Rasiermesser Schärfen

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1 Antwort

Für die saubere Nassrasur würde ich eher in Richtung 6000'er japanischer Wasserstein oder feiner (bis 10.000) gehen, sonst werden die Haare mehr gerupft als abgeschnitten.

Allerdings muss man bei den Körnungsangaben aufpassen, es gibt Körnungsangaben nach europäischer Norm (FEPA) und nach japanischer Norm (JIS). Die von mir genannten 6000 beziehen sich auf die japanische Norm, das entspräche einer FEPA Körnung von 1500, 8000 JIS würden in FEPA etwa 2000 entsprechen.

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Somit hängt also die Körnungsangabe von dem Normungssystem der Hersteller der Schleifsteine ab. Im Allgemeinen kannst Du davon ausgehen, dass die meisten Schleifsteine, die als japanischer Wasserstein oder auch nur als Wasserstein deklariert sind nach JIS messen und die anderen Schleifsteine meistens in FEPA angegeben sind.

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Hier findest Du einige verschiedene Schleifsteine, die verglichen werden:

www.messer-machen.de/schleifst.htm

Was man bei den europäischen Schleifsteinen beachten sollte ist folgendes: Sie sind härter gebunden als die japanischen Schleifsteine nutzen sich somit langsamer ab. Das bedeutet aber auch, dass die stumpfen Schleifpartikel langsamer ausbrechen und somit nur langsamer Platz für frische, scharfe Schleifkörner machen. Das führt dazu, dass die europäischen Schleifsteine tendenziell für die Körnungsangabe gesehen feiner schleifen als die weicher gebundenen japanischen Schleifsteine.

Der Effekt kommt besonders bei den gröberen Schleifsteinen zum Tragen, beiden feineren sind die japanischen Steine ein wenig härter gebunden, da macht er sich weniger bemerkbar.

Falls Du in Richtung eines belgishen Brocken abzielst, der blaue belgische Brocken eignet sich für erste Rasiererfahrungen, der gelbe ist durchaus mit einem 6000 bis 8000'er japanischen Wasserstein zu vergleichen.

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