Radikale Ernährungsumstellung oder Schritt für Schritt?

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Ob du von heute auf morgen deine Ernährung änderst oder schrittweise bleibt dir überlassen. Je nachdem womit du besser klar kommst. Ich für meinen Teil habe vor 3 Jahren von heute auf morgen alles "ungesunde" verbannt und es nicht mehr angerührt. Das war für mich der beste Schritt (langsames umstellen hätte bei mir nichts gebracht, da ich diesen Cutt einfach brauchte). Ob er das für dich ist kann keiner sagen.

Was die Kalorien angeht: Wenn du auf Softdrinks, Süßigkeiten, zuviel Fett usw verzichtest reguliert sich dein Kalorienverbrauch von allein. Bei mir haben damals allein die Süßigkeiten und Softdrinks schon gut 2/3 meiner täglichen Ernährung ausgemacht. Als ich die dann weg gelassen habe, hatte ich eher Probleme auf meine Kalorien zu kommen mit gesunden Lebensmitteln. Das hat sich aber zum glück alles sehr gut eingependelt und ich esse jetzt sogar Mengenmäßig doppelt so viel wie früher, Kalorienmäßig aber deutlich weniger (allerdings soviel das ich mein Gewicht seit 2,5 Jahren problemlos halte)

Also das ist in erster Linie deine Sache. Doch aus meiner Erfahrung kann ich sagen das mir eine Radikal Umstellung auf längere Zeit leichter gefallen ist. Wenn du deine Kalorien Aufnahme von 4000 auf 3500 pro Tag reduzierst, kann es sein das du noch weiter zunimmst obwohl du dich anstrengst.
Wenn du direkt nur noch 2000 oder weniger isst dann wirst du schon nach ein paar Tagen Erfolge sehen auf der Waage die dich motivieren und es dir leichter machen durchzuhalten. So war es zumindest bei mir immer.

Körper und Geist bilden eine Einheit. Solange es dir nicht aufgegangen ist, welche Art von Ernährung für dich in Ordnung ist - Häufigkeit der Mahlzeiten, welche Lebensmittel, Art der Zubereitung usw.- also, solange du keine Diät-Offenbarung gehabt hast, bringt eher die Schritt-mit-Schritt Methode Erfolg. Dieses Weglassen von Lebensmitteln, die mit Genuß verbunden sind, klappt jedoch nicht, wenn du jetzt denkst, du musst darauf verzichten. Es bedarf eine andere Einstellung gegenüber den "schlechten" Dingen, die du erst im Kopf erreichen musst, bevor sich das in der Ernährungsweise dauerhaft zeigt.

Einfacher ist das "Ersetzen". Zum Beispiel, morgens statt Kaffee ein Glas Orangensaft usw.

Empfehlenswert ist vor der Ernährungsumstellung auch eine Fastenzeit (also nur Wasser trinken), die geht allerdings nur, wenn du alleine wohnst, oder in eine speziellen Klinik gehst, oder deine Mitbewohner ausnahmslos mitmachen und du nicht in die Schule oder Arbeit gehst. Was ich meine, es sollten keine Stressfaktoren während des Fastens auf dich einwirken. Gute Empfehlungen hat dazu Franz Konz gemacht, wobei sehr schlanke Menschen nicht zu lange fasten sollten (max. eine Woche).

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