Pychisches Problem?

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7 Antworten

Hallo Bibig,

ich habe deine Geschichte gerne gelesen.

Du warst vor zwei Jahren noch sehr unbewusst und bist in die typischen Fallen des Lebens gestolpert. Du hast gefeiert, wurdest betrogen, hast Drogen probiert und dich mit deinen Eltern zerstritten.

Das Leben hat dich machen lassen und immer gehofft, dass du wach wirst, bevor du noch tiefer in diesem Strudel des Negativen versinkst.

Schließlich hat es dir ein deutliches Stopp geschenkt, was für dich wie eine Depression aussah, denn du warst ja gewohnt, in weltlichen Strukturen zu denken.

Du wurdest zugleich reifer, deine Bewusstheit ist wieder angestiegen, du konntest dein Leben besser und klarer reflektieren, du kannst allmählich wieder unterscheiden, was für dich angemessen ist.

Nun willst du authentisch sein und lachen, wenn es sich wirklich um Humor und Freude handelt. Du willst wieder wissen, was dir schmeckt oder gut tut (Geschmack) und suchst danach, wieder den richtigen Riecher zu haben (Problematik der Nase), um angemessen am Leben teilzuhaben.

Ich heiße dich herzlich in deinem neuen Leben willkommen!

Ich bin sicher, du bist völlig gesund und hast keinerlei psychische Störung. Du bist einfach gereift und erkennst, dass das Leben auch Tiefe hat, die nicht immer zum Lachen ist.

Nun steht an, dass du deine Vergangenheit bedingungslos anerkennst und dankbar für alles bist, was du erleben durftest oder aus deiner Sicht musstest. 

Das Erlebte ist Vergangenheit, doch sie wirkt weiter und hat zu deinen heutigen Bedingungen beigetragen. Sie ist das stabile Fundament, auf dem du heute stehst. Das alles hast du hinter dir, das hat dich reifen lassen, doch das musst du nicht wieder erleben. Du solltest auch nicht zu viel in der Vergangenheit herumstochern, sonst wird sie ein Schweizer Käse mit vielen Löcher, auf dem du keinen sicheren Halt hast.

Ich beglückwünsche dich und wünsche dir weiterhin viel Erfolg, Erkenntnisse und liebevolle Führung auf deinem Weg zu einem erwachsenen und emotional kompetenten Menschen.

Alles Liebe...

Liebe Bibig, als ich deinen Text gelesen habe, kam mir die Analogie zu technischen Geräten, die sich bei Überlastung einfach ausschalten. So kommt es mir vor, was du beschreibst. Dein ganzes System hat einfach auf Standby geschaltet, weil alles zu viel war. Jetzt erholst du dich langsam wieder und dein System fährt nach und nach auf seine Ursprungsleistung zurück. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir nach und nach immer besser geht. Aber zur völligen Unbeschwertheit wie vor deinem "Standby" kommst du vielleicht nicht mehr. Du hast jetzt eben diese Erfahrung gemacht und die bereichert dich ja auch. Jetzt hast du dich etwas besser kennen gelernt und weißt, wie du bei Überlastung reagierst.

Um in Zukunft eine solche Überlastung zu verhindern würde ich mich fragen: warum habe ich all diese Konflikte im aussen? Womit gehe ich da in Resonanz? Da kann Psychotherapie helfen, aber auch Familienaufstellungen. Letzteres hat mir viel gebracht. Hast du schonmal von der Methode gehört? Falls nein, googel das mal, z. B. http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Ich wünsche dir gute Besserung und dass du bald wieder herzhaft lachen und dich unterhalten kannst, Jeannine

Es ist nicht einfach, Dir einen Rat zu geben, da die Zusammenhänge sehr komplex sind und sicher aus einer psychischen Komponente bestehen und nicht sicher ist, ob etwas Neurologisches dazu kommt.

So oder so. tatsächlich verlieren wir alle im Älterwerden zunehmend die Fähigkeit intensiv zu lachen. Zum ehrlichen, echten, tiefen Lachen gehört zumeist eine gewisse allgemeine Unbeschwertheit oder eine positive Ausnahmesituation, in der wir alles vergessen können, was uns belastet.

Das heißt aber nicht, dass wir alle schwermütig sein müssen, es heißt nur, dass wir intensiv daran arbeiten müssen das zu verarbeiten - nicht nur zu verdrängen - was uns belastet.

Das ist bei Dir Einiges.

Ein Verarbeiten geschieht in mehreren Schritten, an dessen Ende Akzeptanz und ein sich-selbst-nicht-mehr-so-Ernstnehmen liegt.

Starten kann man mit Gesprächen. Helfend wirkt ein stabiles Umfeld (Freunde, finanzielle Situation, Partnerschaft). Alles was diesem stabilen Umfeld im Wege steht muss man entfernen und in der Zeit, in der man aus dem tiefen Tal nach oben klettert, auch mal an sich selbst denken.

Ebenfalls wichtig sind körperliche Impulse. Das ist eigentlich der einfachste Ansatz, da man dazu nicht viel bewusst an den eigentlichen Problemen arbeiten muss.

Der Körper macht automatisch einige Dinge, die uns zufrieden machen, wenn wir ihn anregen. Also ist eines der wichtigsten Dinge, die man tun kann, wenn es einem schlecht geht: Sport, Bewegung in der Natur.

Dadurch werden im Körper Dinge in Gang gesetzt die uns positiver machen, körperliche Probleme, die uns sonst zusätzlich belasten verringert. Hier hilft vor allem jede Art von Ausdauersport und sich in diesem Bereich zu Überwinden und an die eigenen Grenzen zu gehen (natürlich nicht übertreiben, sondern langsam aufbauen).

Die kraft, die uns diese Überwindung bringt, lässt uns auch die Kraft haben, andere Dinge zu überwinden und alles das macht das Gehirn frei.

Zudem ist eine ausreichende Menge tiefen Schlafs extrem wichtig.

Also ist einer der wichtigsten Ansätze alles dafür zu tun, dass es Dir körperlich gut geht.

Das hilft Dir bei allem Anderen.

Dazu gehört ebenfalls die Ernährung. Gute Ernährung, vielleicht auch mal eine gesunde Fastenzeit. All das stärkt uns und wir sind in der Lage viel bessre mit psychischen Dingen umzugehen und diese zu verarbeiten.

Das ist die Basis, an der man auch ziemlich einfach arbeiten kann.

Fühlt man sich da wohl, holt man sich dort Bestätigung und Energie, lösen sich einige Dinge von ganz alleine und man lernt mit allem Möglichen umzugehen.

Das hilft auch gegen Emotionslosigkeit. Schlussendlich kann bei Dir Vieles damit schon angegangen werden. 

Zudem würde ich mich darauf untersuchen lassen, ob hormonell (z.B. Schilddrüse) alles bei Dir ok ist und wie Dein Vitamin D3-Speigel aussieht.

Das alles kann Dir bei der Lösung Deiner Depression helfen, selbst wenn es neben einer psychischen noch eine physische Komponente gibt!

Schau Dir zudem mal Infos zur ketogenen Ernährung an. Die kann am Anfang zwar Deine Symptome verschlimmern, aber auf Dauer ein sehr guter Ansatz sein, da diese stark auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns wirkt.

https://www.swr.de/swr2/wissen/fett-als-nervennahrung/-/id=661224/did=12243426/nid=661224/tca99f/

Ich wünsche Dir alles Gute!

Hallo, Du kannst verschiede Sachen machen: Zum einen kannst Du einen Termin bei einem Psychiater/in machen, um mal eine Diagnose zu bekommen. Das heißt aber nicht, dass dieser Arzt immer recht hat - psychische Symptome können oft so oder anders gedeutet werden. Und das heißt auch nicht, dass Du alle Tabletten schlucken musst, die er/sie vorschlägt.

Dann kannst Du es mal mit Psychotherapie versuchen. Das bezahlt die Krankenkasse komplett, Du brauchst auch keine Überweisung. Beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes bekommst Du die Namen von Therapeut/innen, die Plätze frei haben.

Ehrlich gesagt schäme ich mich meinem Arzt davon zu erzählen ich kenne ihn schon seid Jahren 

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@Bibig7644

Erstens sollte Dein Arzt für Dich und Deine Probleme da sein - Du hast NICHT die Aufgabe, Deinen Arzt zufrieden zu stellen!

Und zweitens kannst Du zur Psychotherapie ohne Überweisung gehen, evtl. sogar zum Psychiater (Achtung, lange Wartezeiten).

Es gibt in vielen Städten auch eine Psychiatrische Ambulanz, um lange Wartezeiten beim Psychiater zu vermeiden. Vielleicht auch in Deiner Nähe?

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Hey,
Was genau in deinem Gehirn passiert ist kann ich dir leider nicht sagen, aber es ist ein guter Schritt gewesen zum Neurologen zu gehen!
Ich empfehle auch einen Psychologen aufzusuchen und mit ihm über deine Probleme und die psychischen Belastungen der letzten Jahre zu reden. Durch eine Therapie kannst du die Ereignisse aufarbeiten und kommst vielleicht darüber hinweg.
Wenn dir diese Last erstmal genommen wurde kannst vielleicht auch wieder lachen.
Fang mit der Suche am besten bald an, da man oft sehr lange auf einen Termin warten muss. Du kannst dich auch im Krankenhaus beraten lassen.
Viel Glück und alles Gute!!

Also um wieder so herzhaft lachen zu können wie früher, musst du die Vergangenheit akzeptieren, egal wie schlimm sie war. Und sag immer wieder zu dir selbst, dass jetzt alles vorbei ist, du musst also echt keine Gedanken mehr an die Vergangenheit verschwenden.. es ist einfach vorbei.

Sei am besten so gut wie nie alleine, dir tut bestimmt die nähe von Freunden oder Familien Mitglieder total gut. Die können dir ja auch helfen, etwas zu finden was dir gefällt, z,B Klavier spielen oder so. Hobbys können dir auf deinem weg, wieder herzhaft lachen zu können, extrem helfen.

Immer positiv denken! :p

Hey :)

Ich habe mir gerade deinen Text durchgelesen und das hat mich irgendwie gerade ergriffen, sodass ich dir jetzt hier antworte :)

Leider kann ich dir nicht viele Tipps geben, da ich kein Arzt oder Psychologe bin. 

Ich habe aber einen YouTube Kanal und lade da die unterschiedlichsten Videos hoch. Vielleicht hast du ja mal Lust vorbei zu schauen, denn das kann dich mal auf andere Gedanken bringen oder vielleicht auch zum Lachen? :)

Würde mich zumindest freuen :)

Liebe Grüße 

Kevin 

https://www.youtube.com/channel/UCSeUbuV2HzDyBKV9izVpdrQ

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