Räumungsklage HARTZ IV- was passiert bei negativer Wohnungsssuche

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7 Antworten

Wer aus einer Einzimmerwohnung rausgeklagt wird, hat entweder die Gelder des JobCenter zweckentfremdet, oder sonstwie gegen seinen Mietvertrag verstoßen. Wenn es dann wirklich zu einer Zwangsräumung kommt, ist der Zug abgefahren. Woher denkst du, kommen die vielen Obdachlosen?

Zu lautes Telefonieren kann es nicht gewesen sein. Denn wenn vor Gericht dies als Argument vom Vermieter vorgetragen worden wäre, hätte der Vermieter mit Sicherheit keinen Erfolg mit seiner Räumungsklage gehabt. Da muss es noch einen anderen Grund / andere Gründe geben.

Die Person muss sich jetzt täglich um eine neue Wohnung bemühen. In Angst zu verharren hilft ja nicht. - Wie hier schon andere schreiben: Die Person landet sonst als obdachlos auf der Straße, vielleicht auch in einer Unterkunft, in der er schlafen kann.

Klick auch diesen (von mir freundlich gemeinten) Link an

http://www.igfd.org/?q=wohnung+gek%C3%BCndigt+keine+neue+wohnung+was+tun

und schau mal, was Du dort Hilfreiches entdeckst.

wenn der mietvertrag rechtens endet (aus welchem grund auch immer), dann muss er dan raus sein, ansonsten wird zwangsgeräumt, es interessiert hier keinen ob die Person dann obdachlos ist oder nicht.

um nicht obdachlos zu werden muss sich die person jetzt um eine neue bleibe umsehen. tut sie das nicht, dann steht sie auf der strasse und niemand kümmert das. eine unterbringung in einem "heim" kann nur begrenzte zeit und auch nur wenn überhaupt genug platz da ist erfolgen. für die lagerung der Möbel wird wohl auch keiner aufkommen....

Ein paar Anmerkungen und Tipps:

  • zu lautes Telefonieren ist kein Kündigungsgrund. Wenn es jedoch zu einer Einigung vor Gericht kam, dürfte es schwierig werden, das wieder zu ändern. Hat die Person einen Anwalt? Falls nicht, Beratungsschein holen und sich rechtlich beraten lassen. Ggf. war sie beim Gerichtstermin ja auch gar nicht zurechnungsfähig. Was sagt der Arzt dazu?

  • Das Wohnungsamt kann eine Wohnung beschlagnahmen, wenn sich nur dadurch eine Obdachlosigkeit vermeiden lässt. Das Wohnungsamt selbst unterstützt aber i.d.R. kaum bei der Wohnungssuche und hat auch kaum Wohnungen, die es selbst vermitteln kann.

  • Falls die Person die Wohnung verlassen muss, kann sie eine Notunterbringung in Anspruch nehmen oder bei Bekannten unterschlüpfen. Die Möbel kann sie einlagern, die Kosten hierfür sind Bestandteil der Kosten der Unterkunft und können vom Jobcenter getragen werden.

leider hat es keine Bedeutung, ob sich jemand bemüht, eine Wohnung zu bekommen oder nicht. Der Termin muß eingehalten werden, sonst kommen noch Räumungskosten dazu.

Hilf dieser Person einfach, eine andere Unterkunft zu bekommen, so hat Mierter und Vermieter Ruhe. Letzterer sitzt leider am längeren Hebel und wenn er einen Mieter los werden will, so schaft er es auch. Selbst wenn die Kündigung nicht rechtens ist, vermute ich, die betroffene Mieter hätte kein schönes Leben mehr mit solch einem Vermieter.

Ich drück die Daumen LG

Wird, wenn nachweislich ein Bemühen um neuen Wohnraum stattgefunden hat, die Wohnungsräumung verschoben,

Nein, du hast es schon selbst geschrieben, es

kommt es zu einer provisorischen Unterbringung der Person

da ja der Vermieter seine Wohnung zurückerhalten muss. Die Möbel werden eingelagert, die Kosten müsste zwar der Eigentümer tragen, in der Praxis wird das Geld jedoch von der öffentlichen Hand "vorgestreckt".

sicher wird der in 8 (!!) monaten eine neue whg. finden... bspw. vielleicht auch mal eine neue arbeit, damit er sich selbst eine wohnung finanzieren kann?????

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