht um von Rassismus sprechen zu können.

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@Augsburgblick

"Rassismus hat wenig bis gar nichts mit dem Rassebegriff zu tun. Dass es nur eine Menschenrasse gibt sollte ohnehin Konsens sein."

Nein. Rassismus ist untrennbar mit einer willkürlichen Kategorisierung in Rassen verbunden.
Und leider geht es um genau diesen Konsens, den du ansprichst:
Mach das mal einem erklärten Rassisten klar...

Das Verallgemeinern macht ja ein Vorurteil aus, es ist noch kein Beleg für ein rassistisches Denken. Erst die Begründung mit deterministischen Scheinargumenten macht aus irgendeinem Vorurteil eine rassistische Verallgemeinerung.

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Rassismus kommt von Rasse, es geht dabei also um verschiedene Ethnien wie Schwarze, Asiaten, Südeuropäer oder Nordeuropäer. Es gibt noch weitere Unterteilungen, aber das spielt hier keine Rolle. Wenn jemand sagt :"Die deutschen sind freundlich" hat das keinen Bezug zur ethnischen Zugehörigkeit, sondern zur Nationalität. Somit ist es kein Rassismus.

Rassismus :die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

Rassismus ist eine Ideologie, in der ethische oder soziologisch bedingte Verhaltensweisen von Individuen oder Gruppen als genetisch fest codierte biologische Eigenschaften einer ganzen Rasse zugeschrieben werden. Im engeren Sinn ist dann Rassismus die Höherbewertung der eigenen Rasse und die Unterbewertung bestimmter anderer Rassen als 'minderwertig'.

Also so wie Nationalismus nur nicht mit Nationalität sondern Rassen ja? :)

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Rassisten sind nur welche die von Leuten z.b wegen ihrer Hautfarbe schlechter denken. In Amerika werden Schwarze häufiger als weiße erschossen. 

Oder wenn einer sagt: "ich würde alle Syrer raus schmeißen".

Nur weil sie Syrer sind.

Das ist rassismus.

(Schreib mir ein Kommentar)😉

Steve Jobs war übrigens der Sohn eines syrischen Flüchtlings.

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Nein, das ist noch kein Rassismus, weil deinen Beispielen die Begründungen fehlen.
Z.B. kommen Nationalisten auf genau dieselbe Forderung bezüglich Syrer, müssen dabei aber nicht rassistisch argumentieren.
Erst etwa völkische "Argumente" wie eine mögliche "Blutsvermischung" oder die Unterstellung einer nicht veränderbaren (angeborenen) "Unvereinbarkeit von Werten" machen eine solche Forderung zu einer rassistischen Aussage.

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@Pudelcolada

@Pudelcolada.

Deiner Feststellung nach sind dann auch die Jesiden wegen ihrer Endogamie Rassisten.

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@Nunuhueper

Es kommt auch hier auf die Begründung an, und mit Jesiden kenne ich mich nicht gut aus.

Endogamie kann ja aus verschiedenen Gründen erfolgen, von geographischer Abgeschiedenheit über den Besitzerhalt des Familienverbandes, Religionszugehörigkeit bis zu rassistischen.

Welche Gründe die Jesiden anführen, weiß ich nicht.
Wenn es etwa einem Außenstehenden möglich ist, der Religionsgemeinschaft beizutreten und dann die vollen Rechte zu besitzen, halte ich die Endogamie für religiös motiviert.
Wenn dies aber unmöglich ist mit der Begründung, nur ein gebürtiger Jeside sei ein wahrer Jeside, dann halte ich eine solche Endogamie für einen religiös motivierten Rassismus.

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Rassismus:

die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse1 weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

Auszug Wikipedia

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