Qualifiziert ein Bioinformatik Master für den Bereich Softwareengineering?

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2 Antworten

Das macht auf jeden Fall Sinn.

Im Software-Entwicklungsbereich gibt es sehr viele Personen, deren Studienabschluss der einer ganz anderen Fachrichtung war (z.B. sehr viele Physiker).

Was du für erfolgreiches Software Engineering wirklich benötigst ist hohes Abstraktionsvermögen, so dass du nicht nur fürs Programmieren taugst, sondern dir schnell auch die Fähigkeit aneignen kannst, umfangreiche Anwendungen zu entwerfen. 

Diese Fähigkeit dann mit vorausgesetzt wirst du bei großen IT-Dienstleistern - früher nannte man sie Software- oder Systemhäuser - beste und genau dieselben Aufstiegschancen haben wie Akademiker mit Abschluss Informatik.

Vorsicht aber: Nur Programmier sein zu wollen ist aus mehreren Gründen schlecht:

  • Leute, die programmieren, sind typischerweise jung und billig, stoßen aber schnell an Grenzen, wenn es um mehr geht. Deswegen muss - wer gut verdienen möchte und auch dann noch interessante Aufgaben haben möchte, wenn ihm das Programmieren langsam zu mühsam wird, halt einfach mehr können.
  • In diesem Beruf aber sollte man sich dennoch nie erlauben, das Programmieren ganz zu verlernen. Man endet sonst nämlich als ein IT-Berater, der im Grunde nur noch schlau daherreden kann. 
  • Spannend also bleibt es nur, wenn du beides beherrscht: Programme zu schreiben (und seien es auch nur Ad-hoc-Werkzeuge, die deine eigene Arbeit so weit wie möglich automatisieren), aber auch Konzept-Erstellung mit Schwerpunkt auf Anforderungsdefinition und dem Entwurf von Anwendungs- und Systemarchitekturen sowie - zunehmend wichtiger - wirklich effektive Testmethodik).

Nur wer Management-Talent hat und dann wirklich eines Tages nur noch Abteilungsleiter oder Höheres sein möchte, darf sich erlauben, schon bald auch das Programmieren wieder zu verlernen. 

Es zu verlernen passiert den meisten allzu schnell, da es mühsam und zeitaufwendig ist, sich ständig auf dem Laufenden zu halten, was neue Entwicklungsumgebungen und neue Ansätze des Programmierens betrifft.

Systemarchitekten sollten sich auf keinen Fall erlauben, das Programmieren zu verlernen. Sie sollten stets auch versuchen, Konzepte zu entwickeln, um einen möglichst großen Teil allen notwendigen Codes automatisch implementieren zu können: über Codegeneratoren, die man dann aber oft recht projektspezifisch zu gestalten haben wird. Nur wenige beherrschen das, es wird aber zunehmend wichtiger.

Lies den Teil Methodisches im Webauftritt http://greiterweb.de/spw/ .

Mach den Biomolekularphysiologen erst mal fertig, neben bei kannst du Programmieren lernen. Ob sich das ausgeht auch noch Kurse zu belegen hängt von deiner Leistungsfähigkeit ab.

Beim selber lernen des Programmierens hast du keinen Druck, eher Spass.

Zum Beispiel bekam ich einen Job als Softwareentwickler als Quereinsteiger. Das Vorstellungsgespräch hat den Chef überzeugt. Ich konnte damals mit SQL Punkten und konnte zu der Zeit nur Visual Basic. Die Firma hat eine andere Programmierprache "gesprochen" was mir aber nicht sehr schwer viel auf Centura Team Developer dazu zu lernen. Mein VBA Wissen war stets von grossem Vorteil in Excel Tabellen die zu warten waren.

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