Radioaktivität und der Reaktor eines Kernkraftwerkes

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6 Antworten

Neja, rein springen würde ich nicht unbedingt freiwillig, das kann aber schon mal passieren, dass man da rein sappt, wenn man nicht aufpassen würde. Normalerweise passiert nichts. Das verschiedene Gründe:

  • Das Wasser wird stetig desaktiviert in einem Reinigungskreislauf
  • Dadurch die Brennstäbe ummantelt sind bleibt bis zur Wiederaufarbeitung der Großteil der wirklich gefährlichen Stoffe in den Hüllrohren eingeschlossen
  • Die Temperatur, wenn der Reaktor offen ist, liegt unter 70 °C. Es ist heiß, weshalb ich mal denke, dass du schneller wieder draußen bist, als dass überhaupt eine annährend gefährliche Dosis erreichen würdest ;)

na ja, sagen wir mal um 24°C, bei laufender Wasserkühlung. Bei 70°C oder 50°C gäbe es wohl schon eine relevante Wasserdapfbildung, was die Luftfeuchtigkeit im Reaktor-Saal ordentlich ansteigen ließe. Weiter ist die Verletzungsgefahr durch Verbühung, für den Fall dass da einer rein fällt, viel zu hoch.

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@ocin1

Neja gut, ich habe als Referenz die WWER-1000/320 in Temelín genommen. Dort gilt der Reaktor ab einer Temperatur unter 70 °C als Abgeschaltet und kann geöffnet werden.

Abseits von Temelín, aber gutes Beispiel, ist der Blackout im Kernkraftwerk Vogtle in den 1990er Jahren: Dort war der RDB in Block 1 offen und für die Wartung abgeschaltet. Das Wasser hatte dort noch eine Temperatur von 30 °C und erhitzte sich innerhalb von 36 Minuten auf 58 °C. Ich denke mal die 30 °C kann mal als Referenz für einen typisch westlichen 1200 MW starken Kernkraftwerksblock nehmen.

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Wow - erstmal danke für deine supi Antwort :)

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass einem da wirklich gar nichts passieren würde.

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@Tirawa97

Nein, normalerweise nicht, ansonsten hätten auch im Kernkraftwerk Stade Industrietaucher im Jahr 1973 die Schieflage des Reaktorkerns ausgleichen können. Die Grenzwerte hinsichtlich dessen sind sehr kritisch genommen, da normalerweise ein Ansteigen an Radioaktivität im Primärkreislauf darauf hinweisen würde, dass eine Leckage an einem Brennstab bestehen würde.

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Wow - erstmal danke für deine supi Antwort :)

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass einem da wirklich gar nichts passieren würde.

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Zwischen Dir, schwimmend auf dem Wasser, und den abgebrannten Brennelementen sind mindestens 14 m Wasser, welches die Gamma-Strahlung absorbiert. Wenn das nicht so wäre, könnte man nich problemlos über dem Brennelemente-Becken stehen. Schau Dir mal Bilder an, wo die hoch aktiven alten Brennelemente aus dem Reaktor geladen werden. Da stehen Mensche über dem Wasser, welche die Anlagen über Stunden bedienen (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Spent_fuel_pool). Diese Menschen führen ein normales und erfülltes Leben, ohne ein erhöhtes Krebsriesiko zu haben :-).

Alle hoch aktiven Teile liegen unter Wasser, welches die Gamma-Strahlung abschirmt. Wenn Du nun auf der Oberfläche dieses Wassers schwimmst, solltest Du es vermeiden nach unten zu tauchen. Je näher Du den abgebrannten Brennelementen kommst, um so stärker wird natürlich die Gamma-Strahlung.

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Abschirmung_(Strahlung)#Schwimmbadreaktoren und Abklingbecken

en.wikipedia.org/wiki/Spentfuelpool

en.wikipedia.org/wiki/Pool-type_reactor

du würdest sehr schnell durch die starke Radioaktivität sterben, innerhalb von wenigen Minuten, ja. Drum lieber nie ins Kühlwasser "fallen" ;)

Das ist nicht richtig. Zwischen Dir, schwimmend auf dem Wasser, und den abgebrannten Brennelementen sind mindestens 14 m Wasser, welches die Gamma-STrahlung absorbiert. Wenn das nicht so wäre, könnte man nich problemlos über dem Brennelemente-Becken stehen. Schau Dir mal Bilder an, wo die hoch aktiven alten Brennelemente aus dem Reaktor geladen werden. Da stehen Mensche über dem Wasser, welche die Anlagen über Stunden bedienen (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Spent_fuel_pool). Diese Menschen führen ein normales und erfülltes Leben, ohne ein erhöhtes Krebsriesiko zu haben :-).

Alle hoch aktiven Teile liegen unter Wasser, welches die Gamma-Strahlung abschirmt. Wenn Du nun auf der Oberfläche dieses Wassers schwimmst, solltest Du es vermeiden nach unten zu tauchen. Je näher Du den abgebrannten Brennelementen kommst, um so stärker wird natürlich die Gamma-Strahlung.

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Hm das is ne verdammt gute frage^^ Also das wasser welches zum kühlen der brennstäbe verwendet wird hat ja einen kreislauf und wird immer wieder heruntergekühlt in den kühltürmen da wo es ja dann auch dampft aber der kern selbst.. hm gute frage.

Das wasser wird ständig gekühlt. Du könntest also einpaar Minuten herumschwimmen! ;o)

Wird das Wasser nicht außerhalb der Brennstäbe gekühlt? Oder ist das Wasser, das die brennstäbe umgibt, auch immer relativ kühl?

Wobei sich die Frage von selbst ergibt, sonst würde das Wasser ja nicht kühlen^^

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und meine Lehrer wussten auch keine wirklich Antwort

Das allerdings ist traurig.

Einer meiner Lehrer meinte, das könnte bis zu 2 Wochen dauern...

Die andere wiederum meinte, dass es eine gute Frage wäre^^

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@Tirawa97

Vermutlich hat sie sich nie eine schematische Darstellung so eines Reaktors angesehen, wobei noch zu überlegen wäre, wie man überhaupt in einen Druckwasserreaktor hereinkäme. Bei Leicht- bzw. Siedewasserreaktoren siehts aber auch nicht viel besser aus.

Es sollte klar sein, dass medienwirsame Bilder und Filme idR. einen abgeschalteten bzw. im "Leerlauf" befindlichen Reaktor zeigen.

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