R5 1600 und Vega 56 übertakten?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Polbe,

Bei der Ryzen 1600 CPU solltest Du besser den Vcore per Offset erhöhen, z.B. um +0,1 bis +0,2 Volt. Festwert ist bei Ryzen deutlich schlechter. Offset bedeutet, das Mainboard kann dynamisch die Spannung erhöhen je nach aktueller Auslastung der CPU.

Starte dann mit Prime95 die Höchstlast und messe mit Ryzen Master die Temperaturen und die Stabilität. Also 15 Min Prime 95 bis 85 Grad maximal. Da wird der Standard Kühler aber wohl nicht reichen für... ;-)

Ansonsten ist es bei Ryzen 1xxx aber normal, da ist spätestens bei 4,0 - 4,1 GHZ Schluss. Mit 3,8 GHZ bist Du zufriedenstellend weit gekommen. :-)

Bei Grafikkarten finde ich lohnt es sich nicht zu übertakten, da kommen in der Regel nur wenige Prozent raus mit einen deutlich höheren Risiko für Defekte, und die Vega 56 ist ja eh schon von Werk aus "bis ans Limit gezüchtet". ;-)

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Zu deinem ersten Absatz: danke für den Tipp, ich werd das mal probieren.

Mit Prime95 hab ich auch davor schon die Stresstests ausgeführt, aber wie gesagt, mein PC schmiert nach 3 Minuten hab. Deswegen werd ich eben die Spannung per Offset erhöhen.

Ich weiß schon, dass Ryzen CPUs nicht die Freunde vom Übertakten sind, aber meine CPU will nicht mal in den besagten Turbo, von 3,6 GHz. Bei mir geht er max. auf 3,4...

Zur GPU. Okay, so wie hier alle sagen, werd ich das wirklich lieber mal lassen ^^

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@GandalfAwA

Danke. Ich komm leider erst nächste Woche dazu, aber wenn es dich interessiert, werd ich mal die Ergebnisse bekanntgeben.

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@Polbe

Ja gerne ist immer spannend zu lesen, was dann dabei herausgekommen ist. :-)

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@GandalfAwA

Also ich hab mich jetzt durchgerungen und es funktioniert. Hab den VCore per Offset um 0,12V erhöht und den Takt auf 3,75 GHz gepusht, lass grade Prime95 seit 8 Minuten laufen und alles läuft noch stabil, Boxed Kühler und 78°C maximal. Vielen vielen Dank <3

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@Polbe

Hallo Polbe,

Das hört sich ja sehr gut an, freut ich dass es so gut klappt! :-)

3.75 GHZ mit Boxed Kühler sind echt gut! Ich komme bei mir nur auf 3.5 GHZ, mit +0.1 Volt, weil die CPU sonst unter Prime95 90 Grad heiß wird... ;-)

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@GandalfAwA

Ich hab einen relativ guten Airflow in meinem Gehäuse, deswegen bleibt die CPU wahrscheinlich so "kühl".

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@Polbe

Ahja, ja das kann einiges ausmachen, stimmt. :-)))

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Wenn ich es richtig verstehe, möchtest du dass deine Sachen schneller laufen und du drosselst ihre Stromzufuhr? Da kann doch nur etwas nicht stimmen.

Wenn du eine gute Kühlung hast, kannst du die Spannung für deinen R5 1600 bis zu 1.45v setzen. Jedoch hast du nur den Boxed Kühler, daher würde ich nicht mehr als 1.4v raten. Danach kannst du versuchen mit der Taktrate hoch zu gehen wie es dir passt und es temperaturmäßig auch noch ok ist (94°C max). Mein R5 1600 dümpelt mit 1.5v auf 3.85GHz. Ich kann mir die hohe Spannung leisten, da ich eine 240mm Wasserkühlung besitze und es micht nicht stört wenn der R5 1600 stirbt.

Die Vega 56 sollte mit bis zu 1471MHz problemlos laufen, alles darüber ist Glück. Das ist nur so am Rande der echte Referent boost Takt. Nicht mal der Standarttakt den du mit 1600MHz angibst.

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Also die Vega von mir ist mit 1297 MHz Baseclock und 1573 MHz Boost angegeben. Ich hab mich da mit "Referenz" ein wenig vertan.

Ich hab übrigens bei einem YouTuber gesehen, wie seine Werte waren und er hat behauptet, dass seine Karte stabil läuft. Das war "OC3D TV", er hat eben ein Review zu genau dieser Karte gemacht, aber anscheinend will meine das nicht mitmachen.

Dass man den Ryzen mit max. 1,45V laufen lassen SOLLTE weiß ich auch, aber wie du schon sagst, lieber nicht mit dem Boxed Kühler - mehr Spannung -> höhere Temps.

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@Polbe

Jeder Chip einer Grafikkarte ist anders. Kann sein dass seiner so schnell läuft, heist nicht dass deiner so schnell läuft.

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OC + gleichzeitigem Undervolting funktioniert in gewissen Grenzen nur bei Chips mit sehr guter ASIC - Fertigungsgüte sowohl bei CPU, als auch bei GPU.

Bei Deiner Ryzen5 - 1600 an sich kann es also schon gut möglich sein, dass sie die 3,8 bis 3,9 Ghz auf allen Kernen unter Last nicht stabil ohne moderate Spannungserhöhung packt. Hier musst Du OC z.B. mal mit fordernden Lastbenchmarks wie z.B. " Prime 95 @ maximum Threads " für dieses OC alleine testen.

Die GPUs von Vega 56 und Vega 64 Air-Cooled sind da schon ab Werk deutlich näher am Taktlimit kostruiert. Der AMD-Referenztakt liegt in der Basis für die Vega 56 übrigens bei 1250 Mhz . 1590 Mhz sind hier nur der maximale Boost, wenn die Rechenwerke nicht voll ausgelastet sind und gleichzeit Power-Limits diverser Units und Temperaturen innerhalb gewisser Grenzen des Power-Targets bleiben.

Für maximalen Takt > 1,5 - 1,6 Ghz dauerhaft unter hoher Last ist gleichzeitiges Undervolting bei den Vega-Grafikchips daher auch als kontraproduktiv anzusehen.

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Mit Prime95 hab ich eben schon Stresstests ausgeführt, aber nach 3 Minuten war Schluss :(

Alles klar, mit den Taktraten hätte ich mich mal besser informieren müssen. Da hab ich ehrlich gesagt nicht dran gedacht.

Wieso ist unter Volllast das Undervolting kontraproduktiv? Weniger Spannung bedeutet doch auch weniger Stromverbrauch und niedrigere Temperaturen, oder lieg ich da falsch?

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@Polbe

Moderne Prozessoren für CPUs und GPUs unterliegen ab Werk gewissen Leistungs- / und Thermalbudgets, welche unter Last auch von den Spannungsversorgungen der jeweiligen Trägerplatinen abgefangen werden müssen.

Die Chips selbst benötigen je nach individueller Fertigungsgüte ( ASIC-Qualität ) in ihren Chargen mit zunehmendem Takt auch früher oder später höhere Spannungen. Die Hersteller selbst ( hier primär AMD für CPU und GPU ) gehen in ihren Referenzvorgaben für die Gross-Serie gerade so weit, dass die Chips in Massenfertigung bei bestimmten Standard-Spannungen mit möglichst wenig Ausschuss eine allgemeine Zielvorgabe schaffen zwischen Basistakt und Turbo. ( Lastabhängig )

Bei Chips in hoher ASIC - Güte hast Du dann grössere Chancen , höhere Taktraten bei Standard-Spannung onder gar gleichzeitigem Undervolting zu erzielen, als bei Chips geringerer ASIC-Güte.

Wie es sich dabei jedoch für jeden Chip individuell zwischen Takt und Spannung abseits der Referenzwerte genau verhält, lässt sich selbst anhand der ASIC-Güte nicht pauschal sagen wegen einer Vielzahl an Nebeneinflüssen.

Da bleibt Dir zum Maxing out nur die individuelle Anbassung erst des Basissystems ( Mainboard, CPU und Ram ), und danach noch einmal separat für den Grafikprozessor bei stabilem OC-Basissystem.

Tendenziell ist aber grundlegend abzuleiten, dass jeder Chip ab einem gewissen Takt individuell eine bestimmte Mindestspannung zum stabilen Betrieb benötigen wird. Mehr Takt = mehr Mindestspannung.

Die grosse Frage : wieviele Mhz schaft welches individuelle Exemplar bei welchem Takt abseits der Serie tatsächlich ? Hier hilft dann tatsächlich nur Auslotung des Optimums in kleinen Schritten.

Daher sowohl CPU als auch GPU erst mal beim OC mit jeweiliger Werksspannung ausloten.

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@Parhalia2

Okay, jetzt weiß ich eig. alles soweit, was ich wissen müsste. Vielen Danke, für die aufschlussreiche Erklärung.

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