Psychotherapie nach Lebensbedrohlicher Krankheit schlecht für die Zukunft?

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3 Antworten

Hi,

...solche Gedanken, wie Sie hier beschreiben, würde ich nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung als "normal" bezeichnen, dass einen die mal durch den Kopf gehen - zumindest jetzt ganz allgemein gesagt, ohne zu wissen, was das denn jetzt für eine Erkrankung war.. 

Wenn das ganze allerdings in eine Depression ausartet, und Sie zu nichts mehr fähig sind, bzw., Sie nicht mehr aktiv am Leben teilnehmen können, sich nicht mehr freuen können und nur noch von negativen Gedanken bezügl. der Krankheit beherscht werden, ist das nicht mehr "normal", und Ihr Arzt hat womöglich recht mit der Empfehlung solch einer Behandlung. Ich gehe mal davon aus, er wird das wohl auch einschätzen können, wie gerechtfertigt das überhaupt ist in Ihren Fall.

Habe bezügl. Ihrer Frage jetzt das gefunden (eig. Burnout-Syndrom). Kommt wohl auch darauf an, was Sie später beruflich mal tun möchten.

http://www.burnout-info-nuernberg.de/behandlung/psychotherapie-nachteile.html/

Eine ähnliche Frage bezügl, einer Therapie wurde auch hier schon mal beantwortet:

https://www.gutefrage.net/frage/kann-eine-therapie-nachteile-fuer-mein-berufsleben--zukunft-haben

..Notfalls würde ich an Ihrer Stelle bei Ihren überweisenden Arzt noch einmal nachfragen, wenn Sie unsicher sind, der müsste Ihnen diesbezüglich ja auch Auskunft geben können.

Alles Gute!

Sorry, aber hier muss ich mal einschreiten:

Ich weiß, Du meinst es gut, aber bitte verteile keine Hausfrauen-Psychologie-Tipps in solchen Extrem-Situationen. Das ist leider wirklich kontraproduktiv!

Burnout ist nur die Angeber-Umschreibung für Depressionen und Depressionen werden heute als General-Entschuldigung für jedes Stimmungstief genommen. Das hilft aber niemandem weiter und zieht dann die Menschen einfach nur wirklich runter.

Das würde mich auch sonst nicht wirklich jucken, aber dies hier ist eine besonderer Fall.

Eine klinische Depression kann und wird nur von einem ausgebildeten Psychiater diagnostiziert und dazu gibt es ganz eng gesteckte Definitionen. Ein Forum oder eine Selbsthilfe-Seite kann Hinweise geben, aber ist einfach kein Ersatz für professionelle Hilfe.

Insbesondere die Kinder- und Jugend-Psychiatrie hat hier ganz spezielle Behandlungs-Methoden, die deutlich von der Erwachsenen-Psychiatrie abweichen können.

@FoxFell:

Geh zu Deinem Psychiater und lass Dir von ihm helfen. Ignorieren all die Internet-Tipps und -Helferlein, denn die machen Dich nur Gaga. Du bist in einer ganz besonderen Ausnahme-Situation, wo die üblichen 08/15-Tipps bestenfalls gar nichts helfen, aber schlimmstenfalls Dich zusätzlich noch verängstigen und verwirren können. Also lass Dir bitte ordentlich und fachlich helfen und doktor nicht selbst herum. Es gibt hier wirklich Dinge und Zusammenhänge, welche Du in Deinem Alter noch gar nicht voll umfänglich begreifen kannst. Du nimmst ja auch keine Grippe-Medikamente, wenn Du mal niesen musst und Du etwas darüber im Netz gelesen hast. Ist im Prinzip dasselbe.

Also, lass Dich nicht verrückt machen mit gut gemeinten Tipps und geh zu Deinem Psychiater. Der wird Dir wirklich helfen. :)

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@MarkusGenervt

Hallo MarkusGenervt,

...Manchmal kommt es mir hier leider so vor, als dass sich nicht jeder hier alle Texte vernünftig durchliest, sorry

Hätten Sie das nämlich getan, wäre Ihnen aufgefallen, dass der Fragesteller nach möglichen beruflichen Nachteilen durch solch eine Therapie fragte. Und es scheint, auch meines Wissens, und nicht nur den Internet nach, nicht unumstritten zu sein, dass es solche Nachteile auch in dieser Hinsicht wirklich geben könnte - egal, wegen was man jetzt eine Therapie macht. Sein behandelnder, oder in dem Fall auch an den Psychologen überweisende Arzt, bzw. der Psychologe selbst, müssten den Fragesteller das ja normalerweise auch ganz genau ins Detail erklären können, wie sich das in seinem Fall denn diesbezüglich auch verhalten würde.

Ich kann es leider nicht, weil ich den Fragesteller ja nicht persönlich kenne und auch nicht weiss, welche Berufsrichtung er mal einschlagen möchte mit einer Ausbildung (evtl. öffentlicher Dienst?), die ja irgendwann vielleicht mal kommen wird in den nächsten Jahren.

Der eine Link, den ich zusandte, behandelt Burnout, das ist richtig, und betrifft in der Art nicht die Erkrankung des Fragestellers direkt. Ich habe den Fragesteller aber auch darauf hingewiesen, dass der Link ums Burnout geht, und jetzt nicht um sein "eigenes" Problem speziell, sorry.

Die Hausfrauen-Psychologie-Tipps sind zwar eine nette Umschreibung, jedoch habe ich zufällig mit solchen Empfindungen, wie sie der Fragesteller schildert, ebenfalls persönliche Erfahrungen.

Mir ging es in Bezug auf einer schweren Erkrankung ähnlich, und ich kenne die Berg- und Talfahrten durch die Seelenlandschaft, die man dabei durchlebt, und ich weiss, wie lange man daran knabbert, bis man auch die seelischen Folgen davon endlich "verdaut" hat. Und das ist für einen Erwachsenen schon nicht einfach - erst recht nicht für einen Jugendlichen von 15 Jahren!

Den Fragesteller persönlich zu beurteilen aber, wie nötig er selbst so eine Therapie hat, kann logischerweise nicht ich, weil ich ihn nicht kenne - und auch sein Verhalten gar nicht kenne.

...Das zu beurteilen, dafür ist sein Arzt da, und der scheint ja zu einem "ja" gekommen zu sein, was die Therapie betrifft. Was auch in Ordnung ist so, und den stimmte ich ja in meiner Antwort ebenfalls bereits zu. Wenn Therapie angebracht, auch in Ordnung - und der Käse ist gegessen.

Also, ich sehe da wirklich kein Problem mit? Wo sehen Sie denn eines?

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@YellowCherish

...noch ein kleiner Nachtrag meinerseits, den ich im ersten Kommentar vergaß, zu erwähnen: 

...Die eingefügten Links meinerseits in die Antwort sollten eigentlich  überwiegend nur zur Information bezügl. dieser "Nachteil-Berufsfrage" dienen, und waren in keiner Form als Therapieratschlag für den Fragesteller gedacht. 

Ob mögliche Nachteile für das spätere Berufsleben entstehen - das war ja auch die Kernfrage. Und das war eigentlich auch das, was ich den Fragesteller nur bejahen wollte. Denn es gibt ja unumstritten auch diese Nachteile.

...die Sie selbst, MarkusGenervt, in Ihrer Antwort meiner Meinung nach etwas zu sehr verharmlosen.

Ihre Ansichten und Ihr Fachwissen über Psychologie in allen Ehren. Aber ich frage mich, wie Sie den Fragesteller ernsthaft vorschlagen können, eine evtl. geleistete Therapie einfach zu verschweigen, auch vor den späteren Arbeitgeber. Und das geben Sie noch als allgemein gültig titulierte Antwort Ihrerseits.

Ich weiß ja auch nicht, wer Sie beschäftigt, und was Sie arbeiten, aber die Sorge des Fragestellers ist durchaus berechtigt - und eigentlich sollte man diese Frage nicht einfach mit einem "sag es einfach keinen!' vom Tisch fegen.

...Bsw. Als Beschäftigter im öffentlichen Dienst: Möchte da der Fragesteller vielleicht mal arbeiten (was wir ja beide nicht wissen), ist es nicht so einfach, da einfach nichts zu sagen. Wird er "enttarnt", dass er eine psychologische Therapie verschwiegen hat, kann er im schlechtesten Fall seine Stelle verlieren. Und das, wenn er bereits schon Jahre dort beschäftigt war, schlimmstenfalls!

Es erübrigt sich wohl, noch zu erwähnen, dass er so eine Stelle in seinem Leben vermutlich (nicht selten) auch gar mehr anzutreten  braucht.

Bei staatlichen Stellenangeboten, sprich bei der Polizei, als Anwärter auf ein Lehramt, als Krankenschwester oder -Pfleger, und...und...und...da laufen die Aussortierungsverfahren um einiges strenger ab, als wenn einer  nur Metzgerlehrling um die Ecke machen will.

Ich persönlich denke, mit so einer Auskunft ist der Fragesteller selbst nicht sehr gut beraten. Und in gewisser Weise wurde er auch damit "hintergangen". Denn er hat ein Recht auf eine wahrheitsgemäße Beantwortung seiner Frage, und nicht darauf, dass die Beantwortung nur nach den jeweiligen Ansichten des Antwortenden "beschönigt" wird. 

Demzufolge kann der Fragesteller sich dann auch eigene Meinung bilden über das Thema und auch frei darüber entscheiden.

Ich hoffe, er tut das auch, und entscheidet sich richtig. Nicht, weil Sie und ich das sagen (die "Gagas" aus dem Internet), sondern, weil er Menschen um sich hat, die ihm unterstützen. Seine Eltern, seine ganze Familie und seine Ärzte, Bekannten und Freunde!

Alles Gute, Foxfell!

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Deine Krankheitsunterlagen sind Deine Privatsache und die darf niemand einsehen, wenn Du sie nicht freiwillig aushändigst.

Egel, wer hier wieder den Klugsch3i55er gespielt hat, tritt ihm/ihr kräftig vor's Schienbein!

Mach Dir keine Sorgen darum, denn das wird keine Probleme geben, solange Deine Noten und Deine Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt sind. Doch selbst dann könntest Du evtl. einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragen und dann musst Du sogar bevorzugt behandelt werden.

Aber jetzt nicht gleich in Euphorie ausbrechen, den gibt es nur für wirklich Schwerbehinderte.

Kümmere Dich erst einmal um Deine Genesung. Je mehr Du Dir über ungelegte Eier Sorgen machst, desto mehr beeinträchtigt das Deine Genesung negativ. Es klingt zwar wirklich absurd, aber es funktioniert tatsächlich: der feste Glaube an die Heilung, wird diese begünstigen.

Auch hier wieder nicht falsch verstehen: "begünstigt" heißt das Zauberwort und nicht "heilt". Klar?

Grundsätzlich ist es aber so, dass Du i.d.R. sonst keine weiteren Eingriffsmöglichkeiten hast, Deine Krankheit zu besiegen, außer den Dingen, welche die Ärzte machen können – in Verbindung mit Deinem unbändigen Wunsch und Glauben, wieder gesund zu werden.

Doch darin liegt auch Deine Chance. Nimm alles mit, was Du bekommen kannst. Du kannst jetzt nur noch gewinnen. Aber auch, wenn Dir Spiel und Spaß jetzt wichtig erscheinen, würde ich an Deiner Stelle alles lernen, was ich kann, denn Wissen bereichert Dein Leben auf eine Art und Weise, die Du Dir ohne dieses Wissen nicht mal vorstellen kannst. Es geht nicht darum, dass "sin 30° = 0,5" ist oder dass "Frühstück" auf französisch "déjeuner" heißt, sondern, was Du am Ende mit allem zusammen erfahren wirst, was dann wirklich wichtig ist. Du wirst es verstehen, wenn es so weit ist.

Nutze jeden Tag, um Dein Leben zu bereichern. Aber Spiel und Spaß gehört auch dazu. Wenn Du nur in Angst lebst, sterben zu müssen, dann wirst Du nur in Angst leben, sterben zu müssen. Lass das! Hab einfach Spaß an dem, was Dein Leben positiv bereichert. Denn wenn Du gar nicht sterben musst, dann hast Du die ganze Zeit mit Angst verplempert. Klar?

Aber ein Kinder- und Jugend-Psychiater ist hierbei sicherlich eine sehr gute Hilfe, um Dich auf Deinem Weg zu begleiten und Dir auch Dinge zu zeigen, womit Dir alles leichter fällt. Es ist wirklich gar nichts Schlimmes daran. Es ist einfach die allerbeste Hilfe, die Du erhalten kannst. Vertrau mir, ich kenne mich in diesem Beruf ein kleines bisschen aus. ;)

Gute Besserung :)

das geht keinen WASAN lass dich nicht verrückt machen.....tu alles was für deine körperl. und seel. Gesundheit wichtig ist.

Alles Gute - gute Gesundheit bzw. Genesung

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