Rassenideologie des 3. Reichs?

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4 Antworten

Bestimmt gab es dafür eine Art Tabelle. Grob eingestuft haben sich die drei Hauptrassen, die die Nazis erfanden in folgende: 

Herren-und Kriegerrasse (also vor allem Deutsche, Nordeuropäer, die für die Nazis die stärkste und beste Rasse darstellten, die es verdient hätte, der "Herr" über alle anderen Rassen zu sein).

Die Kuli- und Fellachenrasse (was vor allem Slawen (also Russen bspw.), viele asiatische und afrikanische, sicherlich auch indische Völker umfasste. Diese Rasse galt für die Nazis als die, die die harte körperliche Arbeit unter der Herrschaft der Herrenrasse verrichten sollte. Man behauptete, sie sei die größte und verbreiteste Rasse.

Zuletzt kam die sog. parasitäre Rasse, also ganz unten auch von ihrem Wert. Die Nazis suggerierten, dass diese Rasse sich in den Völkern anderer Rassen eingliedern würde, um diese dann von innen heraus zu zerstören. Als Parasitär galten u.a. die Juden.

Die Nazis sahen sich als vor allem Österreicher und Deutsche natürlich ganz oben angesiedelt in ihrer "Rangliste der Rassen". Man hat um die Japaner, die mit dem Dritten Reich verbündet waren, zu besänftigen diese dann noch zu den "Ariern des Ostens" erklärt, weswegen man sie auch ganz oben einordnet hat. Hatte aber mehr was mit Diplomatie als mit Ideologie zu tun.

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Kommentar von Marcrila
29.04.2016, 21:35

Als Parasitär galten u.a. die Juden.

Wer waren die u.a, neben den Juden ?

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Im Wesentlichen wurde meines Wissens nach zwischen der "arischen Herrenrasse", den "slawischen Rassen" und der "jüdischen Rasse" unterschieden.

Die Rolle der "Arier" in dieser Ideologie ist glaube ich nicht notwendig zu erklären.

Die slawischen Völker wurden als eine Art "Sklavenrasse behandelt, die eben zum Arbeiten und Ausbeuten taugt, zu höherer Geistestätigkeit aber nicht fähig waren, also den "Ariern" in diesem ganz wesentlichen Punkt des Mensch-Seins nachgestellt und somit eine "minderwertige" Rasse. Slawische Völker wurden besonders im Osten gesehen.

Juden waren als dritte Rasse ganz unten angesiedelt. Ihnen wurde das von vielen herbeigeredete "Weltjudentum" zur Last gelegt. Man gab ihnen die Verantwortung für den verlorenen ersten Weltkrieg, insbesondere in der von den Nationalsozialisten "modifizierten" Dolchstoßlegende, nach der der Krieg allein durch innere Verräter und nicht durch militärisches Versagen verloren wurde.

Ihnen prach man sogar ab, als gute Arbeitskräfte zu dienen, man begriff sie vielmehr als das Volk und die Gesellschaft zersetzende Kraft, die zum Schutz von "Volk und Staat" vernichtet werden müsse.

Wichtig ist vielleicht auch, dass Arier nicht zwangläufig Deutsche sein mussten. Heinrich Himmler beispielsweise suchte im Himalaya, in Tibet um genau zu sein, nach den Ursprüngen der Arier.

Tatsächlich nannte sich ein (evtl indogermanischer) Stamm so, dessen Existenz ist belegt, seine Rolle und Herkunft wurde aber durch Rasseideologen des 19. und 20. Jahrhunderts verfälscht und umgedeutet.

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Google mal nach "NS-Rassenlehre". Da findest Du eine ganze Reihe Seiten, die den Unsinn im Detail erklären.

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Vielleicht hilft Dir ja der Begriff "Nürnberger Gesetze" etwas :)

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