R = U / I

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Guten Tag aaaha,

du hast mit deiner Denke das Pferd am Schwanz aufgezäumt. Ob du jetzt, nach 4 Jahren, an meiner Antwort noch interessiert bist, weiß ich nicht.

Jeder Leiter hat einen elektrischen Widerstand R. Und das Ohmsche Gesetz hast du richtig hingeschrieben. Nur erstaunt dich, dass bei langer Leitung der Widerstand groß ist. Denn du schreibst: "Ich dachte genau das soll doch vermieden werden?! Oder habe ich da etwas falsch verstanden?"

Vielleicht erklärst du, wie du dir das vorstellst. Das E-Werk in Hamburg und der Verbraucher in München - und die Leitung mit winzigem Widerstand. Das ist eine technische Wunschvorstellung. Durch extremen Energieaufwand für Tiefstkühlung von unterirdisch verlegten Leitungen lässt sich Supraleitfähigkeit herstellen. Dann ist der Widerstand nahe Null. Allerdings wird dann die Elektroenergie noch teurer.

Die Logik beginnt am anderen Ende. Lange Leitung - hoher Widerstand - das bleibt. Da haben die Elektroingenieure den Transformator erfunden. Mit dem kann man die elektrische Spannung erhöhen und so elektrischen Strom durch den langen Leiter zwingen.

Es geht doch darum, dem Verbraucher elektrische Leistung zu liefern. Die ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. W = U x I.

Als Beispiel: der Staubsauger verbraucht 1,5 kW - das sind 1500 Watt. Geteilt durch 220 V ergibt sich die Stromaufnahme von 6,82 A.

Damit bei 380000 Volt diese Leistung mit der langen Leitung übertragen wird, braucht nur 1500 W / 380000 V gerechnet werden. Das heißt, in der Überlandleitung braucht nur eine Stromstärke von 0,004 A für diesen Verbraucher transportiert werden.

Die ganze Zauberei auf höhere Stromstärke im Staubsauger geht wieder per Transformator - von 380000 V auf 220 V - das ist eine Herabsetzung um das 1727-fache!

Es ist noch nicht Schluss - aber das soll für eine vielleicht nicht mehr gebrauchte Antwort genügen.

Bleibe recht gesund!

Siegfried

Der Strom verhält sich umgekehrt proportional zur Spannung bei gleicher Last.Der Spannungsabfall auf der Leitung ist abhängig von der Leitungslänge, vom spez.Widerstand der Leitung (Kupfer oder Alu),vom Querschnitt und vom Strom.Alle genannten Faktoren sind nicht beeinflussbar ausser der Strom.Den möchte man möglichst gering halten,um einen kleinen Spannungsabfall auf der gesamten Strecke zu bekommen.Das erreicht man durch eine möglichst hohe Spannung, also wie schon erwähnt,umgekehrt proportional.

Hallo,

wie kommst du darauf das der Widerstand der Leitung hoch ist?

An der Leitung fallen keine 380000 Volt ab. Ein großteil der Spannung fällt am Verbraucher (z.B. Transformator) ab Mit der Formel R=U/I würdest du in diesem Fall den Widerstand des angeschlossenen Verbrauchers ausrechnen. Um Den Widerstand der Leitung zu berechnen muss der Spannungsabfall der Leitung bekannt sein.

Geschätzter Frager,

die leitung ist dazu da, um die die leistung am verbraucher (inkl. transformatoren, ...) zur verfügung zu stellen. die leistung wird ja nicht am kabel verbraucht.

U=R*I aliquod dazu R=U/I abgesehen davon, dass dies nur bei gleichspannung gilt rechnet man sich das gesamte aus.

beispiel: du steckst ein bügeleisen mit 2.500 Watt an. die lelistung von der steckdose (phase) bis zur steckdose (nullleiter) beträgt dadurch 2.500 watt. ohne berücksichtigung von toleranzen. jetzt hast ein kabel auch noch. an dem gehen aber nicht die 2.500 watt verloren sondern: ein kupferkabel hat ca. 56 ohm mm²/km. somit ist der verlust auf der leitung sehr gering. andernfalls würde die leitung brennen und nicht nur warm werden.

und wie buergilektriker schreibt: Sehr vereinfacht, denn eigentlich handelt es sich um wechselspannung. und delta U/delta t = (R + j omega L + (1/ j omega C) * delta I / delta t. somit merkst du selbst, dass man etwas, was man in jahren gelernt hat nicht einfach in 10 zeilen beschreiben kann.

babarli roland

Der Widerstand der Leitung ist relativ gering, viel größer ist der Widerstand des Verbrauchers. Dadurch fällt der größte Teil der Spannung am Verbraucher ab. Im Bild leistet das Kraftwerk 5.285W. Davon fallen 5.278W auf den Verbraucher und nur 5.279mW also 0.005279W auf die Leitung. Man muss immer mit der Spannung rechnen die an den jeweiligen Widerständen (Leitung = Widerstand) abfällt.

Das ist jetzt alles sehr vereinfacht dargestellt und erklärt da die Gesetze der Wechselstromtechnik und deren Erläuterung den Rahmen sprengen würden.

Bilduntertitel eingeben... - (Technik, Physik, Elektronik)

Der Formel nach muß man zwei Größen haben, um die dritte daraus errechnen zu können. Der Leitungswiderstand könnte auch bekannt sein, wenn man weiß, aus welchem Material, wie groß der Durchmesser, die Temperatur und die Länge der Leitung ist. Möchte man mit dem Ohmmeter den Widerstand der Leitung messen, so muß am Anfang und am Ende der Leitung gemessen werden, und die Messleitungen sind dann genau so lang, und haben einen noch höheren Widerstand, somit ist das damit unmöglich!

Bei gleichem Widerstand und hoher Spannung fließt ein kleiner Strom.....

Das bedeutet, da eine Hochspannungsleitung immer den gleichen Widerstand hat, transformiert man die Spannung hoch, um den Strom zu verringern. Dadurch muß man nicht so große Kabeldurchmesser wählen, als wenn man z.B. eine niedrige Spannung wählt

kommt doch auf die Stromstärke an die hinten noch rauskommt. Meines Wissens wird die Spannung hochtransformiert um die Leitungsverluste gering zu halten

Hochspannungsleitungen sind dazu da, möglichst viel elektrische Leistung bei geringem Verlust zu übertragen.

Beim Kraftwerk eingespeiste elektrische Leistung:

P1 = U1 * I.

Am Umspannwerk entnommene Leistung:

P2 = U2 * I

Spannungsabfall durch den Ohmschen Widerstand der Leitung:

U1 - U2 = R * I

Prozentualer Leitungsverlust:

( P1 - P2 ) / P1 = R * P1 / U1^2

Also Widerstand möglichst gering und Spannung möglichst hoch. Alles klar?

Natürlich stösst das irgendwo an seine Grenzen: Dicke der Kabel, Durchschlgfeldstärke der Luft etc.

Ergänzung:

Auch der Wechselstrom selbst verursacht Verluste.

Bei seeeehr langen Strecken wird der Strom deshalb als Gleichstrom übertragen.

0

Bei einer hohen Stromstärke( I)fällt ja der Widerstand. Vielleicht fliest durch diese Leitung ein starker Strom?

Du hast I übersehen. Ohne Kenntnis der Stromstärke kannst du gar nichts zum Widerstand sagen.

klar kann man ohne Kenntnis der Stromstärke den Widerstand bestimmen....Der Widerstand eines Kabels ist immer gleich, abgesehen von Temperaturschwankungen, die sich auf den Widerstand auswirken

0
@WilliWinzig

Seufz! Aber doch nicht in Zusammenhang mit der Formel, die der Fragesteller vorgegeben hat, wenn nur die Spannung bekannt ist.

0
@Saarland60

der Widerstand der Leitung ist doch auch bekannt, ich brauche doch nur ein Ohm-Meter anzuschließen und habe die Größe des Widerstandes

0
@Saarland60

Ein Ohm-Meter anschließen? Wo? An der Frage oben oder am Fragesteller?

0
@Saarland60

vergiß es einfach.....wenn du nicht verstehen willst, dann kann ich dir auch nicht helfen

0
@WilliWinzig

Du scheinst nicht zu verstehen. Der Fragesteller hat die physikalische Formel R = U / I vorgegeben und eine einzige Größe, nämlich U = 380.000 Volt. Mehr ist nicht bekannt. Und daraus lässt sich weder die Stromstärke, noch der Leitungswiderstand berechnen. Einen Widerstand messen kannst du nicht, da du keine Leitung in physischer Form vor dir hast. Insofern ist auch die Aussage des Fragestellers, der Widerstand müsse immens hoch sein, in sich unsinnig, da er ohne Kenntnis der Stromstärke keine Aussage über den Widerstand treffen kann. Es handelt sich hier um eine theoretische physikalische Überlegung, die überhaupt nichts mit der Praxis eines Elektrikers zu tun hat.

0
@Saarland60

Einen Widerstand messen kannst du nicht, da du keine Leitung in physischer Form vor dir hast.

Der Fragesteller schreibt von einer Überlandleitung.... und diese ist sehr wohl physisch vorhanden.

Natürlich...und da gebe ich dir recht, kann man nur mit der Spannung nicht errechnen wie hoch der widerstand oder die Stomstärke ist. Da aber der Leitungswiderstand in einem Hochspannungsnetz vorgegeben ist, kann man an Hand des Widerstandes und der Spannung den Strom errechnen

0
@WilliWinzig

Die Leitung ist aber nicht in der Frage physisch vorhanden und auch nicht in deiner Gegenwart. Du verstehst den Unterschied zwischen berechnen und messen und zwischen einem Gedankenexperiment und einer Versuchsanordnung nicht.

0
@WilliWinzig

und was ist mit dem Laststrom (der abhängig ist vom Verbraucher),der fließt ja wohl auch noch mit ein

0

Was möchtest Du wissen?