Radioaktive Elemente- immer radiaktiv?

5 Antworten

Ein Atom eines instabilen Isotops (also eines "radioaktiven Elements", von dem du sprichst) setzt genau einmal Strahlung frei, nämlich dann, wenn es zerfällt. Wann das sein wird, kann man nicht vorhersagen, das ist ein völlig zufälliger Prozess.

Liegt eine grössere Stoffmenge vor, die von Auge sichtbar ist (also sowas wie ein Brennstab, ein Klumpen Uran,...), dann sind da so viele Atome drin, dass statistisch gesehen in jeder Sekunde welche zerfallen. Dieses Objekt strahlt dann "durchgehend", oder besser gesagt: bis alle Atome zerfallen sind.

Ebenfalls noch anmerken muss man, dass die Strahlenmenge, die beim Zerfall eines einzelnen Atoms frei wird, nicht schädlich ist. Erstens sind wir ganz natürlich immer Strahlung ausgesetzt und zweitens setzt nicht jeder Zerfall dieselbe Strahlungsenergie frei. Problematisch wird das alles erst ab einer gewissen Dosis. Direkt neben einem Brennstab eines Atomkraftwerks zu stehen, würde man nicht überleben, weil die Strahlung von Millionen gleichzeitigen Zerfallsprozessen mit hochenergetischer Gammastrahlung den Körper irreparabel schädigt. Hingegen enthält der Körper jedes einzelnen Menschen einen gewissen, kleinen Anteil von radioaktiven Kohlenstoffisotopen. Die zerfallen irgendwann und setzen Betastrahlung frei. Davon merken wir rein gar nichts.

  • Ja, makroskopische Mengen eines Elements strahlen ununterbrochen, und zwar mit der für dem charakteristischen Zerfall und ihrer entsprechenden Halbwertszeit.
  • Einzelne Atome eines Elements zerfallen natürlich nur ein einziges Mal -- dann sind sie ein anderes Element.

Das Element an sich ist chemisch instabil. Daher emittiert diese auch permanent Strahlung, denn chemische Elemente versuchen immer einen idealen Zustand zu erreichen. Also, so lange dieser nicht in ein stabiles Element zerfallen ist, wird dieser permanent strahlen.

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