Pullup Widerstand bei einem Raspberry PI?

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3 Antworten

Jedoch verstehe ich nicht, warum wenn der Schalter offen ist, der PI immer noch High bekommt, obwohl doch ein Widerstand für einen Spannungsabfall sorgt,

Es fließt ja fast kein Strom. Dadurch kann am Widerstand nur ein sehr sehr kleiner Spannungsabfall entstehen.

Ja, OK VIelen Dank und wenn der Schalter geschlossen ist? Dann geht alles in die Erdung oder geht dann nicht auch noch etwas zu dem GPIO Board.

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@michiwien22

Ahh, das heißt der kleine Teil reicht nicht aus, der zum GPIO Board geht um es auf High zu setzen? Und noch eine einzige Frage:  Warum geht der größte Teil nach Masse?

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@Frager2Point0

Weil der Schalter geschlossen einen Kurzschluss repräsentiert und der GPIO einen "merklichen" Eingangswiderstand hat.

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@Thor1889

D.h.  es geht auch ein Teil zum GPIO Board jedoch ist der durch den größeren Widerstand wesentlich geringer, was nicht reicht um ihn auf High zu setzen?

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@Frager2Point0

warum sollte etwas über den PI gehen, wenn der Schalter Null Ohm hat. Der PI hat nicht Null Ohm. Das ist die Stromteilerregel.

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@michiwien22

Ahh ja mein Denkfehler. Jetzt ist es klar. Irgendwie lag hier der Fehler den ich begangen hatte. Du bekommst den Stern :)

Wie kann ich am besten meinen Widerstand wählen? Einfach ein 100k-Ohm Widerstand verwenden? Oder sollte ich das irgendwie ausrechnen (z.B. dann Spannungsabfall)? 

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@michiwien22

OK Danke. Kann ich das trotzdem irgendwie ausrechnen? Oder bräuchte ich dazu den Widerstand des GPIO?

Was passiert wenn ich einen zu großen/kleinen Widerstand verwende?

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@Frager2Point0

==> dann ziehst du einen großen Strom nach Masse (I=U/R), was. u.U. die Versorgung überlastet. Bei 5V und 10k sind das 0,5mA 

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@michiwien22

Der Pi läuft mit 3,3V.

Denkst du es wären 0,33mA  noch akzeptabel? Wie hoch wäre der Spannungsabfall dann bei 10k?

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@Frager2Point0

dann müsstest du das Datenblatt des Ports studieren.

Wie gesagt: alles zwischen 10...100k ist OK.

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@michiwien22

OK. Danke keine weiteren Fragen, du hast mir super geholfen, fand ich echt nett, dass du dir die Zeit genommen hast.

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Ich denke mal, dass du das Bildchen hier gefunden hast:

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/raspberry-pi/2006051.htm

Eigentlich steht dort alles Supi-Dupi-Schön erklärt :)

Ich bin mir nicht 100% sicher, aber meine, dass du die GPIOs High bzw Low aktiv programmieren kannst.

Deshalb entweder Pullup für Low-aktiv

oder Pulldown für High-aktiv

Exakt. Natürlich kann ich es auch einfach nachbauen, jedoch würde ich es gerne verstehen. Vielen Dank für die Antwort. Trotzdem verstehe ich nicht ganz, 1. also wenn ich es richtig verstanden habe, hat der Widerstand hier jetzt nur den Sinn, dass ich das System nicht kurz schließe und 2. Was passiert wenn der Schalter geschlossen ist? Geht dann der Strom nicht mehr zum GPIO Board und nur noch zu Erdung oder wie?

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Wenn der Schalter offen ist, liegt der Pin über dem Widerstand auf +. Die Spannung am PI- Eingang ist gleich der Betriebsspannung weil die Eingänge so hochohmig sind, das der Strom keinen nennenswerten Spannunsabfall hervorruft. Die Spannung am Widerstand = Strom x Widerstand und wenn der Strom annähernd Null ist, ist demnach auch die abfallende Spannung annähernd Null => Die Spannung am Pin entspricht, nachdem keine Spannung am Widerstand abfällt, der Betriebsspannung.

Wenn Du aber am Pin einen Wechsel auf Low hast und es wäre kein Widerstand drin, würdest Du einen Kurzschluß bauen. ... deshalb brauchst Du einen hochohmigen Widerstand. In dem Moment, wo Du den Schalter schließt, liegt der Eingang auf Low (und auch der Widerstand). Üblicherweise nimmt man hier sehr hochohmige Widerstände weil sie, wenn so ein Schalter geschlossen wird, nur unnötig Strom aus dem Netzteil ziehen würden. Gängige Werte sind 10kOhm... Du kannst hier natürlich auch nur 1kOhm nehmen; funktioniert genauso. Nur hättest Du dann den 10fachen Strom. Bei 1 x 1kOhm wird sich das zwar in Grenzen halten aber üblicherweise hat man ja mehr als nur einen Pull-Up-Widerstand drin und es summiert sich dann eben... daher so wenig Strom wie möglich!

Mfg

Danke. Es gibt aber noch etwas, was ich nicht so ganz verstehe: 

Wenn ich in einem Schaltkreis (5V) ein Gerät brauche, dass genau 5V Spannung und 2A Strom benötigt, kann ich ja auch ein Ersatzwiderstand von 2,5 Ohm verwenden.

Braucht das gerät nun mal 5A, dann entspricht das nur noch einem Ersatzwiderstand von 1 Ohm, warum wird der Widerstand kleiner, obwohl das Gerät mehr Leistung benötigt?

Ich dachte immer je mehr Ohm, desto mehr Strom(oder was) wird vernichtet  (Ich meine ich liege ja irgendwie falsch, aber wo ist der Fehler.) Es gibt ja auch elektrische Leitungen, je länger die sind desto größer der Widerstand, desto weniger kommt auf der anderen Seite an.

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@Frager2Point0

Dann solltest Du Dir schleunigst mal das ohmsche Gesetz anschauen: Je höher der Widerstand, also höher die Ohm-Zahl, desto weniger Strom und umso höher die abfallende Spannung. Der Ersatzwiderstand bei 5V und 2A ist mit 2,5 Ohm richtig; der Widertand von 1 Ohm bei 5A auch.

So wie ich das aus Deiner Frage rauslese, weißt Du nicht, was ein Ersatzwiderstand ist. Wir Sprachen von Pull-Ups und Pull-Downs, nicht von Ersatzwiderständen. Ein Ersatzwiderstand wird anstelle eines Bauteils bzw. einer Baugruppe gesetzt. Hast Du beispielsweise ein Netzwerk von 10 Widerständen, wahlweise parallel oder in Reihe geschaltet, dann berechnest Du das Stück für Stück und erhälst dann den Gesamtwiderstand, der auch durch einen einzigen Widerstand, dem sog. Ersatzwiderstand (als Ersatz für das Netzwerk) in den Stromkreis geschaltet werden kann.

Mfg

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