Radfahrer gegen Beifahrertür, wer hat Schuld?

17 Antworten

Da jenes Auto stand, zählt es nicht als Überholvorgang.

Insgesamt ist dies eine schwierige Sachlage, da der Fahrer die Pflicht hat, den Beifahrer vor dem Aussteigen drauf aufmerksam zu machen, vernünftig nach Radfahrern und Fußgängern zu schauen. Andersrum, hättest du auch vorrausschauend fahren können und dir denken können, dass jene Tür aufgeht und mehr Abstand einhalten. Da aber keine größeren Schäden vorhanden sind und das wichtigste, dass kein Personenschaden zustande gekommen ist, würde ich die Sache einfach beruhen lassen, da meines Erachtens sehr wahrscheinlich eine Teilschuld zustande kommen wird (sofern du dort weiter gegen vorgehst), dies kostet einfach nur Zeit und im Endeffekt hast du dabei auch nicht wirklich was gewonnen.

Wenn die Frau damit einverstanden ist, vergiss den Vorfall einfach, günstige Felgen+Reifen für das Fahrrad gibt es überall !

Es ist in der StVO ausdrücklich erlaubt, als Radfahrer bei ausreichendem Platz an stehenden PKW rechts vorbei zu fahren.

Wenn der Fahrer umsichtig gewesen wäre, wäre er so weit wie möglich nach rechts gefahren. Damit hättest Du links vorbei müssen und die Beifahrerin hätte gefahrlos aussteigen können.

Für's nächste Mal. Wenn man mit dem Fahrrad stürzt, ist man verletzt und dann wird selbstverständlich die Polizei geholt. Dann gibt es im Nachhinein auch kein Feilschen um den Abstand zwischen Fahrzeug und Parkenden.

Nebenbei: Halten in zweiter Reihe ist nicht erlaubt.

Auch ich sehe hier eine Teilung der Schuldfrage.

Du hast gegen §5 Abs. 1 verstoßen, die Beifahrerin gegen §14 Abs. 1

Trotzdem kannst Du Forderungen stellen, diese würden dann wahrscheinlich zu 50% beglichen werden.

Allerdings ist das auch umgekehrt möglich - wenn es einen Schaden an der Tür gibt. Und das müsstest Du dann über Deine private Haftpflicht regeln oder selbst bezahlen.

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