Psychotherapie: Ists normal, dass der Patient von sich aus loslegen muss und nicht befragt wird?

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

ob es bei Verhaltenstherapie üblich ist weiß ich nicht...

ich kann nur so viel sagen, dass mein Therapeut auch meistens wartet bis ich von mir aus etwas sage (psychoanalytisch/ tiefenpsychologisch). Am Anfang habe ich das echt befremdlich gefunden und es waren auch Sitzungen dabei wo ich es geschafft habe eine Viertelstunde nur dazusitzen und nichts zu sagen. Dann hat aber der Therapeut eingegriffen und Fragen in Richtung: Was geht grad in Ihnen vor? Was belastet Sie? etc. gestellt. Mittlerweile ist es so dass ich meistens relativ schnell zu reden anfangen kann und der Therapeut mich nicht auffordern muss und wenn ich anfangs nur sage, dass ich nicht weiß wie ich anfangen soll und sich daraus dann das Gespräch entwickelt

Ich kann aber wirklich jeden verstehen, der mit dieser Art des Einstieges nicht zurecht kommt  ;)

Nein, das ist nicht üblich und auch nicht professionell. Am Anfang sollte der VTler Brücken bauen durch Fragen, die den Beziehungsaufbau erleichtern. Gerade Kanfer (Selbstamanagement-Therapie) hat in seinen Workshops hat immer gezeigt, wie wichtig ermutigende Fragen am Anfang sind. Man weiss ja oft nicht, ob der/die KlientIn z.B. ein grundsätzliches Problem hat Kommunikation überhaupt herzustellen (z.B. bei Asperger-Pat.). Da ist ein derartiges 'Kommen-lassen'-Gehabe sogar ein schwerer Fehler.

Ein Merkmal der Verhaltenstherapie ist es, dass dem Patienten der Sinn und die Logik der Methode verständlich gemacht wird. Der Patient soll nicht blinder Übernehmer einer Methode sein sondern mitbestimmen können, was er will und was er für sich als richtig empfindet. Wenn der Patient beim Gespräch den Eindruck hat, dass sein Therapeut eine Art Verhaltenstest mit ihm durchführt, wobei der Patient nicht weiß, was gespielt wird, dann ist das nicht im Sinne der Verhaltenstherapie.

Du hst Recht, doch ehcow hat nicht explizit nach dem Verhalten eines Verhaltenstherapeuten gefragt. Im analytischen Setting kann dieses Therapeutenverhalten durchaus vorkommen.

0
@Grandi

Liebe(r) Grandi,

ich habe in der Anfrage gelesen: Psychotherapie (Form: Verhaltenstherapie). Viele Grüße!

0

Im Rahmen der VT nicht - bei Psychoanalyse und Tiefenpsychol.-fundierter Therapie möglich. Wer mit dem Schweigen des Therapeuten bzw. der Therapeutin über längere Strecken Probleme hat, sollte wechseln.

Nein, nicht unbedingt üblich. Hatte ich aber auch schon und ich kam mir äußest dämlich vor dabei. Heute habe ich eine Therapeutin, mit der ich mich während unseren Gesprächen UNTERHALTE, sie stellt Fragen, nimmt mir Angst, gibt mir Denkanstöße. Wenn Du nicht klarkommst damit, dann zögere nicht, zu wechseln. Schade um die Zeit und das Geld der Krankenkasse kann man dann auch besser anlegen. Gute Besserung!

An deiner Stelle würde ich den Therapeuten direkt fragen - es muss sich ja erstmal ein Vertrauensverhältnis entwickeln - ehe effektiv gearbeitet werden kann.

Zielsetzung der Verhaltenstherapie

Patienten kommen in die Therapie, wenn sie Probleme haben, die sie alleine nicht mehr bewältigen können und sie mit ihrer Situation unzufrieden sind .

Sie wünschen sich eine Veränderung im weitesten Sinn.

Wichtig ist dabei der „Selbstmanagement-Ansatz“ in der VT: Der Patient soll dazu angeregt werden, seine Probleme aktiv und eigenständig zu bewältigen.

Dabei werden schädliche Verhaltensweisen wie z.B. Süchte, negative Selbstbewertung oder Rückzugsverhalten abgebaut und förderliche Verhaltensweisen, wie effiziente Konfliktlösung oder erfolgreiche Kommunikation aufgebaut.

Dafür steht der VT ein breites Instrumentarium zur Verfügung.

In der VT kommt ein breites Spektrum von Techniken zum Einsatz.

Manche Methoden sind störungsspezifisch, wie zum Beispiel die Konfrontation bei phobischen Störungen.

Daneben gibt es auch störungsübergreifende Techniken, die bei vielen verschiedenen Problemen hilfreich sind.

Übungen zur Kommunikation oder zur Gefühlswahrnehmung gehören in diesen Bereich.

Welche Technik bei welchem Klienten in Frage kommt, muss von Fall zu Fall entschieden werden.

http://www.therapie-schoener.de/?page=explanation&area=zielsetzung

Nein, aber auch nicht unüblich. Macht halt jeder anders. Wenn dir das unangenehm ist, bitte ihn doch, dass er dich am Anfang zumindest fragt, wie es dir geht und ob in der Woche etwas vorgefallen ist oder du etwas besprechen möchtest. Darauf sollte er eingehen, wenn er gut ist. Er muss sich auch ein bischen ans Themperament der Patienten anpassen.

Hallo,

das kommt ganz auf den Therapeuten an (klingt blöd, aber ist so)! Manche Therapeuten wollen so herausfinden, wie "offen" oder "befangen" man ist! Für den Patienten ist es allerdings eine sehr unangenehme Situation! Am Besten ist es wirklich, dem Therapeuten mitzuteilen, dass einem dies sehr unangenehm ist und man nicht weiß, wie man sich verhalten soll! Ein guter Therapeut sollte darauf eingehen und durch Fragen ein Vertrauensverhältnis aufbauen! Die Fragen sollten so gestellt sein, dass man ohne Hemmungen antworten kann und der Therapeut schnell das Problem erkennen kann! Falls dies nicht funktioniert, kann man problemlos den Therapeuten wechseln! Hoffe, ich konnt einigermaßen weiterhelfen!

Noch einen schönen Tag!

Ganz einfache Sache. Der Tharapeut muss dich einschätzen können und will wissen wozu du in deiner Situation in der Lage bist. Nach den ersten Sitzungen ist es eigentlich normal dess er häfiger Fragen stellt..Mach dich nicht fertig erzähl einfach drauf los, egal über was meinetwegen über das WEtter wenn du über dein Problem erzählen willst. tu das , wenn nicht, auch kein Problem.Mach dir nicht son Kopf! Liebe Grüße Miss Charles

Das ist von Therapeut zu Therapeut ganz unterschiedlich. ich habe schon beides mitgemacht. Es hat zwar länger gedauert, doch offener war ich dann, wenn ich selber anfangen mußte. Ich habe mir vor der Thrapiestunde oft vorgenommen: Heute sagst du gar nichts. Ging einmal 10 Minuten gut, aber auch nur einmal. Nimm es wie es kommt. Wenn du selber anfangen sollst fange an. Bei speziellen Sachen wird er/sie schon nachfragen.

"Guten Tag" wird er doch wenigstens gesagt haben? Jeder muss sich den Therapeuten suchen, mit dem er zurechtkommt und der ihm trotzdem noch weiterhelfen könnte.

Ich halte es für durchaus möglich und sinnvoll

das gibt es,der therapeut will wissen wie du auf den schwachsinn reagierst,ob du ruhig bleibst oder ob du austickst

Das kommt auf den Therapeuten an. Jeder handhabt das anders.

Was möchtest Du wissen?