Rätselhafte Funktionsweise von elektrischen Eierkochern - wer erklärt es mir?

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3 Antworten

An der Kochzeit ändert der EK gar nichts. Weiche Eier brauchen 5 Minuten und harte 10 Minuten.

Fangen wir mal unten an. Die Heizschlange hat eine bestimmte Leistung. Diese Heizleistung erzeugt pro Sekunde eine bestimmte Menge Dampf. Das ist auch unabhängig von der Anzahl der Eier.

Dieser Dampf nimmt nun 2 Wege. Der eine führt durch das kleine Loch nach draußen, der andere Dampf kondensiert an kalten Oberflächen und fließt in den Boden zurück, wo das Kondensat erneut verdampft werden muss. Aus der Heizleistung sowie der Erstfüllmenge plus zurückfließendem Kondensat sowie der spezifischen Verdampfungswärme des Wasser ergibt sich die Zeit, bis alles Wasser verdampft wurde.

Wenn 1 Ei im Kocher ist, wird Füllmenge und Lochgröße so abgestimmt, dass nach 5 Minuten alles Wasser durch das Loch entfleucht ist.
Wenn man nun 7 Eier reintäte ohne etwas zu verändern, würde folgendes passieren. Es würde viel mehr Dampf kondensieren und in den Boden zurückfließen. Da aber die Verdampfungsleistung gleich bleibt, dauert es länger, bis aller Dampf entwichen ist.

Thermodynamisch sauber formuliert, entzieht die Wärmekapazität der 7 Eier dem Dampf 7mal so viel Energie wie 1 Ei. Dampf, der kondensiert, kann aber nicht entweichen sondern muss nochmal verdampft werden. Dadurch würde der gesamte Vorgang, bis kein Wasser mehr kondensiert und stattdessen vollständig entweicht, viel länger dauern. Dann wären die Eier aber nicht mehr weich (Komisch, ich kann meine Eier kochen solange ich will, die werden einfach nicht weich. ;-) ). Um diese Verlängerung des Vorganges zu kompensieren, nimmt man weniger Wasser.

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hier ein auszug zum thema aus wiki: Vor allem die Variante, bei der die Kochzeit mittels Wassermenge eingestellt wird, stellt interessante thermodynamische Forderungen: So wird für ein weiches Ei mehr Wasser benötigt als für 5 weiche Eier. Diesen auf den ersten Blick paradoxen Zusammenhang (spontan naheliegend wäre die Vermutung, für mehr Eier benötige man mehr Wasser) kann man sich leicht durch die Kondensationsoberfläche erklären. Je mehr kühle Ei-Oberfläche vorhanden ist, umso mehr Wasser kondensiert und fließt zurück in die Heizzone. Auf der anderen Seite entweicht mehr Wasser, wenn weniger Oberfläche vorhanden ist – es muss von Beginn an mehr Wasser zur Verfügung stehen. Eierkocher nach diesem Prinzip besitzen unter der Heizschale einen Temperaturschalter, der die elektrische Heizung abschaltet, sobald alles Wasser verkocht ist und somit eine Temperatur >100°C erreicht wird. Oft wird dann auch ein Signalton ausgelöst.

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Wofür brauchst du da einen elektrischen Eierkocher? Ich habe meinen verschenkt ;-)

Warum nimmst du nicht ganz einfach einen kleinen Topf, füllst ihn 3 Finger hoch mit Wasser und legst die Eier, egal ob 1, 2 oder 3 Stück rein, sobald das Wasser kocht (möglichst vorher an der unteren Rundung einpiksen), Deckel drauf und Eieruhr stellen. Die Eier sind nach 5 - 6 Minuten pflaumenweich, nach 10 Minuten hart, aber nicht steinhart :-) 

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Kommentar von TorDerSchatten
24.03.2016, 21:24

Ich hab das einmal gemacht und 20 Minuten drauf rumgekocht und das Ei war innen noch roh

Einmal und nie wieder

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