Putin und Syrien?

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3 Antworten

Die damalige Sowjetunion hatte bereits 1944 diplomatische Beziehungen mit Damaskus aufgenommen. 1946 wurde zwischen beiden Ländern ein geheimer Vertrag abgeschlossen, der besagte, dass Syrien von der Sowjetunion außenpolitisch Unterstützung erhalten sollte, ebenfalls beim Aufbau seiner Streitkräfte.

Ab 1950 verbesserte die SU ihre Beziehung zu den arabischen Staaten, um den immer mehr um sich greifenden Einfluss der USA entgegenzuwirken.

1954/55 wäre es fast zu einem Krieg zwischen dem Bagdadpakt (Gr. Brit., Irak, Iran, Pakistan, Türkei) gekommen, weil Syrien den Beitritt zu diesem Pakt ablehnte.
Die Sowjetunion bot ihre Hilfe an und garantierte, in Zukunft bei ähnlichen Bedrohungen Beistand zu leisten.

1955 wurde daraufhin ein Handelsabkommen mit der Sowjetunion beschlossen und ein umfangreicher Waffenkauf vereinbart.

1957 kam es zu einer türkischen Aggression gegen Damaskus, woraufhin die Sowjetunion militärische Unterstützung aus der Luft leistete.

Nach dem Sechstagekrieg 1967 zwischen Israel, Ägypten, Jordanien, Syrien und anderen arabischen Staaten war Syrien ruiniert. Syrien erhielt in der Folgezeit aus dem Westen keine Waffen mehr, so dass Syrien Waffen aus der SU kaufte.
Die Kontakte zur UdSSR wurden für die syrische Führung immer wichtiger, da das Land intern und extern politisch isoliert war. Die Staaten des Ostblocks vergaben Kredite, die den staatlichen Sektor in Syrien stärken sollten.

Mit Hafiz Al-Assads Machtantritt 1970 kam es jedoch zu Zerwürfnissen in der sowjetisch-syrischen Partnerschaft, da H.Al-Assad als moskaukritisch galt. Jedoch bereits 1971 traf sich Assad mit der sowj. Führung in Moskau, wo beide Seiten erkannten, aufeinander angewiesen zu sein und eine gemeinsame Strategie zum Erreichen ihrer gemeinsamen regionalen strategischen Ziele benötigten.

Die Innenpolitik war von diesen Maßnahmen weniger betroffen, dafür wuchsen ab 1971 die wirtschaftlichen Aktivitäten, verbunden mit Waffenlieferungen großen Umfangs.
Damit wurde die politische Instabilität Syriens beendet.

Die am Ende der 70ger Jahre wachsenden innen- und außenpolitischen Probleme hatten zur Folge, dass 1980 zwischen Syrien und der UdSSR ein Freundschaftsvertrag abgeschlossen wurde.
Die SU erhielt das Recht, syrische Hafenanlagen zu nutzen. Moskau konnte mehrere westliche und israelische diplomatische Initiativen im Libanonkonflikt abwehren, was Damaskus ermöglichte durch seinen großen Einfluss im Libanon.

Die neue sowjetische Außenpolitik nach dem Zerfall der SU, die auf die Verbesserung der Beziehungen zu den konservativen arabischen Staaten gerichtet war, beunruhigten die syrische Führung, da innenpolitische Schwierigkeiten eine aktive russische Außenpolitik einschränkten und zum Teil verhinderten.

Als sich um die Jahrtausendwende die russischen innerpolitischen Schwierigkeiten unter Putin verringert hatten, hat der Westen Putins Angebot zur Annäherung kaum Beachtung geschenkt.

Russland wollte nun mehr Stabilität im Nahen Osten wahren, um damit Unruhen und Krisen auszuschließen oder besser begegnen zu können, die sich auf die Nachbarstaaten Russlands im Kaukasus, Zentralasien und angrenzende russische Regionen auswirken könnten.

Durch die aggressive US-Außenpolitik nach dem Terrorangriff vom 11. September 2001 schloss die syrische Führung engere Kontakte zu Russland und China.

Bis zum Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges hatten Syrien und Russland seit 1944 wichtige wirtschaftliche und militärische Beziehungen geknüpft, was die Unterstützung der syrischen Regierung durch Russland im Kampf gegen die Aufständischen und Terroristen rechtfertigt.

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Jaja man findet natürlich durch Google oder die suchfunktion hier nix dazu ;) 

Russland will seinen Militär-Hafen Tartus halten und ist daher historisch bedingt ein enger verbündeter von Syrien und somit von Präsident Assad im Bürgerkrieg 

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Der Hafen von Latakia ist ein wichtiger Stützpunkt der russischen Flotte im Mittelmeer. Die Präsenz russischer Kriegsschiffe ist unübersehbar und soll nach Möglichkeit deutlich ausgebaut werden. Über den Hafen liefert Russland auch Waffen und andere wichtige Güter an das Assad-Regieme.

Sei Sommer 2015 hat Rusland Kampfflugzeuge auf dem Internationalen Flughafen Basil al-Assad stationiert, um sie gegen regiemefeindliche Kämpfer im Bürgerkrieg einzusetzen.

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Kommentar von 666Phoenix
06.02.2017, 17:10

Wiedermal nur "каша"!

Es war nach dem Verhältnis von Putin zu Syrien/Assad gefragt!

Nicht nach den abgeschriebenen Halbwahrheiten aus irgendeinem Mainstream-Presseartikel!

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