Räumungsklage gewonnen, Berufungsfrist vorbei, Mieterverein schreibt im Namen der Beklagten und fordert Schadenersatz wegen nicht erlaubter Untervermietung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie wohl? Man ignoriert mit Rechtskraft des Urteils  jedweden Schriftwechsel mit dem Mieterverein und setzt die Zwangsräumung durch.

Wenn die Noch-Mieterin meint, hier mit vorschüssigen Kosten eine Klage wg.  angeblicher Schadensersatzansprüche geltend machen zu wollen, übergäbe man die Klageschrift seinem Rechtsanwalt.

Alles was der Mieterverein schreibt, heftet man unbeantwortet ab.

Na, wenn das keine gute Nachricht ist. Ende Oktober ist in 10 Tagen, wenn du am Montag mit dem zuständigen Gerichtsvollzieher sprichst, wann die Zwangsräumung durchgeführt werden könnte, wird wohl die Antwort sein < Mitte November 17. Wenn die Exmieterin im Oktober noch auszieht, könntest du den GV am 02.11.17 abbestellen und Kosten sparen. 

Dem Mieterverein (Rechtsbeistand des MV für die Exmieterin) solltest du fragen, wie denn ein Vergleich auf welche Mietvorgänge bezogen aussehen soll. Ablehnen kannst du immer noch, falls da unsinnige Vergleichsangebote kommen. die EX will von dir Schadensersatz in Geldform, du hast doch jede Menge Mietschulden einzufordern. Sind die auch ausgeurteilt worden?

Diese Untervermietungskiste haben wir doch schon genüsslich durchgekaut. Woher nehmen die diese Dreistigkeit?

Ganz genau, ich empfinde diese Ignoranz ebenso als Dreistigkeit, zumal ich meine Emails nochmals als Anhang, in denen meine ausführliche Stellungnahme zu der Untermietsituation nachzulesen ist, weitergeleitet habe.

Ich habe ja zwei Gesamtschuldner, natürlich wurden beide gesamtschuldnerisch verurteilt mir die ausständigen Mieten gemäß meiner  Klage, sowie Nutzungsentschädigung in voller Höhe der bisherigen Bruttomiete nebst 5% Zinsen seit 16.6., sowie  die Gerichtskosten zu erstatten. Die ausstehende Miete wurde von dem solventen Exmieter, der nie eingezogen ist bezahlt, die anteiligen Nutzungsentschädigungen seit Juli 2017 noch nicht, hier wurde von dem solventen Exmieter Aufschub erbeten. Meine Forderungsaufstellung geht ihm nach Auszug, Rückgabe und Erledigung der Schäden in der Wohnung, die noch nicht abzusehen sind, zu. So habe ich es seiner Anwältin schriftlich mitgeteilt. Nun will jedoch die hier noch wohnende Nutzerin noch Geld abzocken, wie es immer schon ihre Art war. Ausserdem bestreitet sie, dass sie mich oder meine Handwerker, wegen des Fensters, das immer noch schief im Rahmen hängt, nicht hereingelassen hat. Obwohl dies beweisbar ist. Ich will und werde dieser person keinen Cent schenken. Das Urteil ist rechtskräftig und wenn sie was will kann sie ja gegen mich klagen.  Dann werden wir sehen. 

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Der Mieterverein versucht stets eine "Einigung" im Sinne des Mieters zu finden, das ist schließlich deren Job.

Ich würde dir dringend raten die Zwangsräumung durchzuziehen, da Du sonst im schlimmsten Fall riskierst, das man die weitere Duldung deiner Mieterin als Rücknahme der Kündigung interpretiert und Du den ganzen Mist noch einmal von Anfang an neu durchexerzieren musst.

So wie ich das sehe stehen die Chancen gut, dass deine Mieterin ( gerade falls die Wohnung in einem Ballungsraum wie Berlin, Hamburg oder München liegt ) keine neue Wohnung hat und dann geht der ganze Spaß von vorne los und du verlierst wieder viele Monate in denen Du keine Mieteinnahmen hast, und die laufenden Kosten für deine Wohnung aus eigener Tasche zahlst.

das ist klar, ich habe bereits die vollstreckbare Ausfertigung beantragt, bis ich die erhalte wird es sowieso ca. Ende Okt. und dann beauftrage ich sofort den Gerichtsvollzieher mit der Zwangsräumung meine Frage bezog sich auf die Schadenersatzforderung wegen unerlaubter Untervermietung! ? Für mein Dafürhalten ist der Prozeß gelaufen und Forderungen jedweder Art sind zu spät und nicht mehr relevant zumal im Urteil steht, dass die Beklagte während der Mietzeit hätte meine Zustimmung einklagen müssen.

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@Muenchnerin2015

So wie ich das sehe, versucht der Mieterverein da zu klappern um Dich dazu zu bekommen eine Zusatzfrist zu gewähren - falls die Klagen kannst Du immer noch reagieren, ich empfehle Dir dann in München einen hervorragenden Immobilienrechtler ;) - Aber im Ernst ich glaube kaum das der Mieterverein das durchzieht, wenn hätten die Klagen können als das Mietverhältnis noch lief.

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Einspruch gegen Versäumnisurteil. Wie stehen die Chancen?

Ich hätte gerne mal eine neutrale Einschätzung bezüglich eines Versäumnisurteils. Leider muss ich relativ weit ausholen, um die Begleitumstände zu erläutern.

Fangen wir mal an: Ein Eigentümer in einer WEG setzt die Zahlung der festgesetzten Hausgelder über Monate aus. Zum Jahresende verkauft dieser Eigentümer seine Wohnung, damit scheidet er auch aus der WEG aus.

Die Hausverwaltung beruft im Folgejahr die Eigentümerversammlung ein, die Jahresabrechnung wird gültig durch alle aktuellen Mitglieder beschlossen. Kein Einspruch.

Der Ex-Eigentümer hat selbstverständlich nicht an der Eigentümerversammlung teilgenommen, wurde im Anschluss aber über den zu zahlenden, nicht unerheblichen, Betrag in Kenntnis gesetzt.

Keine Reaktion, daher schaltet die Hausverwaltung einen Anwalt ein. Dieser hat sich dann an das Mahngericht gewandt und anschließend die Abgabe an das lokale Amtsgericht veranlasst.

Letztendlich wurde ein Versäumnisurteil erlassen, welches besagt, dass der Beklagte Ex-Eigentümer in allen Punkten verurteilt wurde und zu zahlen hat.

Wie man sich fast denken kann hat der Beklagte nun Einspruch gegen das Urteil eingelegt mit der Begründung, dass ihm keine Rechnungen/Belege zur Jahresabrechnung zugesandt wurden und diese daher nicht transparent/richtig sei.

Soweit zur Vorgeschichte.

Heute ist dann noch zusätzlicher Schriftverkehr vom zuständigen Amtsgericht ab den Beklagten eingegangen.

Es ist wohl eine mündliche Verhandlung angesetzt, der Beklagte wird vom Amtsgericht allerdings in dem Schreiben darauf hingewiesen, dass "sein Einspruch gegen das Versäumnisurteil [...] ohne jede Erfolgsaussicht ist und nur weitere Kosten verursacht, die er zu tragen haben wird."

Später dann "Er verursacht nur, wie so oft, weitere Kosten." Scheint also schon beim Amtsgericht bekannt zu sein. Folgend wird ihm dringend angeraten, den Einspruch zurückzunehmen.

Wie schätzt ihr diesen Fall ein? Ist die Sache eindeutig und nur noch eine Frage der Zeit oder gibt es für den Beklagten noch eine Chance das Ding zu wenden?

Immerhin wurde die Abrechnung gültig beschlossen, kann da ein Ex-Eigentümer überhaupt noch reinfunken? Bzw. hat er überhaupt noch das Recht, Rechnungen einzusehen? Meiner Meinung nach hat er dieses Recht doch durch den Austritt aus der WEG verspielt. Die Abrechnung ist jedenfalls korrekt, diese erhebliche Lücke ist ja erst durch das komplette Einstellen der Zahlungen entstanden.

Habe nur Bedenken, dass er bei dem Termin mit Anwalt auftaucht und das eine Never Ending Story wird.

Sicherlich wird er die oben genannten Punkte als Angriffspunkt verwenden...

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