Quantensprung Dauer?

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Bei elektronischen Bindungen in Molekülen spielt sich das im Femtosekundenbereich ab, bei einzelnen Atomen im Bereich von Attosekunden.

Wenn die Energie übertragen wurde, ist derselbe Übergang nicht mehr möglich. Aber "blind" würde ich es nicht nennen - denn es könnte ja ein weiterer, anderer Übergang angeregt werden.

Diese Zeitbereiche sind experimentell erst seit wenigen Jahren überhaupt zugänglich. Die zeitaufgelöste Dynamik der Prozesse ist Gegenstand der aktuellen Forschung.

Bewegt sich beim Quantensprung das Elektron immer ein Stück vom Kern weg und wird dann nach dieser Zeit wieder zurückgezogen, ein Photon emittierend?

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@Usedefault

In einem klassischen Bild vom Atom schon. In der Quantenmechanik sind das immer nur Aufenthaltswahrscheinlichkeiten - wobei in Übereinstimmung mit dem klassischen Bild ein höherer Energiezustand durchaus einem "im Mittel weiter weg vom Kern" entspricht.

Man kann es sich etwa so vorstellen, dass sich so eine Aufenthaltswahrscheinlichkeits-Wolke von Hüllen-Elektronen in eine andere Form umwandelt und dabei ein Photon emittiert. So wie aus der Schäfchenwolke am Himmel beim nächsten Hinsehen plötzlich ein Dromedar geworden ist und ein Regentropfen herausfällt.

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Das ist eine Frage aus der Praxis. In der Theorie ist es ein "Sprung", also Delta t = 0 !!!  Es ist schön, dass man heute hier etwas messen kann. Das wirft verständlicherweise neue Fragen auf. Das Ehrenfest-Theorem könnte hierbei helfen..

Natürlich kann während eines Qs. das Elektron nicht mehr angeregt werden, sonst wäre der angeregte Zustand ein schnellerer Vorgang als der Qs. Das ist natürlich nicht der Fall.

Den Rest deiner Frage kann man leicht nachgooglen


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