Räumungsklage meine Rechte

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Die wichtigste Pflicht des Mieters ist die Zahlung der Miete. Zahlt der Mieter nicht zum vereinbarten Zeitpunkt, gerät er in Zahlungsverzug (§ 286 BGB) und riskiert eine fristlose Kündigung. Eine Mahnung (oder ein Mahnverfahren) des Vermieters ist nicht erforderlich, weil der Zahlungstermin kalendermäßig festgelegt ist. Man beachte den Unterschied zwischen Mahnen wegen verspäteter Zahlung der Miete und Abmahnen bei unregelmäßiger Zahlungen der Mieten. Dauerndes unregelmäßiges Zahlungsverhalten und einer Abmahnung kann zur fristlosen Kündigung führen, ersatzweise fristgerechte Kündigung.

Für eine fristlose Kündigung reicht ein Zahlungsrückstand aus, der für zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen die Höhe einer Miete übersteigt (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe a i.V.m. § 569 Abs. 3 Nr. 1 BGB).

Ein Rückstand von zwei Mieten ist nur erforderlich, wenn der Rückstand über einen längeren Zeitraum als zwei Zahlungstermine aufgelaufen ist (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe b BGB).

Mit einer Räumungsklage will der Vermieter von Wohnraum oder Gewerberaum gegen den Mieter nach einer Kündigung die Räumung und Herausgabe der Mieträume gerichtlich durchsetzen. Er erstreitet mit der Räumungsklage ein sogenanntes Räumungsurteil, auch bezeichnet als Räumungstitel. Ohne ein derartiges Urteil bzw. ohne einen Räumungstitel kann kein Mieter von seinem Vermieter aus den Mieträumen entfernt werden, sofern der Mieter nicht freiwillig auszieht. Daher ist eine Räumungsklage für den Vermieter immer der erste Schritt, um an den notwendigen Räumungstitel zu kommen. Wenn Sie als Vermieter gegen Ihren Mieter eine Räumungsklage erheben wollen, sollten Sie von Anfang an einen Anwalt mit der Fertigung und Einreichung der Räumungsklage beim zuständigen Gericht beauftragen. Zwar fällt eine Räumungsklage in Wohnraummietsachen in die Zuständigkeit der Amtsgerichte, so dass für derartige Verfahren kein Anwaltszwang besteht. Die Gefahr, den Rechtsstreit zu verlieren, weil Ihnen die notwendigen Kenntnisse im Mietrecht fehlen oder Sie sich nicht effektiv selbst vertreten können, ist dabei allerdings groß.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Oma hat dir ihr Haus geschenkt. Nach dem Grundbucheintrag erfolgt der wirtschaftliche Übergang. Du übernimmst die Mieter laut Vertrag mit deiner Oma. Nun ist eine Mietpartei gekündigt worden, als du noch nicht Eigentümer warst. Wann ist die Kündigungsfrist abgelaufen? Wurde er Fortsetzung des Mietverhältnisses innerhalb der dem Mietende folgenden 14 Tage rechtswirksam widersprochen bzw. wurde bereits im Kündigungsschreiben vorsorglich der Fortsetzung des MV widersprochen? Falls das nicht erfolgte und die 14-Tage-Frist ist verstrichen, dann ist die Kündigung nichtig und der Mieter setzt das MV unbefristet fort. Wurde im Kündigungsschreiben bei einer ordentlichen Kündigung auf das Widerspruchsrecht des Mieters hingewiesen? Falls alle Voraussetzungen für das Ende des Mietverhältnisses gegeben sind, wird der ehemalige Mieter zur Zahlung eines Nutzungsentgeltes durch den Vermieter verpflichtet. Dabei kann das Nutzungsentgelt durchaus höher liegen als die bisher übliche Miete. Gleichzeitig sollte eine Klage auf Zahlung der Miete/Nutzungsentgelt und Herausgabe der Mietsache beim Amtsgericht eingeleitet werden.

Andere rechtswirksame Maßnahmen sind nicht möglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 19Michael87B
06.10.2013, 19:15

naja der grundbucheintrag war vor ende der kündigungsfrist ca 5 tage danach..... der kündigung wurde nicht wiedersprochen die mieter sagten sie ziehen aus (mündlich) taten dies aber nicht. nun sind 1 Monatsmiete und nebenkosten bei meiner oma noch fällig und die für diesen monat angefallene Miete wegen dem nicht fristgerechten auszug.... hatte mir schon gedacht das das kompliziert werden könnte wegen der überschreibung.....

0

Außer der Räumungsklage kannst du da wenig tun als abwarten. Es nützt dir ja auch nichts, dass der Mieter letztlich die Kosten tragen müsste. Bei dem wird nichts zu holen sein, und du musst mit allem in Vorleistung gehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem ist jetzt sie sind zum gekündigten zeitpunkt nicht ausgezogen und zahlen auch weiterhin nicht.Meine Frage ist jetzt was kann ich als Vermieter auser einer Räumungsklage unternehmen habe ich sonst noch rechte?

Man kann allenfalls ein Mahnbescheid erstellen lassen und manchmal bringt es was, wenn man mit Lohnpfändung droht.

z.B. Warmwasser abstellen usw um kosten zu sparen

Das ist verboten und kann teuer werden.

Ich habe das Problem das ich das Haus meiner Oma überschrieben bekommen habe und dort bereits Mieter die die letzte Miete nicht gezahlt hatten und bereits gekündigt waren übernehmen musste.....

Wegen einer offenen Miete wäre unwirksam.

nein gab mehrere andere Grüde z.b. Canabis anbau auf dem Balkon ^^ das kam dann noch dazu....

Beweisen sollte man es können.

Letzte Möglichkeit:

Geld anbieten, damit die ausziehen.

MfG

Johnny

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 19Michael87B
06.10.2013, 19:21

es liegt eine anzeige wegen dem canabis vor also beweise gibt es da schon

0

Meine Frage ist jetzt was kann ich als Vermieter auser einer Räumungsklage unternehmen

Legales nichts.

bereits Mieter die die letzte Miete nicht gezahlt hatten

Wegen einer offenen Miete gekündigt? Das dürfte unwirksam sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 19Michael87B
06.10.2013, 18:02

nein gab mehrere andere Grüde z.b. Canabis anbau auf dem Balkon ^^ das kam dann noch dazu....

0
Kommentar von YK1972
06.10.2013, 19:11

Eine sicher nicht, aber ab der zweiten offenen Miete ganz sicher.

0

100 EUR und zwei Russen oder so und natürlich nicht offiziell. Viel Glück.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von YK1972
06.10.2013, 15:10

Ja, klar, wir leben ja hier auch in Amerika. Da mögen solche Methoden üblich sein, hier bekommt er höchstens selbst Ärger.

0
Kommentar von gansh
06.10.2013, 15:33

bischen mehr als 100€ schon.

0

Du kannst da nicht einfach das Wasser abstellen. Nimm dir einen Anwalt und reiche umgehend eine Räumungsklage ein. Vielleicht vorher nochmals fristlose Kündigung aussprechen,steht dir ja zu, wenn keine Miete gezahlt wird.

Mit entsprechendem Urteil klappt dann auch eine Räumung durch den GV ganz schnell.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
06.10.2013, 15:18

So wie bei uns so in rd. einem Jahr und 10.000 EUR für die Räumung nebst Einlagerung.

0

Außer einer Räumungsklage kannst Du nichts machen, Maßnahmen wie Wasser abstellen etc. würden den Straftatbestand der Nötigung erfüllen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?