Radonmessung im Haus sinnvoll oder nicht?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Das wird generell eher überbewertet. Die Sachlage ist so: Das radioaktive Edelgas entsteht in der Erdkruste in Folge einer radioaktiven Zerfallsreihe und steigt langsam auf. Natürlich ist die Verteilung sehr stark vom Standort abhängig. Über Uranvorkommen ist die Konzentration erhöht, auch in Bergbauregionen weil dem Gas durch die Stollen ein besserer Aufstiegsweg geschaffen wird. An der Athmosphäre verteilt es sich sofort zu unmessbar kleinen Konzentrationen, die Mengen sind klein. In Kellerräumen mit rissigem Boden kann es sich etwas anreichern. Dagegen würde Lüften helfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gibt es Regionen in Deutschland, die stärker belastet sind als andere?

Ja, eindeutig. Hier im Schwarzwald z.B. ist die Radon-Ausgasung vergleichsweise hoch. Ebenso in einigen anderen Mittelgebirgen.

Eine (grobe; lokal kann die Belastung erheblich abweichen, abhängig u.a. von geologischen Besonderheiten) Übersichtskarte gibt's z.B. hier: http://www.radon-info.de/shtml/karten\_bl.shtml

Angenommen, dieser wäre dann zu hoch, was macht man dann?

Den Kellerboden umfangreich abdichten bzw. belüften.

Grundsätzlich halte ich das Risiko jedoch für überschaubar. Radon ist schwerer als Luft, d.h. es sammelt sich in Kellern (und Höhlen) unter Oberflächenniveau. Wenn man nicht gerade in einer Kellerwohnung lebt dann kommt man sowieso nicht viel mit dem Gas in Kontakt, man kann es durch einfaches Lüften loswerden.

Problematisch sind ggf. unterkellerte Altbauten (d.h. mit relativ porösen Wänden/Bodenplatten), in die man moderne, superdichte Fenster eingebaut hat. Da gibt es dann praktisch keine Luftzirkulation und das Gebäude kann vom Keller her mit Radon "vollaufen". Da würde ich nicht im Keller wohnen wollen. Luftdicht ist eben nicht immer gut...

Ein nicht besonders dichter (und somit unbewohnter) Keller ist dagegen eher gut - weil das Radon dann auslaufen kann, bevor es in höhere, bewohnte Stockwerke zieht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich glaub das kommt darauf an wo du wohnst.
Vielleicht lässt sich auf diversen Webseiten oder bei der Stadtverwaltung herausfinden wie hoch die Belastung in deiner Region allgmein ist und wenn diese ungewöhnlich hoch ist, kann man sich überlegen ob man nicht so einen test machen will

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Betroffen bist Du evtl. nur, wenn Dein Haus auf einem Baugrund mit geologisch bedingt erhöhter Radonkonzentration errichtet wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nur wenn du eine Kellerwohnung hast und direkt über einem Hotspot wie Menzenschwand oder Wismut wohnst.

Ansonsten dürften keine Grenzwerte erreicht werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?