Quellenangaben in Büchern?

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2 Antworten

Ob eine Arbeit wissenschaftlich ist, hängt nicht unbedingt von ihrer  Aufmachung, sondern von der Qualität (und der wissenschaftstheoretischen Position, der Person, die sich eine Meinung darüber bildet).

In manchen Werken stehen die Quellenangaben nicht in den Fußnoten, sondern in Endnoten. Das sagt aber noch nichts über die Qualität des Inhalts aus. Oft sind das Vorgaben des Verlags. Manche Verlage wollen Fußnoten - andere wollen Endnoten. So wie Dir deine Hochschule bestimmte Vorgaben macht, wie genau Du die Quellenangabe machen musst, so machen die meisten Verlage den Autorinnen und Autoren da Vorschriften. Dann gibt es auch oft noch bestimmte Konventionen in bestimmten Disziplinen.

Besonders beliebt sind Endnoten meiner Beobachtung bei philosophischen Essays. Die lassen sich dann flüssiger lesen, als wenn ein Drittel der Seite mit Fußnoten vollgeklatscht ist. Der Autor geht dann davon aus, dass die Mehrheit der Leserinnen und Leser bereits über genug Vorwissen verfügt, um in den meisten Fällen von selbst zu merken, worauf Bezug genommen wird. Ohne dieses Vorwissen würde man ohnehin nicht viel vom Geschriebenen verstehen, selbst mit Fußnoten. Ich weiß aber nicht, ob es da viele Parallelen in anderen Disziplinen gibt...

Manchmal habe ich das auch schon gesehen, bei Büchern, hinter denen zwar fundierte wissenschaftliche Arbeit steht, aber die möglichst allgemeinverständlich geschrieben sind, so dass sie auch von Nichtfachleuten gelesen werden können. Außerdem scheint mir, so weit ich persönlich das überblicke, im angloamerikanischen Bereich die Sache mit den Quellenangaben oft (nicht immer) wesentlich weniger geordnet, als hier zu Lande, vor sich zu gehen.

Das sind jetzt nur meine persönlichen Eindrücke... Es kann durchaus sein, dass das nicht auf alle Fächer zutrifft.

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Richtig, dass es sich nicht zwangsläufig um eine wissenschaftliche Arbeit handelt, nur weil es ein wissenschaftliches Thema hat, hast du richtig erkannt.

Ich muss allerdings sagen das die meisten Fachbücher die ich habe mir Fußnoten ausgestattet sind. Bei Skripten kommt es meist auf eine Schlanke Form an, das soll dann jedoch nicht als wissenschaftliche Quelle dienen sondern demjenigen kurz und knapp informieren.

Damit fällt es dann wieder aus dem starren Korsett der wissenschaftlichen Arbeiten.

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