Quranrezitation im Büro hören

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7 Antworten

Ja, dass stimmt. An vielen Arbeitsplätzen darf man auch keine Musik aus dem Radio hören. Der Arbeitsplatz ist eben ein Arbeitsplatz und nicht das eigene zu Hause. Man ist dort um zu Arbeiten und nicht um private Dinge zu tun.

Das kann man so pauschal nicht beantworten, letztlich kann der Arbeitgeber genauso das hören von Radiosendern verbieten, wie er das hören von Koranversen erlauben kann. Theoretisch könnte er selbst eine Musikanlage aufstellen von der aus er Koranverse abspielt und die Arbeitnehmer müssten das dann so hinnehmen.

Wahrscheinlich bezieht dein Arbeitskollege das auf die allgemeinen Gepflogenheiten im Büro, vielleicht gab es in Bezug zu anderen Ereignisse (z.B. das hören von Hörbüchern) auch schon eine entsprechende Anweisung vom Chef. Meistens wählt man eine Musik, die keinen Stört, da das für das Betriebsklima am besten ist.

Als persönlicher Rat möchte ich dir sagen, das es oft besser ist auf solche Einwände mit Verständnis zu reagieren. Wenn sich deine Arbeitskollegen gestört fühlen, ist es besser wenn du deine Suren zuhause oder im Auto anhörst. Muslime haben oft die Erwartung das ihre Arbeitskollegen/Mitmenschen u.s.w. viel Rücksicht auf ihre Wünsche nehmen, in dem Augenblick in den dieser Wunsch über die religiösen Vorschriften hinausgeht, wird er aber meist als unhöflich empfunden. Versuche dich einfach ins Büroleben einzugliedern, dann kommen solche Hinweise zukünftig auch in einen freundlicheren Ton.

Liebe Grüße und gottes Segen, Klaus.

Bei mir gäbe es mal direkt eine Abmahnung mit Kündigungsandrohung.

Leichte und leise Musik im Hintergrund kann das Arbeitsklima und die Emotionen positiv beeinflussen. Je nach Ausrichtung der Tätigkeit ist dies förderlich und wird sogar begrüßt.

Medien die Inhalte vermitteln beanspruchen mit ihrem Inhalt allerdings einen Zuhörer, der aufgrund der Beanspruchung dann wohl kaum in der Lage sein wird, die Arbeit gewissenhaft auszuführen. Da ich als Arbeitgeber einen Anspruch auf gewissenhafte Erledigung der beauftragten Arbeiten habe, wäre hier eine Abmahnung gerechtfertigt.

Und nun noch etwas persönliches. Seit über 60 Jahren haben wir Moslems hier in Deutschland. So einen Hulk und Zirkus wie in den letzten 5 Jahren haben wir noch nie erlebt. Ich führe diesen absoluten Unsinn auf salafistische Strömungen zurück. Wir haben in Deutschland Religionsfreiheit. Dies bedeutet aber nicht, dass der Einzelne mit seinem Anspruch auf Religionsfreiheit die Gemeinschaft aller beschwert. Religion ist Privatsache.

pasmalle 24.01.2013, 15:27
Dies bedeutet aber nicht, dass der Einzelne mit seinem Anspruch auf Religionsfreiheit die Gemeinschaft aller beschwert. Religion ist Privatsache.

Ein großer und wichtiger Satz, welchen man nicht oft genug wiederholen kann. - Nicht umsonst heißt es "wehret den Anfängen" oder "wer den kleinen Finger gibt verliert am Ende die ganze Hand". Das letzte Zitat klingt sogar ganz nach Scharia.

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SheikAmin 25.02.2013, 18:54
@pasmalle

Hahaha einfach nur erbärmlich. Ich lach zwar nicht oft, aber ihr schafft es immer wieder. Einfach herrlich.

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Allein der Chef darf bestimmen was auf seinem "Hoheitsgebiet" und während der Arbeits- und Pausenzeiten erlaubt ist und was nicht. - Wenn du nicht gerade in einem Kleinbetrieb arbeitest, gibt es außerdem wahrscheinlich eine Betriebsordnung in der alle Pflichten und Rechte der Arbeitnehmer geregelt sind.

Sieh mal nach, ob dort was über die Erlaubnis von religiöses Betätigung oder religiöser Beschallung steht. - Falls nicht würde ich dir dringend zur Zurückhaltung raten. Du riskierst sonst deinen Arbeitsplatz. - Erlaubt ist nicht was der Chef noch nicht verboten hat, sondern umgekehrt allein was er erlaubt hat.

Was würdest du sagen, wenn dein Arbeitskollege sich christliche Bibeltexte anhören würde?Oder eine Musikrichtung, die du überhaupt nicht leiden kannst?

Aus diesem Grund ist das Hören von privater Musik - und darunter fallen im weitesten Sinn auch private Texte - an vielen Arbeitsplätzen verboten.

illosion61 24.01.2013, 10:53

er ist auch Muslim und seine Absicht war nur gut gemeint, weil es verboten sein soll.

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Chef fragen ... der weiß es mit Sicherheit.

Das Hören von Radiosendern ist

  1. nicht überall und nicht in jeder Postion (denke doch nur mal an Bankangestellte, an Angestellte im medizinischen Bereich, an die Vorzimmerdamen einer Rechtsanwaltskanzlei oder an ganz normales Verkaufspersonal ...) während der Dienstzeit erlaubt.

  2. kann der Chef bestimmen wann was gehört werden darf und wann und was nicht.

Das Büro ist ein Ort zum Arbeiten ... und der oder die Büroangestellte wird dafür bezahlt, dass er gute Arbeit verrichtet, gute Leistungen erbringt ...

Radiohören, Koran rezidieren und anderes kann jeder ohne Probleme in seiner Freizeit nachen ... wenn es sich um (bezahlte !!!) Arbeitszeit handelt ... dann muss der Gehaltsempfänger sich nach den Anweisungen seines Chefs richten.

Denn wie ein Sprichwort sagt: Dienst ist Dienst ... und ... wer weiß wie es weitergeht, der sollte hier besser schweigen .. Peace to all men of goodwill ... ;-)

Wann kommt denn Koranrezitation aus dem Radio?

Dein Muslim-Kollege soll sich über den Islam besser informieren.

Die Rezitationen sind immer von MC , CD .... oder PC

Niemand verbietet Koran anzuhören!

Und solange es im Büro niemanden stört ...höre weiter

hede74 24.01.2013, 20:23

Steht doch oben, dass es eben kein Radio ist und daher nicht erlaubt. Wie würdest du es finden, wenn an deinem Arbeitsplatz die Bibel als Hörbuch laufen würde?

Und natürlich kann ein Chef verbieten, das man auf der Arbeit den Koran hört, denn dafür bezahlt der den Angestellten nicht. Alles was von der Arbeit ablenkt, das kann ein Chef verbieten. Religion ist Privatsache!

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gutefeejuhe 25.01.2013, 06:56
@hede74

Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass der Kollege meinte, man solle den Koran nicht einfach so laufen lassen.... wie Radio eben .... weil man diese Rezitation zu achten habe.

Die Fragestellung war einfach nicht eindeutig.

(Wusste gar nicht, dass es die Bibel auch zu hören gibt)

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